18:11! Germanen legen im Viertelfinal-Thriller vor

Weingarten (svg). Der erste Schritt Richtung Halbfinale ist gemacht. Mit der einen oder anderen Überraschung in der Aufstellung hat der SV Germania im Hinkampf beim KSV Köllerbach einen klaren 18:11-Sieg eingefahren. Die Weichen sind gestellt. Nun wollen die Weingartener auch im Rückkampf auf Kurs bleiben.
Mehr als 150 SVG-Fans – ob in Bussen oder Privatautos – hatten sich auf den Weg zum Trimm-Treff Viktoria in Püttlingen gemacht. Und sie peitschten die auf mehreren Positionen veränderte Mannschaft der beiden Trainer Frank Heinzelbecker und Waldemar Galwas unermüdlich nach vorn. Die sportliche Leitung der Germanen hatte schon vor dem Wiegen einige schwierige Entscheidungen treffen müssen. So blieben unter anderem Olympiasieger Nao Kusaka und Freistilspezialist Gadzhimurad Magomedsaidov aufgrund der Punkteregelung letztlich draußen, feuerten ihre Teamkollegen aber vom Mattenrand aus an. Vasyl Shuptar feierte etwas überraschend seine Saisonpremiere im SVG-Trikot und auch mit dem Einsatz des Georgiers Romeo Beridze hatte vermutlich nicht jeder Experte gerechnet. Playoff-Zeit ist eben auch Taktik-Zeit!
Mit vier Siegen legten die Gäste im ersten Durchgang den Grundstein für ihren Erfolg. Vor allem Beridze gegen Routinier Etienne Kinsinger und Marcel Wagin bei seinem Comeback nach langer Verletzungspause gegen Valentin Seimetz gewannen dabei Schlüsselduelle. Den Köllerbachern, so fair muss man sein, machte vor allem der Ausfall ihres armenischen Ausnahmeathleten Arsen Harutyunyan zu schaffen. Auch Hayk Khloyan stand den Saarländern an diesem Abend nicht zur Verfügung. So ging vor der Pause lediglich Ahmed Bataev, der sich überlegen gegen Mohammad Umkhadyijev durchsetzte, für den KSV als Sieger von der Matte.
Die zweite Halbzeit begann für den SVG derweil so vielversprechend wie die erste geendet hatte: Florian Neumaier bezwang Vasile Taran und Otar Abuladze holte einen ganz, ganz wichtigen Mannschaftspunkt im Krimi gegen Hayk Melikhan. Rückkehrer Shuptar ließ sich von Oldie Andriy Shyyka überraschen und Top-Talent Manuel Wagin, diesmal eine Gewichtsklasse höher unterwegs, musste sich dem starken Vasyl Mikhailov geschlagen geben. Samuel Bellscheidt, der den Vorzug vor Kusaka erhalten hatte, rechtfertigte seinen Einsatz aber mit einem absolut souveränen Auftritt und erhöhte den Vorsprung für die Germanen am Ende noch auf satte sieben Punkte.
Genau diese sieben Punkte Differenz nimmt der SVG nun mit in den Rückkampf am kommenden Samstag. Lasst uns in der GrubArena powered by Mineralix einen weiteren großen Ringer-Abend feiern – und auch den zweiten Schritt zum Halbfinale machen. Mit diesem Team und diesen Fans ist alles drin für uns. Für immer Schwarz-Rot!
Die Einzelergebnisse im Überblick
61F: Florian Zimmer – Daniel Layer 0:15 (0:4, TÜ)
130G: Kilian Markus Schäfer – Eduard Popp 0:15 (0:4, TÜ)
66G: Etienne Kinsinger – Romeo Beridze 0:2 (0:1)
98F: Ahmed Bataev – Mohammad Umkhadjiyev 16:0 (4:0, TÜ)
71F: Valentin Seimetz – Marcel Wagin 1:5 (0:2)
86G: Vasile Taran – Florian Neumaier 0:6 (0:2)
75G: Hayk Melikyan – Otar Abuladze 7:8 (0:1)
80F: Vasyl Mikheilov – Manuel Wagin 11:2 (3:0)
75F: Andrij Shyyka – Vasyl Shuptar 2:0 (4:0, SS Heim)
80G: Marc-Antonio von Tugginer – Samuel Bellscheidt 0:16 (0:4, TÜ)
Endergebnis: 11:18
Vorschau
1. Bundesliga: SV Germania Weingarten – KSV AE Köllerbach (Viertelfinale, 10.01., 19:30 Uhr)
Weitere Termine und Ergebnisse finden Sie unter www.svgermania04.de.
