Gequos verlieren mit indiskutabler Vorstellung

Basketball Symbolbild
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Karlsruhe (ps). So sauer hat man KIT SC Gequos-Headcoach Uli Himstedt selten erlebt: Überheblich, arrogant und ohne Energie sei der Auftritt seines Teams gegen den ersatzgeschwächten ASC Theresianum Mainz gewesen. Leichtfertig habe die Mannschaft durch die 82:92-Niederlage Platz zwei verspielt: „Das war mit Abstand das schlechteste Spiel der Gequos in meiner Zeit als Trainer“, zeigt sich Himstedt auch mehr als einen Tag danach bitter enttäuscht, so die Presseeldung der Gequos.

Schon zu Beginn der Partie brachten die Gequos nicht die notwendige Intensität aufs Feld. „Wir sind einfach nicht schnell genug zurückgelaufen, obwohl jeder den schnellen Mainzer Spielstil kennt“, so Himstedt. Jerome Gahr und Benedikt Grunenberg bestraften die Nachlässigkeiten konsequent und führten ihr Team zu einer 13:8-Führung Mitte des ersten Abschnitts.

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Auch wenn die Karlsruher in der Offensive Schritt hielten, war die Defensive weit vom gewohnten Einsatz entfernt. Folgerichtig gingen die Gäste mit einer 25:22-Führung in die erste Viertelpause. Im zweiten Viertel brachten Kapitän Benjamin Frisch und Robin Günther frischen Wind von der Bank, für ein paar Minuten entdeckten die Karlsruher ihren Kampfgeist und übernahmen sofort mit 28:25 das Kommando.

Nach einem Dreier von Günther lagen die Gequos zwei Minuten vor der Halbzeitpause sogar mit 35:30 in Front, entscheidend Kapital aus der besseren Defensive konnten sie aber nicht schlagen. In der Schlussphase der ersten Hälfte schlugen die Gäste durch Christian Zander und Fabian Bahlke aus der Distanz zurück und kamen bis auf 42:43 heran. Nach der Pause kamen die Gequos  zunächst mit einer besseren Einstellung zurück. Durch einen Dreier von Alex Rüeck und zwei Punkte von Moritz Nägele bauten sie ihren Vorsprung auf 48:42 aus. „Wir hatten einen Mini-Run, aber dann fehlte die Konsequenz mal mehr als drei Minuten viel Energie zu investieren“, sagt Himstedt.

Die Folge: Durch zwei Dreier des stark aufspielenden Zander übernahmen die Gäste wieder die Führung (53:50). Auch auf einen zweiten kleinen Lauf der Gastgeber (9:0), reagierten die Mainzer genau richtig. Angeführt von den stark aufspielenden Gahr und Bahlke gingen sie mit einem knappen 65:64-Vorsprung ins letzte Viertel. Während Mainz nun immer mehr Selbstvertrauen schöpfte, war den Gequos die Verkrampfung mehr und mehr anzumerken.

Durch Dreier von Gahr und Zander zog Mainz auf 73:68 davon und zwang Himstedt zu einer Auszeit. Die Gequos hielten zwar mit, schafften es aber nicht, die Mainzer Offensive in den Griff zu bekommen. Mit seinem siebten Dreier warf der überragende Zander die Gäste dreieinhalb Minuten vor Schluss mit 83:77 in Front, wenig später legte er zwei Freiwürfe nach. In der Schlussphase brachten die Gäste den Erfolg schließlich sicher von der Freiwurflinie nach Hause.

„Wir haben uns aus Überheblichkeit und Arroganz in diese Situation gebracht. Mainz hat toll gekämpft und ihnen ist wirklich zu diesem Sieg zu gratulieren. Wir haben nie Zugriff bekommen, nie Teamverteidigung gespielt und man hatte den Eindruck, dass manche Spieler dachten, wir gewinnen das Spiel im letzten Viertel in der Offensive. Wir haben viel zu wenig Energie in harte Verteidigung, Rebounds und Kampf investiert. Es ist eine Schande, wie leichtfertig wir den zweiten Platz verspielt haben. Das war mit Abstand das schlechteste Spiel der Gequos in meiner Zeit als Trainer, ein absoluter Tiefpunkt und das wird nicht ohne Folgen bleiben!“, sagt Himstedt.

Durch die Niederlage sind die Gequos zwei Spieltage vor Saisonende auf Platz fünf zurückgefallen. Nach einem spielfreien Wochenende treten die Karlsruher am 5. April bei der SG Heidelberg/Kirchheim an. Zum Abschluss der Runde empfangen die Gequos den USC Heidelberg am 12. April um 20 Uhr in Halle 1 des Sportinstituts am KIT.