Knielingen verliert hitziges Derby – TVK dominiert lange und hadert am Ende mit den Strafen
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Karlsruhe (tvk). Der TV Knielingen startete gut ins Derby bei der SG Heidelsheim/Helmsheim und führte zur Halbzeit hoch verdient mit 16:15. Am Ende gab es dennoch eine Niederlage die mit sechs Toren (28:34) erheblich zu hoch ausfiel. Die Knielinger haderten insbesondere mit der unterschiedlichen Bewertung von Abwehraktionen auf beiden Seiten.
Eigentlich reisten die Knielinger als Außenseiter zum Tabellendritten nach Untergrombach. Dann schlug sich die Mannschaft von TVK-Trainer Markus Elsner mehr als achtbar und erarbeitete sich früh einen Vorsprung. Über die Zwischenstände 0:2, 3:5 und 4:6 waren die Knielinger in den ersten zehn Spielminuten vorn. Auch danach riss der Spielfaden bei den Fächerstädtern nicht. Mit dem 4:7 durch Philipp Reither war man gar drei Tore weg. Beim 5:9 (14. Spielminute) auf der Anzeigetafel rieben sich die Fans der Hausherren mutmaßlich überrascht die Augen, was das Geschehen auf dem Untergrombacher Hallenboden betraf. Die Knielinger präsentierten sich keineswegs als Laufkundschaft.
Wie viel Qualität im Kader der SG Heidelsheim/Helmsheim steckt, dokumentierte sich im weiteren Verlauf des Spiels. Die Bruchsaler verkürzten auf 8:9 (17.). Auch wenn die Knielinger sich wieder fingen, waren sie dann nur noch ein bis zwei Tore vorn. Nach 20 Minuten glichen die Gastgeber erstmalig aus (10:10) und erhöhten auf 11:10. Das beeindruckte die Knielinger aber nicht wirklich und man ging mit einer knappen Führung durchaus verdient in die Pause.
In der zweiten Halbzeit musste sich der TVK einer sehr offensiven Deckung der SG erwehren. Das machten die Knielinger Angreifer bis zur 37. Minute zunächst recht gut. Auf der Anzeigetafel war 19:21 für die Außenseiter zu lesen. Dann wurde die Partie immer hitziger und Zeitstrafen häuften sich. Die Strafen betrafen in der folgenden wichtigen Spielphase in der Mehrzahl die Gäste aus dem Karlsruher Westen. Der Knielinger Anhang beschwerte sich öfter, dass Entscheidungen einseitig zu Lasten ihres Teams gefällt wurden. Die zum Teil völlig unterschiedliche Bewertung von Abwehraktionen, sowie die daraus resultierenden zahlreichen Zeitstrafen gegen den TVK, waren mit die Ursache, dass die Knielinger im weiteren Verlauf in ihrem Spiel etwas den Kopf verloren.
Nach 49 Spielminuten waren die Hausherren 27:24 vorn. Neun Minuten vor dem Spielende war die Begegnung eigentlich durch, als es erneut einen Siebenmeter für die Hausherren mit einer umstrittenen Zeitstrafe für den TVK gab. Die SG traf zum vorentscheidenden 31:25. Bereits vorher war es eine kämpferische Begegnung gewesen, jetzt wurde es erst recht hitzig, zumal die Unparteiischen die Begegnung nicht mehr beruhigen konnten. Mit dem 33:26 für die SG wurde es deutlich, auch weil die Knielinger nun versuchten, oft ohne Erfolg, im Angriff schnell abzuschließen. Die Statistik des Spiels zeigt, dass Knielingen insgesamt 18 Minuten lang in Unterzahl agieren musste.
Den Endstand und wie das 34:28 zustande kam, bewertete TVK-Trainer Markus Elsner so: „Das Ergebnis ist viel zu hoch, denn wir waren heute nicht sechs Tore schlechter. Da nehme ich meine Mannschaft in Schutz. Es waren viele, viele Entscheidungen gegen uns und dann verliert man auch mal den Kopf. Normalerweise äußere ich mich nie zu den Schiedsrichtern. Heute war ich da schon enttäuscht. Die sehr unterschiedliche Bewertung der Abwehrarbeit gegen den gegnerischen Kreisläufer fand ich schon sehr krass, auch wenn ich denke, dass wir häufig sehr gut verteidigt haben. Wir wurden eigentlich immer mit Siebenmeter und zwei Minuten bestraft. Auf der anderen Seite wurde das oft etwas anders bewertet. Das Gleiche beim Thema Abwehr im Raum. Da bin dann einfach enttäuscht, weil mit zweierlei Maß gemessen wurde. Auch wenn wir recht gut in die zweite Spielhälfte hineinkommen, rennen wir dann einem Rückstand hinterher. Natürlich haben wir in der zweiten Halbzeit nicht unsere Leistung gebracht, die wir hätten bringen müssen. Ins Spiel kommen wir aber super gut rein, spielen eine sehr gute erste Halbzeit und sind verdientermaßen in Führung. Ich glaube, dass wir zur Pause mit drei oder vier Toren führen müssen.“
Aufstellung TV Knielingen: Felix Schucker (Tor), Christoph Eichel (Tor), Patrick Reither (4), Philipp Reither (11/6), Philipp Ast (1), Dennis Estedt, Robin Gauger, Robin Hildenbrand (2), Jochen Rabsch (1), Lukas Metzger, Till Eißler (4), Yann Majunke (2), Moritz Grünwedel, Magnus Schroiff (3).