TVK-Trainer Job sieht glücklichen Punktgewinn

Karlsruhe-Knielingen (ps). Auch nach dem achten Spieltag der Badenliga bleibt der TV Knielingen an der Tabellenspitze. Gegen den TSV Birkenau gab es beim 28:27 in der Reinhold-Crocoll-Halle keine Gala, sondern viel Handball-Arbeit zu sehen.

Bis zum 8:8-Zwischenstand (16. Spielminute) konnte sich keine Mannschaft nachhaltige Vorteile herausarbeiten. Die Knielinger nutzten dann ihre Chancen zunächst besser als der Gegner. Ein Dreitorvorsprung war die Folge (11:8). Irgendwie wollte aber eine frühe Entscheidung einfach nicht fallen. Birkenau, kämpferisch eingestellt, verkürzte erneut auf einen Treffer (11:10). Danach zog Knielingen wieder weg (14:10). Aber auch das war kein Vorsprung, den Birkenau nicht verkürzen konnte. Bis zur Pause lag der Tabellenführer immerhin noch mit zwei Toren vorn (16:14). Bei besserer Chancenauswertung hätte diese Führung aber noch deutlicher Ausfallen können, zumal die Gelb-Schwarzen ein ansehnliches Angriffsspiel aufzogen.

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Die Anfangsphase der zweiten Spielhälfte gehörte den Knielingern, die auf 20:15 vor legten (37.). Die Gäste, die ersatzgeschwächt mit nur elf Spielern angetreten waren, zeigten nun einen großen Kampf und verkleinerten den Knielinger Vorsprung kontinuierlich. Nun rächte sich bei den Fächerstädtern, dass man nicht schon viel früher deutlicher wegziehen konnte. Nach 49 Spielminuten kassierte man den 24:24-Ausgleichstreffer. Das Spiel schien der Job-Sieben zu entgleiten. Das Spiel war an Spannung kaum noch zu toppen, als Knielingen jeweils ein Tor vorlegte und die Birkenauer postwendend wieder ausglichen. TVK-Coach Tobias Job setzte in den letzten Minuten der Begegnung mit dem Einsatz eines siebten Feldspielers eine taktische Variante ein, die er zu Saisonbeginn bereits erfolgreich versucht hatte. Zudem entsandte er ebenso erfolgreich Frederik Spoden in die Abwehr, der zuvor keine Einsatzzeit erhalten hatte. Zweieinhalb Minuten waren noch zu Spielen als Daniel Schunk zum 28:27 traf. Nun setzte Gästetrainer ebenfalls auf den siebten Feldspieler, um wenigstens noch einen Punkt zu retten.

Die Knielinger retteten den knappen Vorsprung aber über die Zeit und bleiben damit weiter zuhause ohne jeglichen Punktverlust und damit Tabellenführer der Badenliga. Mit gemischten Gefühlen dürfte TVK-Trainer Job das Spiel bewertet haben: „Zum einen freue ich mich natürlich über den glücklichen Punktgewinn. Ich bin aber nicht zufrieden mit dem was meine Mannschaft gezeigt hat. Wir haben den Sack nicht zu gemacht und zeitweise schlecht agiert.“

TV Knielingen: Florin Panazan (Tor), Sascha Helfenbein (Tor), Gerrit Kirsch, Lennart Kann, Benny Borrmann (1), Jonas Metz (4), Hannes Abt (4), Jochen Werling (3), Felix Kiefer, Daniel Schunk (6/1), Felix Kracht (9/1), Frederik Spoden, Fabian Meinzer (1).

Die Knielinger stehen nun vor drei schweren Aufgaben. Nacheinander spielt man in Hockenheim (kommender Samstag, 19:30 Uhr, Jahn-Halle Hockenheim), gegen Bretten (23. November, 17:30 Uhr, Reinhold-Crocoll-Halle) und in Oftersheim/Schwetzingen (30. November, 18 Uhr, Karl-Frei-Halle Oftersheim). Danach wird man im Karlsruher Westen sehen, wo man in der Liga wirklich steht. Immerhin haben die Knielinger für diese drei Topspiele eine sehr gute Ausgangsposition und werden die Aufgaben selbstbewusst angehen.