Auch zuhause keine Punkte – PSK weiterhin sieglos

Karlsruhe (psk). 0:6-Punkte – das ist die ernüchternde Bilanz des PSK nach den ersten drei Spieltagen der noch jungen Saison. Zu ungewohntem Datum unter der Woche (am Tag der deutschen Einheit) musste man sich in einer hitzigen Partie dem Studententeam des KIT SC mit 31:33 (17:20) geschlagen geben. Hauptverantwortlich dafür war eine schwache erste Halbzeit, in der das Team über weite Strecken nicht überzeugen konnte. (PSK – KIT SC 2010, 31 : 33 (17 : 20))

Dabei war eigentlich alles angerichtet, um die ersten Zähler einzufahren: Die Eichelgartenhalle füllte sich am frühen Abend mit vielen Zuschauern und die Mannschaft konnte mit deren lautstarker Unterstützung die ersten Minuten vollkommen ausgeglichen gestalten (1:1, 2:2, 3:4). Durch Zeitstrafen und unüberlegte Abschlüsse im Angriff kam es dann aber zum Bruch im Spiel des PSK. Die Gäste konnten ihre Führung bis zum 4:10 auf sechs Tore ausbauen – dringender Redebedarf bei Trainer Grimm, der sogleich die grüne Karte legte. Von seinen Spielern forderte er mehr Tempo von hinten heraus sowie mehr Aufmerksamkeit in der Defensive.  Eine der beiden Vorgaben, nämlich das Tempospiel, konnten die PSK-Spieler umsetzen, wodurch man in der Folge leichter zu aussichtsreichen Torchancen kam. Doch in der Abwehr passierten weiterhin zu viele Fehler – 20 Gegentore im ersten Spielabschnitt sprechen eine deutliche Sprache.

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Die gute Nachricht war, dass noch längst nichts verloren war. Kämpferisch schienen die Gelb-Blauen inzwischen auf dem Parkett angekommen zu sein und drei Tore sind im Handball nicht die Welt. Dennoch sollte der Plan, den Rückstand sukzessive zu verkürzen, leider nicht aufgehen. Zwar spielte der PSK weiterhin mit viel Kampf und Leidenschaft, doch man brachte sich dadurch auch immer wieder in Unterzahlsituationen, in denen die Gäste zur Stelle waren. Mehrmals konnte im zweiten Durchgang zwar der Anschlusstreffer erzielt werden – zuletzt beim 31:32 22 Sekunden vor Spielende – doch für den richtungsweisenden und symbolträchtigen Ausgleich fehlten ein ums andere Mal Konzentration und auch ein wenige Spielglück in der Abwehr. Erneut musste man also im letzten Angriff auf einen Ballverlust des Gegners und ein Happy-End hoffen, erneut behielt dieser aber wie schon in den Spielen zuvor die Nerven und machte mit dem 32. Treffer den Sack zu.

So groß die Enttäuschung beim Blick auf die Statistik auch sein mag – dem Team helfen nackte Zahlen in der derzeitigen Situation freilich nicht. Bis zum nächsten Spiel am Sonntag, 14.10. um 16 Uhr bei der TS Mühlburg hilft es einzig, den Kopf wieder frei zu bekommen, auf den durchaus vorhandenen guten Dingen aufzubauen und an den offenbarten Schwächen in jeder Trainingsarbeit hart zu arbeiten.

Es spielten: Stoll, Freund (beide Tor), Bretzinger (10/3), Riekert (5), Herr (4), Kungl (3), Kriewitz (3), Armbrust (2), Cihlar (2), Schimanski (1), Bauer (1) und Ried.