KSC-Coach im Interview Teil I: Zeichen setzen und Strahlkraft der Mannschaft

Karlsruhe (mia). Drei Spiele ist Marc-Patrick Meister bereits Cheftrainer des Karlsruher SC. Seine Bilanz mit den Zweitliga-Profis des KSC: Keine Tore, keine Punkte, aber sieben Gegentore. In dem vom KSC autorisierten Wortlautinterview spricht der KSC-Trainer, der zuvor mit der U 17 der Badener erfolgsverwöhnt war, über die aktuelle Situation.

Herr Meister, fühlen Sie sich nach Sandhausen im Stich gelassen von ihrer Mannschaft?

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Meister: „Nein. Die Mannschaft ist das Spiel angegangen, wie wir es besprochen und erwartet haben, sowohl technisch, taktisch als auch mit viel Schwung die ersten 17 Minuten. Dann passiert etwas, womit du nicht rechnest, wo ich auch dem Dirk keinen Vorwurf mache. Danach haben wir in vielen Bereichen nachgelassen, vor allem in dem Bereich ‚zu wollen und alles zu geben‘. Wir hatten aber auch sehr viele Fußballer auf dem Platz, die andere Qualitäten haben und die Sandhäuser Mannschaft hat uns gezeigt, wie man auftreten kann, so dass man seine eigene Mannschaft nicht im Stich lässt. Aber ich selbst als Trainer fühlte mich nicht im Stich gelassen.“

Ein Fehler in der 17. Minute. Warum brach die Mannschaft dann ein?

Meister: „Beim zweiten Tor hat unser Torwart den Ball am Fuß und die Defensive fächert auf, kommt zum Ball. Er schlägt den Ball dem Sandhäuser Spieler Knipping hin und wir fressen voll aufgefächert den Tempogegenstoß übers Zentrum. Da geht es um eine Entscheidung, die wir nicht gut treffen. Wir haben viel vor dem Spiel über Zeichensetzen gesprochen. Das bedeutet, an welchen Stellen im Spiel kann man ein Zeichen setzen, das kann auch sein, ein taktisches Foul zu ziehen, den Gegner festzuhalten. Diese Option haben wir beim dritten Gegentor zwei Mal. Und beim vierten Tor sind wir zu spät da.“

Wie haben Sie das Spiel verarbeitet? Wie war die Analyse?

Meister: „Ich habe keine Analyse gemacht nach dem Spiel. Ich habe mich mit meinen Trainerkollegen eine halbe Stunde ins Trainerbüro gesetzt und habe Eindrücke gesammelt. Als wir dann auf dem Heimweg waren, war mir ziemlich klar, dass die Phase, in der wir jetzt sind, mit die wichtigste für eine Saison: die Kaderplanung!“ (lesen Sie auch den Artikel „Kaderplanung ist die wichtigste Phase der Saison“)

Fühlen sie sich als Trainer beschädigt?

Meister: „Nein. Ich habe hier eine klare Aufgabe, einen klaren Auftrag. Mir ist klar, was ich hier ändern muss, was sich hier ändern wird. Ich fühle mich eher bestärkt, weil ich die nächsten sechs, acht Wochen die Wichtigkeit sehe und total Lust darauf habe, mich im August hier über geschossene Tore und eine andere Strahlkraft der Mannschaft zu unterhalten.“

Teil zwei des Interviews lesen Sie heute Nachmittag.