Fünf Athleten bei Junioren und U23 Weltmeisterschaften

Tim Bechtold
Quelle: GES/Rheinbrüder

Karlsruhe (MaT). Vom 01. bis 04. August finden im rumänischen Pitesti die Junioren und U23 Weltmeisterschaften statt. Der Deutsche Kanu-Verband wird dort unter der Leitung von Detlef Hofmann (Chefbundestrainer Nachwuchs) mit einem Team von 36 Athleten um die Medaillen kämpfen.

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Von den Rheinbrüdern Karlsruher werden mit Tim Bechtold, Jochen Wiehn, Katinka Hofmann, Xenia Jost und Sophie Koch gleich fünf Karlsruher Kanuten die deutschen Farben vertreten.
Im letzten Jahr schnupperte Tim Bechtold bei den Youth Olympic Games schon einmal ein wenig olympische Luft. Dies motivierte ihn in den Wintermonaten zusätzlich und so erkämpfte sich der Knielinger im Frühjahr das Ticket für die Junioren Weltmeisterschaften. „Dass ich die Qualifikation in meinem ersten Jahr schaffe, hätte ich nicht gedacht. Jetzt freue ich mich riesig auf die WM, denn anders als bei den Youth Olympic Games gibt es nun bei der WM ja auch die Mannschaftsboote!“, kommentierte Tim Bechtold den Unterschied der beiden Kanu-Highlights
seiner noch jungen Karriere. In Pitesti wird er gemeinsam mit David Bauschke (Bochum), Maximilian Zöllner (Wuppertal) und Bruno Scheibner (Leipzig) im Vierer-Canadier über 500 Meter an den Start gehen.

Jochen Wiehn
Quelle: GES/Rheinbrüder

Ebenfalls im Vierer allerdings im Kajak wird das gebürtige Kaiserslauterner Ausnahmetalent, Jochen Wiehn, bei der Junioren-WM starten. Der 18-jährige Allrounder entwickelt sich bei den Rheinbrüdern bestens und so kann man gespannt sein, wie er sich zusammen mit seinen Teamkollegen Tom Maaßen (Duisburg), Moritz Florstedt (Magdeburg) und Jack Gries (Essen) im schnellsten Juniorenrennen schlagen wird. Von der eigenen Bootsqualität überzeugt, gibt Wiehn dann auch unumwunden zu: „Das große Ziel in diesem Jahr ist es, auf der WM eine Medaille zu gewinnen.“ Den Feinschliff holt er sich gerade im Vorbereitungstrainingslager auf der Duisburger Wedau.

Xenia Jost
Quelle: GES/Rheinbrüder

Dort befinden sich auch die U23 Athleten mit dem Karlsruher Damen-Bundestrainer Ralf Straub. Straub kann in diesem Jahr gleich auf zwei Kajak-Damen aus dem Rheinhafen bauen. Xenia Jost und Katinka Hofmann, die im letzten Jahr noch zum U23-B-Team gehörten, schafften in diesem Jahr den Sprung in die WM-Mannschaft.

Katinka Hofmann Quelle: GES/Rheinbrüder

Überglücklich kommentiert Katinka Hofmann diese Entwicklung: „Dadurch habe ich gesehen, dass ich mich kontinuierlich weiter verbessere – das motiviert natürlich und lässt darauf hoffen, dass man den Sprung nach ganz oben auch schaffen kann.“ Gemeinsam mit ihrer Freundin Xenia Jost wird sie im Viererkajak über 500 Meter zusammen mit Julia Hergert (Magdeburg) und Marie Thielemann (Leipzig) ihre Chance auf einen Podiumsplatz suchen.

Jost die vor mehr als vier Jahren aus Serbien zu den Rheinbrüdern kam, und mittlerweile ein BA-Studium bei den Stadtwerken Karlsruhe absolviert, wird zusätzlich noch den Sprinteiner bei der WM fahren. Eine Wertung in die beiden Einsätze wollte sie nicht legen: „Mein Ziel ist es mein Bestes zu geben, egal in welchem Boot, denn für mich ist die Tatsache, dass ich für Deutschland die WM fahren werde, an sich schon unglaublich und toll.“

Sophie Koch
Quelle: GES/Rheinbrüder

Das Jahr etwas anders geplant hatte Sophie Koch. Nachdem sie im letzten Jahr in der A-Nationalmannschaft war, musste sie im Frühjahr in der Vorbereitung krankheitsbedingte Rückschläge in Kauf nehmen und verpasste die erneute Qualifikation für das A-Team. Doch die Fehler-Analyse ist abgeschlossen und die 21-jährigen Canadierfahrerin richtet nun den Blick wieder nach vorne.
In Pitesti wird sie über beide olympischen Distanzen an den Start gehen. Sowohl im Einercanadier über 200 Meter als auch im Zweiercanadier über 500 Meter gemeinsam mit ihrer Leipziger Zweierpartnerin Celina Sandau.

Chefbundestrainer Detlef Hofmann ist kein Fan von Erfolgsprognosen im Vorfeld einer Meisterschaft, gibt sich mit dem Saisonverlauf und der direkten WM-Vorbereitung allerdings zufrieden: „Die Jungs und Mädels haben sehr diszipliniert und hart gearbeitet. Nun wünsche ich mir einfach, dass sie ihr Können in Pitesti auf den Punkt abrufen können und wir vor Ort faire Bedingungen für alle haben!“