8:2-Torfestival: Valentino Vujinovic fünffacher Torschütze

Durlach (asv). Dass es der ASV Durlach in seinem Heimspiel gegen Neuling TSV Wurmberg-Neubärental derart krachen lassen und mit 8:2 (3:1) den Gegner derart heftig besiegen würde, war allseits nicht erwartet worden, zumal Wurmberg-Neubärental zuletzt durchaus achtbare Ergebnisse erzielt hatte und der ASV selbst in den vergangenen Spielen auch kein Offensivfeuerwerk abgebrannt hatte. Doch der Sieg war hochverdient, so der Bericht des ASV.
Die erste Halbzeit begann mit mehr Ballbesitz für die Gäste, die vor allem über ihre rechte Seite versuchten, Angriffe zu inszenieren. Torchancen erabeiteten sie sich dabei aber nicht. Der ASV kombinierte schneller nach vorn und ging in der 14. Minute durch einen Kopfball von Valentino Vujinovic in Führung. Vorausgegangen war ein herrlicher Diagonalball von Juan Carlos Delgado Machado auf José Tijeras Martínez, der den Durlacher Torjäger metergenau bediente. Danach präsentierte sich Valentino Vujinovic hellwach, ließ in der 34. und 41. Minute aus zentraler Position zwei weitere Tore folgen und machte damit den Hattrick komplett.
Die gute Durlacher Laune verdarb jedoch im Anschluss Schiedsrichter Gabriel Gundl (Hoffenheim) mit zwei seltsamen Aktionen: zuerst nahm er einen bereits gegebenen Elfmeter nach Foul an Ogzuhan Dogancay auf Intervention des Wurmberger Torhüters Erjon Sejdiu zurück, um kurz vor der Pause auf der Gegenseite Handelfmeter gegen den ASV zu pfeifen. Xhevat Shaqiri hatte sich den Ball mit beiden Händen am Fünfmetereck zum Abstoß hingelegt, doch der Unparteiische hatte, gewiss als einziger im Stadion, wahrgenommen, dass der Ball schon vorher von Dominic Bleich ins Spiel gebracht worden sei. Lucca Grau verkürzte vom Punkt zum 1:3 (44.). Fast hätten die unverständlichen Schiedsrichter-Eskapaden Einfluss auf Sieg und Niederlage nehmen können, denn in der 54. Minute stand es plötzlich nur noch 3:2, nachdem der ASV im defensiven Mittelfeld einmal mehr zu leichtsinnig agiert hatte und TSV-Stürmer Ricky Clemens das Anschlusstor ermöglichte.
Doch nur acht Minuten später war die Durlacher Welt wieder komplett in Ordnung – da stand es schon 6:2: Oguzhan Dogancay war mit seinem ersten Versuch noch an Torwart Sejdiu gescheitert, verwandelte aber den Abpraller per Kopfballtorpedo (56.), Valentino Vujinovic mit einem Schrägschuss aus halbrechter Position erhöhte auf 5:2 (60.) und José Tijeras Martínez (62.) verwandelte einen Rückpass mit einem präzisen Flachschuss ins linke Eck. Danach fingen die Durlacher an zu zaubern. Ein herrlicher Heber von José Tijeras Martínez bedeutete das 7:2 (75.) und Valentino Vujinovic setzte in der 81. Minute aus zentraler Position den Schlusspunkt. Hätten weitere Chancen, u.a. ein Lattenkracher des eingewechselten Simon Leimann, ihr Ziel gefunden, wäre sogar ein zweistelliges Ergebnis möglich gewesen. Das Ergebnis gegen einen zum Schluss machtlosen, aber stets fairen Gegner darf nicht überbewertet werden, sorgt aber für Selbstvertrauen in der Mannschaft, die nach einem spielfreien Wochenende am 13. April die Spvgg. Durlach-Aue erwartet.