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Handball und Volleyball

Hinspiel-Sensation im Hinterkopf: BADEN VOLLEYS wollen erneut für ein Ausrufezeichen sorgen

Karlsruhe (JM). Nach der klaren 0:3-Heimniederlage gegen Friedrichshafen steht für die BADEN VOLLEYS SSC Karlsruhe direkt die nächste Schwergewichts-Aufgabe an: Am kommenden Sonntag, 22.02.26 (17 Uhr, live bei Dyn) gastiert das Team von Trainer Guido Görtzen beim aktuellen Tabellendritten aus Düren.

Die Nordrhein-Westfalen mussten nach ihrer starken Vorsaison – inklusive Finaleinzug im DVV-Pokal – personell einen tiefgreifenden Umbruch verkraften. Mehrere prägende Gesichter der vergangenen Jahre verließen den Klub, darunter Mittelblocker Francois Huetz, Diagonalangreifer Matthew Neaves sowie Vereinsikone Michael Andrei. Entsprechend schwer war es im Vorfeld einzuschätzen, wohin die Reise für die Dürener gehen würde. Viele Beobachter ordneten das neu formierte Team eher im erweiterten Mittelfeld ein.

Doch die Mannschaft fand überraschend schnell in ihren Rhythmus. Spieler wie Außenangreifer Robin Baghdady übernahmen weiterhin Verantwortung und gaben dem neu zusammengestellten Kader Stabilität. Gleichzeitig schlugen die Neuzugänge früh ein: Außenangreifer Ryan Poole brachte viel Dynamik ins Angriffsspiel, während US-Diagonalangreifer Jordan Canham sich schnell als verlässliche Punkteoption etablierte. Die Mischung griff – und Düren mischte plötzlich ganz oben mit.

Über weite Strecken der Hinrunde standen sie sogar an der Tabellenspitze und hielten die etablierten Favoriten aus Berlin und Friedrichshafen auf Distanz. Gegen eben jene musste man sich später zwar jeweils knapp geschlagen geben (beide 2:3), doch insgesamt blieb die Konstanz hoch. Von den letzten sieben Partien ging lediglich eine verloren – ebenfalls denkbar knapp gegen Tabellenführer Lüneburg (2:3).

Unterschätzen wird man die Karlsruher am Niederrhein dennoch keinesfalls. Zu gut erinnert man sich an das Hinspiel in der Lina-Radke-Halle, als die BADEN VOLLEYS mit einem umkämpften 3:2-Erfolg für eine der Überraschungen der Saison sorgten. Eine Wiederholung dieses Szenarios wollen die Gastgeber nun unbedingt vermeiden – auch, weil die Tabellenspitze nur vier Punkte entfernt ist und damit eine optimale Ausgangsposition für die Playoffs lockt.

Für Karlsruhe gestaltet sich die Ausgangslage etwas komplizierter. Rein rechnerisch ist der Playoff-Zug noch nicht abgefahren, doch mit Blick auf das anspruchsvolle Restprogramm braucht es nahezu perfekte Wochen. Ein Erfolg in Düren könnte dabei genau der Funke sein, der eine späte Aufholjagd noch einmal entfacht.Leicht wird diese Aufgabe keinesfalls – aber gerade gegen die Topteams der Liga haben die BADEN VOLLEYS in dieser Saison bereits mehrfach gezeigt, dass sie über sich hinauswachsen können. Genau darauf wird es auch am Sonntag ankommen.