Katzenjammer im Löwenkäfig – 46ers zu stark für die LIONS

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Karlsruhe (psk). Die Vorfreude in Baden war groß auf das mit Spannung erwartete Duell zwischen den PS Karlsruhe LIONS und den GIESSEN 46ers am 19. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. Denn die Paarung hatte in der Vergangenheit häufig spannende Begegnungen geliefert und die jeweils aktuellen Mannschaften spielen beide physisch starken Basketball.
Außerdem trennte LIONS und 46ers vor der Partie am 23. Januar in der Karlsruher Europahalle lediglich ein Sieg in der Tabelle. Am Ende war es eine klare Angelegenheit für die Hessen, die dem Abend ihren Stempel aufdrückten und für die erste Heimniederlage der Badener seit über zweieinhalb Monaten sorgten, welche mit 66:89 zudem deutlich ausfiel.
Vor 2.391 Zuschauern waren die Gäste von Beginn an dominant. Zwar überzeugten die 46ers anfangs nicht mit besonders vielen erfolgreichen Abschlüssen, hatten die LIONS-Offense aber vollkommen im Griff. Für den ersten Eintrag der Hausherren auf dem Scoreboard sorgte David Ejah mit einem Korbleger zum 2:8. Da waren bereits vier Minuten gespielt. Ende der siebten Minute – Gießen hatte sich inzwischen warmgeworfen – stand es 5:21. LIONS-Headcoach Demond Greene sah die Zeit für eine Timeout gekommen. Doch auch danach taten sich seine Schützlinge schwer. Immerhin fielen nun erste Distanztreffer. Die Karlsruher Dreierquote lag allerdings auch nach Ablauf der gesamten Spielzeit bei äußerst bescheidenen 13%. Nach den ersten zehn Minuten sorgte der Zwischenstand von 14:29 für allgemeine Ernüchterung. Mit Beginn des zweiten Viertels zeigten die Gastgeber, dass sie sich an diesem Abend ebenfalls etwas vorgenommen hatten, verzeichneten etwas mehr Ballgewinne, stellten die zuvor häufigen Turnover weitgehend ab und konnten sogar den Rückstand etwas verringern. Ein Problem war aber die fast durchgehend schlechte Wurfauswahl, wodurch der Score im Mittelteil des Viertels stagnierte – allerdings auf beiden Seiten. So konnten die LIONS dank besserer Ballbehandlung den Abschnitt knapp für sich entscheiden, lagen jedoch in einer zeitweise harten und hitzigen Begegnung zur Halbzeit trotzdem immer noch deutlich mit 30:44 zurück. Die zweite Spielhälfte begann temporeich und mit guten Angriffen auf beiden Seiten, welche die jeweils gegnerische Defense oft schlecht aussehen ließ. Binnen drei Minuten scorte Karlsruhe zwölffach, Gießen punktete im selben Zeitraum elfmal. So änderte sich zunächst wenig an der Differenz. Während die Gäste auch in der zweiten Hälfte des dritten Abschnitts das Tempo hoch hielten und mit ihrer Transition ein ums andere Mal erfolgreich waren, fand Karlsruhe nun kein Rezept mehr, hatte dem Zehn-Punkte-Run Gießens wenig entgegenzusetzen und verlor das Viertel deutlich. So ging es mit 48:74 in den Schlussabschnitt, in dem sich die Badener nochmals aufbäumten und zumindest einige gute Szenen für sich verbuchen konnten. Doch die 46ers waren an diesem Abend das smartere Team, hielten dosiert dagegen und hatten keine Mühe, den klaren Sieg abzusichern.
Elf der zwölf von Greene eingesetzten Spieler konnten punkten. Einen zweistelligen Score verzeichneten allerdings nur David Ejah (14) und Isaiah Hart (10). Ejah holte zusätzlich 11 Rebounds und damit ein Double Double. Kapitän Julian Albus sammelte nach überstandener Verletzung seine ersten Minuten auf dem Court seit dem vergangenen Oktober. Weiter geht es für die LIONS mit zwei Auswärtsspielen. Am 31. Januar reist die Mannschaft zu den HAKRO Merlins Crailsheim. Die darauffolgende Begegnung am 6. Februar ist ebenfalls ein badisch-schwäbisches Derby. Dann sind die Löwen bei den Tigers Tübingen gefordert.
