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Vizemeister! „Germanen, wir sind stolz auf euch!“

Foto: Der SVG feiert die Vizemeisterschaft – Foto: Thomas Reuter

Weingarten (svg). Was für eine Saison! Für den Titel hat es letztlich nicht gereicht. Doch Hand aufs Herz: Wer hätte überhaupt erwartet, dass wir im zweiten Jahr nach unserer Bundesliga-Rückkehr bis ins Finale vorpreschen? Hinter uns liegt eine Runde, über die wir vermutlich noch in 20 Jahren reden werden. Mit Höhen, Tiefen und Wendungen. Der SV Germania ist zurück in der Spitze des deutschen Ringsports!

Die Geschichte des Final-Rückkampfs ist schnell erzählt. Mit einem Punkt Rückstand sind wir nach Burghausen gefahren. Der Glaube an die ganz große Sensation war da, der SV Wacker an diesem Abend schlicht und ergreifend aber zu stark. Lediglich Magomed Kadimagomedov bei seiner lang ersehnten Saisonpremiere, Nao Kusaka und der wieder mal top aufgelegte Manuel Wagin gingen als Sieger von der Matte. Burghausen setzte sich verdient mit 19:8 durch und schnappte sich zum sechsten Mal den Titel. Wir gratulieren den Bayern recht herzlich!

Doch nun zu uns: Diese Mannschaft, dieses Team ums Team herum, diese Fans, diese vielen Gönner und Sponsoren – wir könnten alle zusammen kaum stolzer sein. Die Saison 2025/2026 war ein einziges großes Abenteuer. Eine Erfolgsstory voller unterschiedlicher Kapitel. Ein Drama reihte sich an das andere. Wer hätte gedacht, dass wir nach all den Jahren in der Bundesliga, dem zwischenzeitlichen Intermezzo in der Deutschen Ringer Liga, dem Neustart in der Oberliga und dem Comeback in der ersten Liga noch mal so eine unfassbare Euphorie in Weingarten erzeugen?

Das spektakuläre 19:15 gegen den KSV Köllerbach zum Start machte direkt Lust auf mehr. Die 12:17-Niederlage bei den Saarländern zum Rückrunden-Auftakt war dann ein schwerer Tiefschlag, der anschließende Heimsieg gegen den KSC Hösbach aber wieder ein Wendepunkt. Ab da gab’s kein Halten mehr. Ein gewaltiger Ruck ging durch unsere Mannschaft. Weingarten war regelrecht angezündet, das Germanen-Fieber wieder voll entfacht. Und was uns erst in der einzigartigen GrubArena erwarten sollte, war da noch gar nicht abzusehen…

Mit vielen fleißigen Helfern haben wir eine Lagerhalle in eine Ringer-Festung verwandelt – und so den Rahmen geschaffen für eine epische Schlacht nach der anderen. Viertelfinal-Triumph gegen Köllerbach, Halbfinal-Coup gegen Ex-Meister ASV Schorndorf, Finale gegen Burghausen. Ein ganzer Verein, ein ganzer Ort im wochenlangen Adrenalin-Rausch! Der Titel wäre das i-Tüpfelchen gewesen. Doch auch so sagen wir: Chapeau! Vom Aufsteiger zum Vizemeister in nur zwei Jahren. Germanen, wir sind stolz auf euch!

Lasst uns die kommenden Tage erholen, in Erinnerungen schwelgen und neue Kräfte sammeln für die nächsten Events und Herausforderungen, die auf uns warten. Sportverein Germania, du bist mein Verein!

Die Einzelergebnisse im Überblick
61G: Fabian Schmitt – Daniel Layer 4:0 (2:0)
130F: Erik Sven Thiele – Mohammad Umkhadjiyev 7:1 (2:0)
66F: Magomed Kartojev – Vasyl Shuptar 4:3 (1:0)
98G: Alex Michel Bjurberg Kessidis – Peter Öhler 7:2 (2:0)
71G: Christopher Kraemer – Janis Heinzelbecker 18:0 (4:0, TÜ)
86F: Mohammad Mottaghinia – Magomed Kadimagomedov 0:8 (0:3)
75F: David Baev – Marcel Wagin 19:4 (4:0, TÜ)
80G: Idris Ibaev – Nao Kusaka 0:7 (0:4, Aufgabe Heim)
75G: Magomed Bashir Kartojev – Louis Lay 2:1 (4:0, SS Heim)
80F: Zelimkhan Khadjiev – Manuel Wagin 1:2 (0:1)
Endergebnis: 19:8