KSC II fährt 0:6-Niederlage zum Saisonabschluss ein

Karlsruhe (mia). Einen Sieg wollte die Oberligamannschaft des Karlsruher SC zum Abschluss der Saison gegen den FV Ravensburg erspielen. Mit nur elf Spielern im Kader verlor der KSC aber zuhause mit 0:6(0:2). Es ging für den KSC II um nichts mehr, den fünften Tabellenplatz hatte man inne. So ließ der Auftritt am Samstagmittag nicht nur den KSC-Trainer die Haare raufen.

Während einige Spieler bei der Nationalmannschaft weilen, andere verletzt oder bei der U19 waren, hatte KSC II-Coach Joe Zinnbauer keinen Spieler auf der Ersatzbank aufbieten können. Viele der Spieler, die den KSC am Ende der Saison verlassen werden, waren mit Sondertrikots, ihrer Nummer und einem Spitznamen, angetreten, aber auch das half über einen schlechten Auftritt vieler Akteure nicht hinweg.

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Bereits in der 3. Spielminute brachte ein schneller Konter der Gäste durch Steffen Wohlfahrt das erste Gegentor. Das zweite Tor ließ keine fünf Minuten auf sich warten. Ebenfalls schnell eingeleitet, erhöhte Rahman Soyudogru auf 2:0 für die Gäste.

Glanzparaden des KSC-Keepers

Der KSC hatte insbesondere in der Abwehr seine Probleme. Keeper Max Reule rettete den KSC ein ums andere Mal und sorgte mit Glanzparaden dafür, dass es nur mit einem zwei-Tore Rückstand in die Pause ging.

Aus der Kabine heraus kam der KSC nur noch mit zehn Mann. Daniel Schiek hatte sich eine Prellung an den Rippen zugezogen und musste passen. Ersatz hatte Zinnbauer für ihn nicht.

Auch nach dem Seitenwechsel war es KSC II-Keeper Reule, der den KSC weiter im Spiel hielt. In der 71. Minute aber gelang ihm das nicht mehr. Wohlfahrt erzielte das 3:0. Im Anschluss rannten die Gäste weiter an und schenkten den Karlsruhern auch noch das 0:4 (Di Leo), 0:5 (Heimgartner) und 0:6 (Kalteis) ein.

„Wir sind überglücklich über den Sieg heute“, erklärte Ravensburgs Trainer Gerhard Rill. Natürlich sei das Spiel auch von der „Personalpolitik des KSC geprägt“, da einige Spieler keine Verträge mehr für die kommende Saison haben.  In der ersten Hälfte habe man gesehen, welches Potential im KSC stecke. Dann habe sein Team Glück gehabt und sei hoch zufrieden.

Sprung nach Hamburg

KSC-Coach Zinnbauer zeigte sich „enttäuscht“. „Ein Unentschieden oder Sieg wäre mir lieber gewesen. Aber wir wussten, dass es ein schweres Spiel wird. “  Auch wenn Spieler auf dem Platz standen, die aus der zweiten Reihe waren, „haben wir keine Vollblinden in der Truppe, sondern Spieler, die Fußball spielen können“.

Dennoch mache er der Mannschaft ein Kompliment für das Erreichen des fünften Platzes. „Das hat am Anfang keiner erwartet. Wir hatten einen Nichtabstiegsplatz als Ziel.“ Er bedankte sich auch beim Verein und den Helfern, für „drei hervorragende Jahre, in denen ich ruhig arbeiten und mich entfalten konnte“. So verlasse er den KSC in Richtung HSV mit einem weinenden Auge. Aber er müsse den Sprung machen.