Auswärtssieg in Neuenbürg lässt TVK wieder nach oben blicken

TVK-Trainer Jochen Werling (Fotos: Andreas Arndt)

Karlsruhe-Knielingen (tvk). Die Spieler des TVK ließen nach dem überraschenden Erfolg beim Tabellenführer HC Neuenbürg (25:22) den Emotionen freien Lauf und feierten das Erfolgserlebnis ausgiebig. Dennoch ist man sich beim aktuellen Tabellenfünften der Badenliga der Tatsache bewusst, dass die Knielinger Badenliga-Handballer in der laufenden Saison eine Wundertüte auf die Platte bringen.

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Eigentlich kann die Mannschaft von Spielertrainer Jochen Werling jeden Gegner schlagen. Ebenso können die Knielinger aber auch gegen jede Mannschaft der Liga verlieren. Insbesondere seit der Weihnachtspause sind die Gelb-Schwarzen regelrecht auf einer Berg- und Talfahrt. Topleistungen folgen ganz schwachen Spielen und umgekehrt. „Es ist uns nicht gelungen, über einen längeren Zeitraum konstant gute Leistungen abzuliefern. In der Badenliga hast du es sehr schwer irgendwas zu holen, wenn du nicht immer mit einer entsprechenden Einstellung ins Spiel gehst. In jedem Spiel ist der unbedingte Willen, das Spiel gewinnen zu wollen, absolut notwendig. Das gilt auch schon im Training. Auch da muss jeder Gas geben. Man merkt es unserem Spiel eigentlich immer an, wenn aus beruflichen Gründen, durch Krankheit oder Urlaub nicht alle im Training waren. In dieser Spielklasse gibt es keine Selbstläufer und das muss jedem klar sein. Wir müssen uns den Erfolg jedes Mal hart erarbeiten. Wenn wir das für die restlichen fünf Spiele alle verinnerlichen, dann bin ich sehr zuversichtlich. “, erklärt Jochen Werling.

Mitte Januar verloren die Knielinger recht unglücklich, aber mit einer ordentlichen Leistung, beim starken Aufsteiger in Plankstadt (32:34). Wenig berauschend war dann allerdings die Leistung gegen Abstiegskandidat Hardheim in eigener Halle. Trotz klarer Führung gab man am Ende beim 24:24 noch einen Punkt ab. Noch schlechter präsentierte sich die Mannschaft bei der Reserve der SG Pforzheim/Eutingen (21:22). „In Pforzheim hatten wir unseren Tiefpunkt.“, sagt Jochen Werling kritisch und fügt hinzu: „Da hat die Einstellung nicht gestimmt. Das müssen wir normalerweise deutlich gewinnen.“ Danach gewannen die Knielinger allerdings wieder mit einer überzeugenden Leistung das Lokalderby in Stutensee (27:23). „Da konnte man sehen, was möglich ist, wenn bei allen die Einstellung passt und jeder sich voll einbringt.“ Genau eine Woche später war davon aber erneut wenig zu sehen. Gegen Oftersheim/Schwetzingen 2 holte die Werling-Sieben zuhause nur recht glücklich einen Punkt (28:28) und präsentierte sich auf überschaubarem Niveau. „Das Spiel in Birkenau hätten wir auch nicht verlieren müssen. Da haben wir richtig schwach gespielt.“, erklärt Jochen Werling unmissverständlich die 26:30-Niederlage.

In den letzten beiden Auswärtsspielen haben die Knielinger den Schalter umgelegt und für zwei Erfolgserlebnisse in Serie gesorgt. Die gut in die Rückrunde gestartete TSG Wiesloch war gegen stark aufspielende Knielinger völlig überfordert. Am Ende gewann der TVK mit 31:22. Eine weitere Steigerung gab es dann am letzten Wochenende in Neuenbürg. Dort zeigten die Männer aus dem Karlsruher Westen in der ersten Spielhälfte eine überragende Defensivleistung. Der Tabellenführer und Meisterschaftsaspirant, trainiert vom früheren TVK-Trainer Erkan Öz, traf vor der Pause nur sechsmal ins Tor der Fächerstädter. Die starke Defensivarbeit der Knielinger, insbesondere vor der Pause, war die Grundlage für den Erfolg.

Nun haben die Knielinger alle Möglichkeiten wieder nach oben in der Tabelle zu schauen. Mit der Meisterschaft hat man allerdings nichts zu tun, aber Patz vier ist durchaus noch drin. „Den Erfolg in Neuenbürg können wir uns durch einen Sieg gegen Plankstadt am nächsten Sonntag vergolden. Da dürfen wir jetzt nicht mal 10 Prozent nachlassen und müssen mit der gleichen Einstellung nachlegen.“, forder der Knielinger Trainer von seiner Mannschaft.

Auf dem Programm der Gelb-Schwarzen stehen noch Heimspiele gegen Plankstadt, Viernheim und Heidelsheim/Helmsheim. Auswärts muss man noch nach Friedrichsfeld und St. Leon/Reilingen. Dabei setzt man im Knielinger Lager auf das Ende der Berg- und Talfahrt durch mehr Leistungskonstanz. „Ich hoffe, dass wir einen guten Rundenabschluss hinkriegen, indem wir aus den fünf ausstehenden Spielen mindestens sechs Punkte holen. Besonders die drei Heimspiele sollten wir gewinnen. Dann können wir mit der Saison insgesamt sehr zufrieden sein.“, meint Jochen Werling abschießend.