KSC zwischen Hoffnung und Realitätssinn

Karlsruhe (mia). Hoffnung und Realitätssinn treffen aktuell beim abstiegsgefährdeten Karlsruher SC heftig aufeinander. Denn auch wenn keiner beim aktuellen Tabellenschlusslicht der Zweiten Liga KSC die Hoffnung auf ein Wunder und den Klassenverbleib aufgebe, „bin ich realistisch genug und kann die Tabelle lesen“, erklärt KSC-Sportdirektor Oliver Kreuzer, der sich auch mit der Planung für die wahrscheinliche Drittligasaison des KSC befasst.

„Acht Punkte, plus das Torverhältnis sind neun. Das aufzuholen, bei noch 18 zu vergebenden Punkten ist eigentlich ein sehr, sehr schweres Unterfangen“, erklärt der KSC-Sportdirektor.

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„Aber trotzdem ist es unsere Aufgabe, immer noch daran zu glauben und das den Spielern zu vermitteln. Solange es rein rechnerisch möglich ist, müssen wir uns an jeden kleinen Strohhalm klammern.“

Der KSC hatte im Derby mit einer „sehr guten Leistung und einem etwas schlechteren Tag der Stuttgarter“ mindestens einen Punkt mitnehmen wollen. Das war nicht gelungen.  „Sind wir ehrlich, natürlich haben wir auf eine kleine Überraschung gehofft in Stuttgart.“

Kreuzer habe eine KSC-Mannschaft gesehen, die „alles gegeben hatte“. „Es läuft keiner herum und gibt nur 90 Prozent. Ich finde auch, dass die taktische Marschroute weitestgehend aufgegangen ist.  Wir wollten Stuttgart zu vielen Rückpässen zwingen, das ist uns auch gelungen“, analysiert Kreuzer die 2:0-Niederlage gegen den VfB.

Kapitale Fehler

Aber, das was dem KSC gegen Stuttgart wie auch die Spieltage davor das Genick gebrochen habe seien, die „kapitalen Fehler“.  „Wir bringen uns im Prinzip durch einen komplett unnötigen Fehler in Rückstand. Das hat aber nichts mit Einsatz, Taktik, Spielsystem zu tun“, sagt der KSC-Sportdirektor.

„Natürlich war Stuttgart die bessere Mannschaft vom Ballbesitz her, aber die haben auch 25 Millionen Budget.“

Auch das 2:0 war auch wieder ein Eigenfehler. „Das ist bezeichnend, deshalb stehen wir auch da wo wir stehen. Natürlich hat Stuttgart in der zweiten Halbzeit die ein oder andere Chance. Aber letzte Woche hat Stuttgart Dresden an die Wand gespielt in der zweiten Halbzeit. Das war bei uns nicht so. Man muss die Kirche im Dorf lassen.“

Hoffen auf die anderen Vereine

Nun müsse man gegen Heidenheim zu Hause (Sonntag, 13.30 Uhr) drei Punkte holen.  „Wir müssen Heidenheim schlagen.“ Wenn dann die anderen unten drin mitspielen, hofft Kreuzer und „es einigermaßen glücklich läuft“, könne der KSC sich auf fünf Punkte heran spielen.

„Wir müssen auch auf die anderen hoffen und du musst deine Hausaufgaben machen und die Konkurrenz muss mitspielen. Wir müssen uns brutal auf das Heidenheim-Spiel fokussieren.“