Aufholjagd reicht nicht zum BG-Sieg

Heidelberg/Karlsruhe (ps). Basketball-Zweitligist BG Karlsruhe wartet 2014 weiter auf den ersten Sieg. Im Baden-Derby bei den MLP Academics Heidelberg verlor das Team von Headcoach Torsten Daume am Sonntag mit 79:86 (22:24, 7:21, 26:9, 24:32).

Vor 868 Zuschauern im Olympiastützpunkt Rhein-Neckar – darunter zahlreiche Fans der BG – begannen beide Teams schwungvoll. Die Karlsruher zeigten sich vor allem aus der Distanz zunächst recht treffsicher. Doch auch die Hausherren kamen immer wieder zu Punkten, so dass sich keine der beiden Mannschaft entscheidend absetzen konnte.

Was der BG im ersten Viertel gelang, lief im zweiten Durchgang überhaupt nicht. Heidelberg hingegen spielte schnell und zwang die BG immer wieder zu Fouls. Hinzu kam, dass die Karlsruher in der Defense nicht mehr so stabil stand wie noch im ersten Viertel. So konnten sich die Gastgeber gegen Ende des Viertels mit einem 11:0-Lauf zum 45:29-Halbzeitstand deutlich absetzen. „Wir sind im zweiten Viertel auf jeder Position geschlagen worden“, analysierte Daume nach der Partie.

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Die meisten Zuschauer hatten nun wohl nicht mehr viel auf die Karlsruher Korbjäger gegeben. Vor allem die Heidelberger Spieler. Denn anders lässt sich der Verlauf des dritten Viertels kaum erklären. Die BG legte los wie die Feuerwehr, erzielte Punkt um Punkt und die Heidelberger wurden zu Statisten degradiert. Höhepunkt der Aufholjagd war ein 10:0-Lauf zum Ende des Viertels, das schließlich sogar mit einer 55:54-Führung für die BG endete.

Das vierte Viertel verlief weitgehend ausgeglichen, mit leichten Vorteilen für die Gastgeber. Vor allem nach dem fünften Foul von AJ Calvin gut sieben Minuten vor Schluss vergab die BG in der Schlussphase zu viele leichte Punkte und verlor so auch das achte Spiel in Folge. „Am Ende hat uns mal wieder das Quäntchen Glück gefehlt“, so Daume. Doch das Team sei in der Lage, noch genügend Siege für den Klassenerhalt einfahren zu können. Und mit einer Fan-Unterstützung, wie sie die BG am Sonntag in Heidelberg erfahren hatte, sollten die Anhänger schon bald wieder jubeln dürfen.