PSK: „Einfach Handball spielen und kämpfen“

Karlsruhe (ps). Viel vorgenommen hatte man sich auf Seiten des PSK für das Auswärtsspiel bei der HSG PSV/SSC Karlsruhe. Im Hinspiel konnte man nach einer sehr guten Leistung als Sieger vom Platz gehen und hoffte nun deshalb darauf, dies womöglich wiederholen zu können. Verzichten musste Coach Pfistermeister auf M. Kolb, dafür sprang kurzfristig mit Probst ein ehemaliger Teamkollege ein, so die Meldung des PSK (HSG PSV/SSC Karlsruhe – PSK, 31 : 23 (19 : 8)).

Fehlstart und Gegentore im Sekundentakt

 Die PSK-Spieler wollten sich wieder auf die einstigen Stärken der Post besinnen, nämlich eine stabile Abwehr und eine daraus folgende schnelle erste und zweite Welle. Vom Start weg waren es aber die Gastgeber, die mit jenen Tugenden auftrumpfen konnten. Der PSK legte einen Fehlstart nach Maß hin: Nach noch nicht einmal fünf gespielten Minuten sah man sich bereits einem 5:0-Rückstand gegenüber. Ballverluste im eigenen Angriff, welche die schnellen HSG’ler eiskalt ausnutzten sowie mangelndes Rückzugsverhalten ermöglichten dem Gegner jede menge Konter. Auch nach der Auszeit von Pfistermeister änderte sich zunächst nichts: Polizei erzielte weiter Tore im Sekundentakt und konnte den Vorsprung weiter ausbauen (10:3, 15:5, 19:8).

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„Nicht da hoch schauen, einfach Handball spielen und kämpfen!“

Zur Pause hatte PSK-Trainer Pfistermeister eine Mammutaufgabe vor sich. Er musste sein völlig desorientiertes und bereits frustriertes Team gleichzeitig aufbauen und aufrütteln, um ein völliges Debakel zu verhindern. Den Blick auf die Anzeigetafel verbot er seinen Spielern für die zweite Hälfte. „Nicht da hoch schauen, ihr sollt einfach Handball spielen, kämpfen und euch als Team präsentieren“, gab er als Prämisse vor.

Tatsächlich kam der PSK in Durchgang zwei etwas besser in die Partie, entdeckte nun die zweite Welle als vielversprechendes Mittel und konnte diese einige Male nutzen. Zumindest konnte man so ein wenig aufholen (21:14). Begünstigt wurde dies aber auch vom Gegner, der nun einen bis zwei Gänge zurückschaltete. Knapp zehn Minuten vor dem Ende war der alte Abstand aber wieder hergestellt – weiterhin bekam man in der Defensive kaum Zugriff auf den Gegner, was insbesondere HSG-Rechtsaußen Niedermayer auszunutzen wusste. Durch ein wenig Kosmetikergebnis am Ende trennte man sich schließlich mit 31:23.

Schnelle Aufarbeitung nötig: Jetzt Rintheim zu Gast

 Gerade die erste Halbzeit und explizit die desaströse Anfangsphase muss der PSK möglichst schnell aufarbeiten. Denn bereits kommenden Sonntag, den 28.02.16, erwartet man um 19:00 Uhr den TSV Rintheim in der heimischen Eichelgartenhalle. Erlaubt man sich gegen diesen Topgegner Fehler wie die gezeigten, wird man böse unter die Räder kommen. Konzentration und voller Einsatz jedes Spielers und des gesamten Teams sind einmal mehr gefragt. Über die Unterstützung der derzeit ebenfalls leidgeplagten Fans würden sich die PSK-Spieler in jedem Fall freuen.

PSK: Lill, Stoll (beide Tor), Armbrust (8/4), Probst, Kungl, Dankwoski, Scheu, Herrmann Riekert V., Riekert L. (je 2), Heß (1), Siegel, Ptok und Bernhard.