GEQUOS gewinnen Verfolgerduell deutlich

Karlsruhe (ps). Die KIT SC GEQUOS haben ihre Chance auf Platz zwei der Basketball-Regionalliga dank einer herausragenden Teamleistung verbessert. Sie schickten den direkten Konkurrenten EVL Baskets Limburg mit 100:76 (52:33) nach Hause. Besonders in der Offensive präsentierten sie sich uneigennützig, vielseitig und treffsicher. Am Ende standen für die Karlsruher rekordverdächtige 34 Assists auf dem Bogen – allein 20 davon gehen auf das Konto von Aufbauspieler Miguel Cardoso. „Es gibt nicht viel zu meckern“, sagt auch der sichtlich zufriedene GEQUOS-Headcoach Jaivon Harris.

Gut drei Minuten hielten die Gäste aus Limburg das Spiel offen – nach einem Dreier von Waldemar Gomer lagen sie mit 7:8 zurück. Die GEQUOS-Combo Cardoso und Luka Drezga bekamen sie aber schon zu diesem Zeitpunkt kaum in den Griff. Cardoso lieferte die Vorarbeit für die ersten fünf Korberfolge der Karlsruher. Der fünfte war ein Dreier von Drezga zum 11:7 und der Startschuss für einen ersten Zwischenspurt. Florian Rothenberg, Alex Rüeck und Denis Vrsaljko schraubten die Führung auf 17:7, ehe Limburg offensiv wieder ein Erfolgserlebnis verbuchten konnte. In der Schlussphase kämpften sich die Gäste angeführt von Julius Zurna ein wenig auf 18:23 heran. Dann beendete Cardoso mit einem Buzzerbeater aus der Distanz das Viertel.

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Limburg hatte den besseren Start ins zweite Viertel und verkürzte den Rückstand auf 22:28, dann nahm die GEQUOS-Offensive wieder Fahrt auf. Durch einen Dreier von Drezga sowie zwei Dunkings von Elnis Prasovic und Rothenberg bauten die Hausherren ihren Vorsprung auf 35:24 aus. Basis für die überragenden Zahlen in der Offensive war vor allem in dieser Phase die stabile Verteidigung. Die Karlsruher ließen Limburg nur wenig Raum, sicherten sich wichtige Rebounds und machten das Spiel nach vorne vor allem durch Cardoso schnell. Der Guard bereitete einen Dreier von Rüeck zum 43:28 vor – es war drei Minuten vor der Pause bereits sein zehnter Assist. 60 Sekunden später führten die Karlsruher sogar mit 47:28. Rüeck machte den Schlussstrich unter das Viertel: Mit dem zweiten Buzzerbeater des Tages zum 52:33.

Im dritten Abschnitt ließen die Gäste ihr Talent zeitweise aufblitzen und machten klar, dass sie ihre Ausgangsposition im Verfolgerfeld nicht kampflos aufgeben möchten. Vor allem der junge Kevin Yebo übernahm viel Verantwortung. Durch einen 10:0-Lauf kam Limburg auf 49:59 heran. Die perfekte Antwort der GEQUOS: Dreier Benjamin Kaufhold, Assist Cardoso. Prasovic und Rothenberg rückten die Verhältnisse schnell wieder zurecht, bauten den Vorsprung auf 66:49 aus.  Vor allem aus der Distanz behielten die GEQUOS ihr heißes Händchen. Rüeck traf eine Minute vor Viertelende zum 72:54, Drezga mit dem dritten (!) Buzzerbeater zwei Meter hinter der Dreierlinie stehend zum 78:56-Pausenstand.

Die Geschichte des vierten Viertels ist schnell erzählt: Die GEQUOS verwalteten ihren deutlichen Vorsprung. Limburg fand kein Rezept, um die Karlsruher Offensive zu stoppen. Georgi Krastev setzte mit dem 16. Dreier der Gastgeber zum 100:76 den Schlusspunkt unter ein Spiel, das für die GEQUOS eher ein Ausrufezeichen war.

Von Tabellenplatz vier haben sich die Karlsruher aufgrund der kuriosen Ausgangslage durch den Erfolg nicht nach vorne gearbeitet – ihre Aussichten auf Platz zwei aber deutlich verbessert. Einerseits haben sich die GEQUOS den direkten Vergleich gegen Limburg gesichert. Andererseits sind sie als Vierter jetzt Teil der punktgleichen Verfolgergruppe um Koblenz, Speyer und Limburg. Den nächsten Schritt in Richtung Platz zwei können die Karlsruher in einer Woche erneut zuhause machen. Am Samstag um 19.30 Uhr empfangen sie den 1. FC Kaiserslautern.

Punkte GEQUOS: Drezga 31 / 5 Dreier, Cardoso 19 / 5 Dreier, 20 As, Prasovic 14, Rüeck 13, Rothenberg 8, Krastev 6, Kaufhold 5, Vrsaljko 4 / 12 Reb