Sarah Brüßler erneut in A-Nationalmannschaft

Quelle: GES/Rheinbrüder Karlsruhe

Karlsruhe (MAT). Das 2. nationale Qualifikationswochenende für die Kanu-Rennsportler ging für die Rheinbrüder erfolgreich zu Ende. Nach der heutigen Trainerratssitzung des Deutschen Kanu-Verband (DKV) konnte Detlef Hofmann, Cheftrainer der Rheinbrüder und Nachwuchs-DKV Chefbundestrainer, die vorläufige Nominierungen für die erweiterten WM und EM Mannschaften von Sarah Brüßler, Sophie Koch, Xenia Jost, Katinka Hofmann, Greta Köszeghy, Carola Schmidt, Jan & Tim Bechtold, Jochen Wiehn und Gesine Ragwitz verkünden.

[adrotate banner=“47″]

Booking.com

[adrotate banner=“49″]

Allen voran präsentierte sich Sarah Brüßler top vorbereitet bei der abschließenden Qualifikation in Duisburg. Mit ihren beiden fünften Plätzen, sowohl über die 500 Meter als auch über die für sie eher ungeliebtere 200 Meter, legte die Sportsoldatin den Grundstein des Erfolgs. „Ich bin zufrieden mit den Rennen bei der zweiten Qualifikation. Ich habe immer das Gefühl gehabt, dass ich bei den Rennen richtig gut los kam aber hinten raus hätte ich es gerne noch etwas länger halten wollen. Aber das gibt mir die Sicherheit, dass ich noch besser werden kann, wenn ich noch mehr Arbeit rein stecke.“, so Brüßler nach den Einer-Entscheidungen.
Ein „Traumrennen“ gelang Sarah dann im abschließenden Zweierkajak-Ausscheid über die olympische 500 Meterdistanz, zusammen mit ihrer Nationalmannschaftskameradin Jule Hake (Lünen). Mit einem Start – Ziel Sieg ließen sie den Booten Hergert/Fritz (beide Magdeburg), Krankemann (Magdeburg)/Medert (Potsdam) und Arft (Essen)/Waßmuth (Potsdam) keine Chance und siegten ungefährdet.
Das neuformierte Boot wird somit beim Word Cup in Posen/Polen (23.-26.Mai) an den Start gehen und dort erneut gegen Julia Hegert und Jasmin Fritz antreten. Gewinnen sie das Deutsche-Duell und platzieren sich unter den ersten drei Booten des internationalen Feldes, wäre damit die Fahrkarte für die Weltmeisterschaften vom 21.-25. August in Szeged/Ungarn gelöst. Im Hinblick auf den Zweierkajak gibt sich Brüßler optimistisch: „Dafür, dass Jule und ich den Zweier eigentlich noch nicht trainieren konnten, bin ich sehr zufrieden und glücklich mit Jule fahren zu dürfen. Das läuft schon richtig gut.“ Die Freude über die Nominierung lag auch bei ihrem Heimtrainer Ralf Straub, der in diesem Jahr vom DKV in die Verantwortlichkeit, gemeinsam mit Damen-Bundestrainer Kay Vesely, für das K2-Projekt der Damen berufen wurde. „Das Projekt ist eine ganz neue Erfahrung für mich, dass sich jetzt Sarah und Jule durchgesetzt haben, hatte ich für möglich gehalten, allerdings hinterließen auch die anderen Zweier, einen guten Eindruck.“, so Straub nach dem Rennen.
Sechs vorläufige Nominierungen für U23-Nationalteam Ins vorläufige U23-Team wurden von den Rheinbrüdern Sophie Koch, Katinka Hofmann, Xenia Jost, Greta Köszeghy, Carola Schmidt und Jan Bechtold berufen. Das Sextett aus dem Rheinhafen hält dabei im Moment unterschiedliche Trümpfe in der Hand. Koch, Hofmann, Jost und Bechtold haben bei den Qualifikationswettkämpfen die deutlichsten Leistungsnachweise erbracht, hier scheint der Weg Richtung den Weltmeisterschaften vom 01. bis 04. August in Pietesti/Rumänien recht klar zu sein. „Wobei bei Katinka, Xenia und Jan es immer darauf ankommt, ob während der Saison noch Athleten aus der A-Nationalmannschaft, mit U23-Startberechtigung, zum U23-WM-Team stoßen oder eben nicht.“, erläutert Detlef Hofmann, die knifflige Lage, ob am Ende ein U23-WM- oder EM-Einsatz herausspringt. Es gilt für alle aus dem vorläufigen Team bei der internationalen Nachwuchsregatta in Brandenburg (24.-26. Mai) ihre Klasse unter Beweis zu stellen. Dann wird das Ticket für die U23-Weltmeisterschaften vergeben.
Ihre Chance, vielleicht sogar auf den U23 WM-Zug aufzuspringen, erhalten dort auch Greta Köszeghy und Carola Schmidt. Köszeghy überzeugte beim 200 Metersprint-Wettbewerb auf der Wedau mit einem sechsten Platz und bekommt deshalb die Gelegenheit sich im internationalen Feld zu beweisen. „Gelingt es ihr in Brandenburg die Trainer zu überzeugen, könnte sie vielleicht sogar noch ins U23 WM-Team berufen werden.“, erläutert Hofmann die Situation für die Junioren-Vizeweltmeisterin vom vergangenen Jahr. Ähnlich verhält es sich für Carola Schmidt, wenngleich ihre Ausgangslage eher mit „hopp oder topp“ beschrieben werden könnte. Bandscheiben-Probleme verwehrten ihr einen geregelten Saisonaufbau und auch die Teilnahme an der ersten Qualifikation.
Bei der zweiten Qualifikation sendete sie mit guten B-Finalplatzierungen ein deutliches Signal an die Konkurrenz, dass mit ihr im Laufe der Saison noch zu rechnen sein könnte. Deshalb erhält die U23-Vize-Weltmeisterin 2017 und U23-WM Vierte 2018 in Brandenburg einen Einsatz im Einerkajak über 1.000 Meter. Gelingt ihr hier einen Podiumsplatz und den Sieg im innerdeutschen Ausscheid, steht die Tür für die U23 EM- bzw. U23 WM-Mannschaft offen. Bei den Junioren wurde die vorläufige Nominierung für den Kajakfahrer Jochen Wiehn, den Canadierfahrer Tim Bechtold und die Kajakfahrerin Gesine Ragwitz ausgesprochen. Während Hofmann die Einsätze für Bechtold und Wiehn schon klar in der WM-Mannschaft sieht, dient der Jugendfahrerin Gesine Ragwitz ebenfalls die Brandenburger Regatta als eventuelles Sprungbrett für die Junioren Europameisterschaften vom 11. bis 14. Juli im tschechischen Racice.