3. Platz im olympischen B-Finale – Karlsruher Kanutin fährt im Zweier persönliche Bestzeit

Sophie Koch (l.) hat noch zwei Entscheidungen bei Olympia vor sich - Sarah Brüßler hat ihre erfolgreich beendet Foto: GES/Rheinbrüder
Sophie Koch (l.) hat noch zwei Entscheidungen bei Olympia vor sich – Sarah Brüßler hat ihre erfolgreich beendet Foto: GES/Rheinbrüder
Karlsruhe (MaT) . Der erste Olympia-Finaltag der Kanu-Rennsportler geht für die Rheinschwester Sarah Brüßler erfolgreich zu Ende. Mit dem dritten Platz im Zweierkajak B-Finale hat sie ihr Ziel in Tokio erreicht. Als Sarah Brüßler im Mai diesen Jahres die Qualifikation für die olympischen Spiele in der Tasche hatte, gab sie sich selbst nur noch die Vorgabe, sich mit dem besten Rennen in Tokio zu präsentieren. Genau dies gelang der 27-Jährigen heute und zwar gleich doppelt. „Der Wind war heute schon deutlich von hinten aber auch stark von rechts, trotzdem bin ich im Zweier noch nie 1:40 Minuten oder schneller gefahren und heute haben wir die Zeit gleich zweimal geknackt“, freute sich die Kanutin der Rheinbrüder Karlsruhe, die zuvor im Semifinale mit ihrer Essener Zweierpartnerin Caroline Arft mit einer Zeit von 1:39.421 Minuten, das A-Finale nur um weniger als eine halbe Sekunde verpasste. Mit Rang sechs war das Duo für das B-Finale qualifiziert. Mit 1:39.953 Minuten erkämpfte sich das deutsche Boot dort den dritten Rang knapp hinter China und dem siegreichen belgischen Zweier. Damit standen sie in der Endabrechnung auf Rang Elf und Sarahs Heimtrainer Ralf Straub war vollauf zufrieden: „Sie haben das Beste rausgeholt und sich teuer verkauft. Der 11. Platz ist super, Österreich geschlagen, China und Belgien nicht weit weg. Zweimal unter 1:40 das ist einfach nur top, top, top!“ Straub sprach aus, was auch sein Schützling nach dem Wettkampf immer wieder betonte: Olympia war ein toller Erfolg! Nun darf Sarah noch ein bisschen als Zuschauerin die Wettkämpfe verfolgen. Da sie als Ersatzfrau für die weiteren Kajak-Rennen gilt, darf sie bis zum Schluss in Tokio bleiben und kann als eine der wenigen Athletinnen das olympische Flair länger genießen. Morgen wird sie erneut an der „Sea Forest-Waterway“-Strecke im Hafen von Tokio stehen und ihrer Vereinskameradin Sophie Koch die Daumen drücken. Dann beginnt für die 23-jährige Canadier-Fahrerin das Abenteuer Olympia. Um kurz vor drei Uhr deutscher Zeit wird der Startschuh fallen und den Vorlauf im Canadier-Einer der Damen über 200 Meter freigeben. Diese Disziplin nutzt die Rheinschwester auch um in den Wettkampfmodus reinzufinden. „Klar werde ich auch da mein Bestes geben und will mich für ein Finale qualifizieren, aber mein Hauptaugenmerk liegt auf dem Zweier-Canadier über 500 Meter.“ Diesen wird sie mit ihrer Berliner Trainingspartnerin Lisa Jahn bestreiten. Nach dem Vize-Europameistertitel in diesem Jahr zählt das deutsche Duo als Anwärterinnen auf eine Medaille. Der Vorlauf ist jedoch erst kommenden Freitag. Bis dahin hat Bundesstützpunkt-Leiter Detlef Hofmann zuhause noch alle Hände voll zu tun, um zusammen mit seinem Trainerteam alles für die anstehenden Deutschen Meisterschaften in Hamburg zu organisieren. Trotzdem hat er die Rennen in Tokio natürlich fest im Blick und freut sich über die Bilder und Ergebnisse, die ihn erreichen: „Sarah hat heute auf den Punkt ihre Leistung abgerufen. Es freut einen immer am meisten, wenn der Plan am Ende in einem Wettkampf auch aufgeht. Das waren schon sehr gute Rennen die die beiden da abgeliefert haben insbesondere bei diesen klimatischen Witterungsbedingungen und Windverhältnissen.“ Sophie Koch traut der Olympiasieger von 1996, der heute auf den Tag vor 25 Jahren in Atlanta Gold gewann, auch eine ganze Menge zu. „Sophie ist in den letzten Jahren immer mehr gereift. Sie war bisher voll konzentriert und deshalb glaube ich fest daran, dass sie sich nun auch dafür belohnen wird.“ MaT