71 Süddeutsche Meistertitel gingen dieses Jahr an die Rheinbrüder

Paul Grosser gewann sieben Meistertitel - Quelle: GES/Rheinbrüder
Paul Grosser gewann sieben Meistertitel – Quelle: GES/Rheinbrüder

Karlsruhe (ps). Die Süddeutschen Kanu-Rennsport Meisterschaften (SDM) mussten aufgrund der Corona-Verordnung auf zwei Veranstaltungen aufgesplittert werden. In Mannheim erkämpfte das Nachwuchsteam der Rheinbrüder 37 Mal den Titel, 26 Vizemeisterschaften und 17 Bronzemedaillen. In Karlsruhe stand die Junioren- und Leistungsklasse dem in nichts nach und legten ihrerseits 34 Gold-, 14 Silber- und 7 Bronzemedaillen auf den „Medaillenberg“ oben auf. „Ein Ergebnis, das man nach fast zwei Jahren ohne Wettkampf für die Kleinsten so nicht erwarten konnte!“, freute sich BSP Leiter Detlef Hofmann über das sensationelle Ergebnis.

Nachwuchstrainerin Nina Ehrenfried war vor allem über die geschlossene Teamleistung ihrer Schützlinge im Alter zwischen 13 und 14 Jahren begeistert. „Alle kamen aus Mannheim mit einer Medaille zurück, das ist schon super!“ Zum ersten Mal bei einer SDM erfolgreich am Start, waren im Canadier Jozsef Vigh, Lukas Herpel, Paulina Ruf, Marie-Sophie Syskowski, Lorenz Balser und Jason Milner sowie im Kajak, Alina Riess, Katharina Schmidt-Kufeke, Timea Ferger, Undine Horakh, Julius Petirsch und Simon Schuler. Als richtige Medaillenhamster erwiesen sich dabei die 13jährige Kajakfahrerin Lou Neumann mit vier Titeln und einem Silberrang, sowie ihr gleichaltriger Mannschaftskamerad Moritz Hörner mit zwei Gold- und einer Bronzemedaille. Im Canadier war Cheyenne Heidl mit sechs Titel das Maß aller Teilnehmerinnen,  auch wenn die Anzahl der Teilnehmerinnen in der jungen Sportart noch zu wünschen übrig ließ. Eine ähnlich hervorragende Ausbeute erzielte ihr Vereinskollege Philipp Kernich mit vier Titeln und einer Vizemeisterschaft. 

Trotz eines krankheitsbedingten Ausfalls, von Junioren Vize-Europameisterin Jette Brucker, am zweiten Tag der Meisterschaft, stellte das Jugendteam der Rheinbrüder Karlsruhe erneut unter Beweis, welche Klasse in ihm steckt. Kaum zu glauben, dass die Rheinbrüder vor fünf Jahren gerade einmal eine Handvoll Canadierfahrer/innen beheimateten, trat die Truppe von David Reeck in Mannheim auf, als wäre es eine Vereinsmeisterschaft. Bei der weiblichen Jugend gewann Viola Varallyai im Einercanadier über 200, 500 und 5.000 Meter und sicherte sich zudem im Zweier der Renngemeinschaft Baden-Württemberg mit ihrer Mannheimer Partnerin Sara Sahin den Titel über die 500 Meter, sowie die Goldmedaille im Mixed-Vierer mit Konrad Löschner, Amir Gobeljic und Alan Heidl. Ihr Bruder Vince Varallyai siegte  ebenfalls im Einercanadier über die gleichen Strecken. Damit gehen die Beiden als erfolgreichstes Geschwisterpaar im Canadier in die Geschichte der Süddeutschen Rennsport Meisterschaften ein. Den einzigen Titel den sich Vince im Einer nicht ergatterte, war der über 1.000 Meter, diesen errang sein Vereinskamerad Bennet Haselhorst, der über 200 und 500 Meter jeweils  die Silbermedaille gewann. Auf Rang drei kam über alle drei Distanzen der dritte Rheinbruder im Bunde mit Amir Gobeljic ins Ziel. Und wären das nicht genug Erfolgsmeldungen fischten sich Leon Heinig und Vincent Hotz Silber und Bronze über 5.000 Meter aus dem Sandhofer Gewässer.

Nach dem Motto: „Was die Canadierfahrer/innen können, können wir auch“, präsentierte sich das Kajakteam der Karlsruher Trainer Yannik Hofmann und Maren Knebel ähnlich stark. Nach der Goldmedaille im Zweierkajak über 500 Meter, musste Jette Brucker, die Meisterschaft leider beenden. Doch ihre Vereinskameradinnen Pia Zocher und Juliane Stein kompensierten den Ausfall mit starken Leistungen im Einerkajak. Zocher gewann zwei Goldmedaillen über die 200 und 1.000 Meter und kam über die 500 Meter als dritte ins Ziel. Juliane Stein war jeweils über die Sprintstrecke und dem Kilometer als Drittbeste über die Ziellinie gefahren und konnte sich gemeinsam mit Emma Rentz (K2 5.000m / K4 500m) sowie Anna Altneder (K4 500m) den Meistertitel sichern. Mit Rentz sprintete sie zudem im Zweierkajak zu einer weiteren Silbermedaille. Pia Zocher belegte mit der RG Baden-Württemberg im Zweier- und Viererkajak über 500m jeweils noch den zweiten Platz. Lukas Schneider rundete mit einem Meistertitel (K4 500m) und einem zweiten Platz (K2 1.000m) das herausragende Ergebnis in der Jugendklasse ab.

Sieben Süddeutsche Meistertitel für Paul Grosser

Bereits eine Woche später ging es dann in Karlsruhe für die Junioren- und Leistungsklasse um die Titel. Neben den herausragenden Erfolgen bei starkem Hochwasser, ist hier vor allem Jan Bechtold als Regattaleiter hervorzuheben. Neben seiner U23 EM-Teilnahme, seiner anstehenden Bachelorarbeit und der Vorbereitung auf die U23 WM, hat er diese Meisterschaft mit dem umsetzen von strengen Corona-Verordnungen gemanagt und ist selbst noch aktiv gestartet. Der Knielinger gewann im Viererkajak über 1.000 Meter mit Saeid Fazloula, Miko Herrmann und Jochen Wiehn, sowie im Zweierkajak mit Wiehn über die gleiche Distanz, den Süddeutschen Meistertitel. In der gleichen Viererbesetzung gewann das grün/weiße Quartett die Silbermedaille über 500 Meter hinter dem starken Boot aus Hessen.