GEQUOS erleiden Dämpfer im Abstiegskampf

KIT SC GEQUOS
Quelle: KIT SC GEQUOS/Denny Möller

Karlsruhe (ps). Die KIT SC GEQUOS haben auch das zweite wichtige Heimspiel im Jahr 2018 deutlich verloren. Die Karlsruher hielten ihre Hoffnungen gegen den Tabellennachbarn TG s.Oliver Würzburg drei Viertel lang am Leben. Im letzten Abschnitt hatten aber nur die Gäste noch etwas zuzulegen. Die GEQUOS fanden weder offensiv noch defensiv ein Rezept. Würzburg sorgte mit einem 18:0-Lauf in den letzten zehn Minuten für klare Verhältnisse. Trotz weniger Ballverluste und ordentlicher Reboundstatistik waren die Karlsruher so am Ende mit 66:92 (43:50) chancenlos.

Im ersten Viertel war die Basketball-Welt der GEQUOS noch völlig in Ordnung: Die Karlsruher waren präsent und zielstrebig, suchten immer wieder den Erfolg am Brett und wurden belohnt: Vier Treffer bei fünf Versuchen brachten die 8:5-Führung (4.). Die Gastgeber verteidigten den knappen Vorsprung durch eine gute Mischung in der Offensive bis 90 Sekunden vor Ende des ersten Abschnitts. Würzburg kam in der Anfangsphase einzig durch die individuelle Stärke von Guard Miles Jackson-Cartwright und Center Leon Kratzer zu Punkten. Für die Wende sorgte dann aber ein anderer: John Saigges Durch seinen Dreier übernahm die TG die Führung (19:18, 8.). Das Viertel ging mit 21:20 für die Gäste zu Ende.

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Die größte Schwäche der TG entwickelte sich im zweiten Abschnitt zur größten Stärke. Im bisherigen Saisonverlauf hatte Würzburg die schlechteste Dreierquote der Liga – davon war am Sonntagabend allerdings nichts zu spüren. Einen Dreier von Nils Maisel zur GEQUOS-Führung konterte Karlis Apsitis prompt aus der Distanz. Die Karlsruher hielten gut dagegen, sammelten Punkte am Brett, trotzdem bauten die treffsicheren Gäste ihren Vorsprung in kleinen Schritten weiter aus. Vor allem Jackson-Cartwright war in dieser Phase nicht zu stoppen – elf Zähler und einen Assist steuerte er zum 14:6-Lauf bei, der den Gästen die 42:34-Führung brachte. Die GEQUOS suchten am Brett nach Antworten – und sie fanden sie vorerst. Durch fünf Freiwürfe und einen Korbleger kamen sie auf 41:42 heran. Der Konter der Gäste: Apsitis und Jackson-Cartwright machten mit zwei Dreiern die kurze Aufholjagd prompt zunichte. Schrecksekunde dann zwei Sekunden vor der Pause: TG-Center Kratzer verletzte sich bei einer Verteidigungsaktion gegen Davorin Kuntic am Fuß und musste vom Feld getragen werden. Mit 43:50 ging es kurz darauf in die Kabine.

 

Der Beginn der zweiten Halbzeit gehörte den Karlsruhern – Würzburg steckte der Schock über die Verletzung des Mitspielers noch in den Gliedern. Doch gerade als die GEQUOS den Rückstand auf drei Zähler verkürzt hatten, leisteten sie sich einen ihrer wenigen Ballverluste. Philipp Hadenfeldt bedankte sich mit zwei Zählern im Fastbreak. Würzburg in der Folge weiter aus der Distanz sehr treffsicher. Dreier von Dejan Kovacevic (2x) und Hadenfeldt brachten den zweistelligen Vorsprung (61:51, 14.). Die GEQUOS ließen sich aber nicht beirren, blieben bei ihrem Rezept und suchten den Erfolg am Brett. Eyke Prahst und Black brachten ihr Team auf 55:61 heran. Bis zum Viertelende legte die TG wieder ein wenig nach – nach 30 Minuten stand es 59:68.

Im Schlussviertel erzielten die GEQUOS durch Prahst die ersten Punkte – dann riss der Faden wie aus dem Nichts. Für die Karlsruher war der Korb der Gäste vernagelt, während Würzburg fast nach Belieben punktete. Die GEQUOS verfehlten zwischen der 32. und 38. Minute ganze zwölf Wurfversuche – davon zehn in Korbnähe. Auf der anderen Seite gelang es den Karlsruhern nicht, ihren Gegner zu stoppen. Würzburg traf im selben Zeitraum acht von zwölf Würfen und verwandelte zwei Freiwürfe. Das Ergebnis: Ein 18:0-Lauf der Gäste, der für die Entscheidung sorgte. In der Schlussphase tauschten beide Teams noch ein paar Zähler aus – auf das Ergebnis hatte das allerdings nur noch kosmetischen Einfluss. Für die GEQUOS ging das wichtige Kellerduell mit einer deutlichen 66:92-Niederlage zu Ende.

Trotz des deutlichen Ergebnisses: Die GEQUOS und die TG waren in vielen Punkten auf Augenhöhe – die Karlsruher hatten weniger Ballverluste und verloren das Reboundduell knapp (30:32). Entscheidend am Ende: Würzburg traf fast 60 Prozent seiner Würfe, davon 15 von 29 Dreiern – die GEQUOS kommen auf nicht einmal 40 Prozent Trefferquote. Wollen die Karlsruher noch eine Chance auf den Klassenerhalt in der ProB haben, müssen sie sich schnell etwas einfallen lassen – nach dem zweiten Heimspiel mit über 90 Punkten für den Gegner vor allem in der Defensive. Sechs Spiele haben sie in der regulären Saison noch Zeit, um Punkte zu sammeln. Die nächste Gelegenheit gibt es am Sonntag gegen den BBL-Nachwuchs FRAPORT SKYLINERS Juniors.

Punkte GEQUOS: Kuntic 14, Prahst 13 / 8 Reb, Black 11 / 7 Reb, Schmitz 8 / 6 As, Davis 6, Rothenberg 6, Drezga 5, Maisel 3