Gelungene Heimpremiere für die KIT SC Gequos

Karlsruhe (ps). Zweites Spiel, zweiter Sieg. Die Gequos haben aus einem guten Saisonstart einen sehr guten gemacht. Am Samstagabend triumphierte das Team um Neu-Headcoach Aleksandar Scepanovic mit 84:76 gegen den MTV Stuttgart. In einer von vielen Fehlern geprägten Partie, verfügten die Gequos nach hinten heraus über die nötige Breite des Kaders, die es erlaubte von der Bank den Stuttgartern den Zahn zu ziehen. Den Ausschlag für den Erfolg der Gequos brachte der Anfang des letzten Viertels, in dem die Gequos in vier Minuten einen 16:0-Lauf hinlegten. In einer homogenen Mannschaft waren Elnis Prasovic mit 16 Punkten und Neuzugang Franjo Bubalo mit 15 Zählern die erfolgreichsten Punktejäger an diesem Abend.

Je länger das Spiel dauerte, desto besser kamen die Gequos ins Spiel. Im ersten Viertel war es ein Geduldspiel, in dem den Karlsruhern kein probates Mittel einfiel, um die gute Verteidigung der Gäste zu knacken und so zu Punkten zu kommen. Zwar hielt man zunächst gut mit und konnte mit 4:2 die ersten Zähler verbuchen sowie die Führung übernehmen – was erst gegen Ende des Spiels wieder gelingen sollte. Dennoch wurde Stuttgart stärker, erzielte zu einfache Punkte und eroberte die Führung, die sie bis zum Ende des Viertels nicht mehr hergaben. Mit 14:20 ging es für die Gequos in die nächsten zehn Minuten.

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Schnell gelang es den Gastgebern durch eine aggressivere Verteidigung die Gäste nun besser im Griff zu halten. Es entwickelte sich ein viel schnelleres und lebendigeres Spiel, das die Zuschauer in der alten Halle des Sportinstituts verfolgten. Bis zum 31:31 war es ein offener Schlagabtausch, dann kam Alex Rueck für Thomas Zenkel ins Spiel und versenkte auf Anhieb einen Dreier. Peter Voß ließ gleich darauf einen Korbleger folgen. Trotz der Fünf-Punkte-Führung gelang es den Gästen bis zum Ende des Viertels den Ausgleich zu erzwingen. Aus dem im Vorfeld stark gehandelten Trio um David Rotim, David Michalczyk und Marco Schlafke entwickelte sich ein starkes Quartett, denn MTVs Lukas Müller stellte die Gequos immer wieder vor Probleme. Auf sein Punktekonto gingen insgesamt 22 Punkte, womit er auch der erfolgreichste Werfer in den Reihen der Gäste war.

Das dritte Viertel verlief zu Beginn ausgeglichen, bis die Karlsruher die Initiative ergriffen und auf sechs Punkte wegzogen – Benedikt Seebode gelangen hintereinander zwei Korbleger. Danach ließen die Gastgeber die Zügel erneut ein bisschen schleifen, sodass der MTV wieder besser ins Spiel fand. Vor allem durch eine gute Bank setzten die Gequos nochmal zur Schlussoffensive an und: Thomas Zenkel besiegelte mit seinem Korbleger die 60:54-Führung vor dem letzten Viertel. Ein Beleg für die guten Wechsel war der angeschlagene Alex Josic (Erkältung), der  immer wieder durch richtige und kluge Entscheidungen mit wichtigen Treffern, dem Gegner Kopfschmerzen bereitete.

Die Schlüsselmomente dann im letzten Viertel: Innerhalb von knapp fünf Minuten gelang den Gequos ein 16:0-Run. Dem MTV ging jetzt sichtlich die Puste aus. Des Weiteren kassierten sie früh das fünfte Teamfoul, was den Gastgebern erlaubte die Führung konstant bis zum Ende hin zu halten, denn für jedes weitere begangene Foul bekamen die Karlsruher jeweils zwei Freiwürfe zugesprochen. Zu den entscheidenden Akteuren auf dem Feld zählten Aufbauspieler Moritz Nägele und Einwechselspieler Alex Josic. Nägele sorgte in erster Linie mit vier von sechs verwandelten Dreiern – zwei davon zu einem wichtigen Zeitpunkt – für schmerzhafte Nadelstiche im Stuttgarter Spiel.

Die Gequos gewinnen somit auch ihr zweites Saisonspiel gewonnen gegen einen Gegner, der sicherlich zum oberen Mittelfeld der Liga gehören wird. Die bemängelte Trefferquote aus der Auftaktpartie war besser, aber immer noch mit Luft nach oben. In den nächsten Spielen gilt es aber hauptsächlich die aggressive Deckung über einen längeren Zeitraum aufrecht zu erhalten.

Punkte Gequos : Bubalo 15 , Nägele 12 , Rüeck 9, Hurst 8 / 9 Reb, Zenkel 2, Prasovic 16 / 7 Reb., Josic 10, Rothenberg 2, Seebode 8, Voß 2