GEQUOS bezwingen den Tabellendritten

Aaron Schmitz
Credit: KIT SC GEQUOS/Denny Möller

Karlsruhe (ps). Die KIT SC GEQUOS haben im Kampf um den Klassenerhalt in der ProB ein wichtiges Lebenszeichen gesendet. Die Karlsruher bezwangen den Tabellendritten Iserlohn Kangaroos dank einer starken Teamleistung mit 71:63 (31:31). Schlüssel zum Sieg in einem lange hart umkämpften Duell waren die Stabilität, der Zug zum Korb und das gewonnene Reboundduell. Trotz Rückstand in der Anfangsphase blieben die Karlsruher ruhig und verteidigten über 40 Minuten intensiv. Im Schlussviertel drehten sie die Partie und brachten den zweiten Heimsieg nach Hause.

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Das Spiel begann für die Karlsruher so gar nicht nach Plan: Nach 40 Sekunden lagen sie bereits 0:5 hinten. Ein Dreier von Luka Drezga war direkt im Gegenangriff dann aber der Startschuss für die Karlsruher Offensive. Mit einem Sprungwurf sorgte er wenig später für die erste Führung (9:7). Das Abtasten beider Teams dauerte gut sechs Minuten (13:13), dann legte zuerst Iserlohn in der Verteidigung eine Schippe drauf. Die GEQUOS machten Fehler, die die Gäste prompt mit einem 5:0-Lauf bestraften – sofort unterbrochen durch eine Auszeit von GEQUOS-Headcoach Jaivon Harris. Vor allem den elf Punkten von Drezga hatten es die Karlsruher zu verdanken, dass sie nach dem ersten Viertel beim Stand von 17:23 trotzdem noch in Schlagdistanz waren.

Das zweite Viertel dann völlig anders: Beide Teams investierten viel mehr in die Defensivarbeit. Einfache Punkte gab es keine mehr. Centerhoffnung Eyke Prahst leistete bei seinem Heimdebüt nach langer Verletzungspause in dieser Phase wichtige Arbeit am Brett. Er erkämpfte sich Rebounds und zog Fouls. Durch drei Freiwürfe verkürzte er den Rückstand auf 20:23. Iserlohn brauchte gut zweieinhalb Minuten, um durch Routinier Nikita Khartchenkov wieder Punkte aufs Board zu bekommen. Ein Dreier von Aaron Schmitz – nach Offensivrebound Prahst – brachte die GEQUOS Mitte des Viertels auf 25:26 heran. Zwar bauten die Gäste ihre Führung nochmal auf 31:26 aus – die GEQUOS blieben aber dran. Sie ließen im zweiten Viertel ganze zwei Feldkörbe und insgesamt acht Punkte zu.  Ein Dreier von Benjamin Kaufhold und ein Korbleger von Jeremy Black brachten noch vor der Halbzeitpause den 31:31-Ausgleich.

 

Iserlohn startete auch im dritten Abschnitt besser – durch einen Dreier von Topscorer Donte Nicholas und eine 24-Sekunden-Überschreitung der GEQUOS. Danach setzten die Karlsruher den Gameplan von Harris aber perfekt um: Sie verteidigten intensiv und suchten im Angriff den Weg zum Brett. Durch Korbleger von Florian Rothenberg und Schmitz übernahmen sie zum ersten Mal seit Minute vier wieder die Führung (35:34). Mitte des Viertels legten auch die Gäste in Sachen Intensität nochmal einen drauf. Ein 10:0-Run brachte die 44:37-Führung. Die Antwort der GEQUOS brauchte ein wenig. Chaed Wellian unterbrach den Lauf zwar per Sprungwurf, die Aufholjagd begann allerdings erst 90 Sekunden vor Viertelende: Drei Zähler von Prahst und ein Korbleger von Drezga, während Iserlohn ohne Punkte blieb. Mit 47:49 aus Karlsruher Sicht ging es in die letzte Viertelpause.

Zu Beginn des vierten Viertels gab Aufbauspieler Aaron Schmitz die Richtung vor. Mit einem Dreier brachte er sein Team direkt wieder in Front, Drezga legte aus der Distanz nach (53:49). Iserlohn fand in dieser Phase kein Rezept gegen die Verteidigung der GEQUOS, die als Team vor allem den Weg zum Korb sehr gut dicht machten. Per Korbleger baute Schmitz den Vorsprung auf 55:49 aus. Wenig später zeigte sich, wie wenige Zentimeter beim Basketball manchmal Spiele entscheiden: Drezgas Dreierversuch tanzte auf dem Ring, wollte aber nicht zur Neun-Punkte-Führung fallen. Auf der Gegenseite glich Aufbauspieler Sören Fritze für die Kangaroos mit zwei Dreiern binnen 35 Sekunden aus (55:55). Harris reagierte sofort und nahm eine Auszeit.

Besonders wichtig für die Karlsruher in dieser Phase: Die gute Arbeit der Big Men am Brett, die Rebounds sicherten und Räume für die Guards schafften. Folgerichtig führte ein Offensivrebound von Rothenberg zum Dreier von Drezga – die GEQUOS lagen wieder mit 58:55 in Front. Die knappe Führung verteidigten die Karlsruher bis in die Schlussphase. Nun übernahm Schmitz das Kommando und baute den Vorsprung mit einem Dreier und einem Korbleger auf 67:61 aus. Iserlohn konnte zwar durch Fritze noch einmal verkürzen, war in den letzten Sekunden allerdings gezwungen, die GEQUOS zu foulen. Kaufhold brachte das Spiel schließlich mit vier Freiwürfen zum 71:63 nach Hause.

„Was heute den Unterschied gemacht hat? Wir sind wieder als Team aufgetreten, haben aber auch individuell einen Schritt nach vorne gemacht. Alle haben ihren Beitrag geleistet. Wir haben das Rebound-Duell gewonnen, hatten weniger Ballverluste und sind aggressiv zum Korb gezogen. So müssen wir auftreten, so können wir Spiele gewinnen“, sagt Harris.

Durch den Erfolg haben die GEQUOS mindestens für einen Tag die rote Laterne abgegeben. Am kommenden Wochenende steht aber schon das nächste Schlüsselspiel an. Mit dem Kellerduell beim FC Bayern Basketball II geht das Jahr 2017 zu Ende – ein Sieg vor der Weihnachtspause würde die Ausgangsposition deutlich verbessern. Im neuen Jahr geht es am Dreikönigstag mit einem Heimspiel gegen Leverkusen weiter.

Punkte GEQUOS: Drezga 22, Schmitz 18, Prahst 8 / 9 Reb, Kaufhold 7 / 6 As, Black 6 / 7 Reb, Wellian 4, Rothenberg 4 / 7 Reb, Maisel 2 / 4 As