ASCÂ erneut kalt erwischt!

Grünwettersbach (ASC). Auch im neuen Jahr konnte der ASC nicht auf die Erfolgsspur einbiegen und unterlag in einer umkämpften Partie den zuvor punktgleichen Postlern aus Mühlhausen mit 1:3. Zwar konnte Trainer Kilian Ort diesmal personell aus dem Vollen schöpfen und hatte die Auswahl zwischen 5 Spielern, während Gästecoach Erik Schreyer nur mit 3 Aktiven angereist war. Dennoch hatte die Sache für den ASC einen Haken. Tiago Apolonia konnte wegen Kreislaufproblemen nicht zu seinem 2. Einzel antreten, Ricardo Walther wollte man den Härtetest nach überstandener Operation noch nicht zumuten und Hiroto Shinozuka, der erst am Vorabend aus Japan eintraf, fehlte die mentale Frische.
TTBL: ASC Grünwettersbach – Post SV Mühlhausen​​​1:3
Dennoch begann die Partie für die Hausherren vielversprechend. Tiago Apolonia traf im ersten Einzel auf Ovidiu Ionescu. Nach kuriosen drei Auftaktsätzen, in denen jeweils der zunächst deutlich zurückliegende Spieler am Ende triumphierte, schaffte Ionescu mit einem starken Auftritt in Durchgang vier, allerdings gegen einen schon sichtlich angeschlagenen Apolonia den Satzausgleich. Der Entscheidungssatz verlief dann bis zum 7:7 ausgeglichen, ehe der Lokalmatador nochmals seine letzten Kräfte mobilisierte und schließlich mit 11:7 gewinnen konnte.
Gespannt waren dann die zahlreichen Zuschauer auf den Auftritt von Neuzugang Tom Jarvis. Nachdem der Engländer gegen Steffen Mengel seine anfängliche Nervosität schnell ablegen konnte, verlor er zwar den Auftaktsatz nach Aufholjagd und trotz Satzball in der Verlängerung, fand dann jedoch immer besser ins Match, schaffte den Satzausgleich und hatte auch im 3. Durchgang die Nase vorn. Doch ein Fehlaufschlag sowie ein kombinierter Netz- und Kantenball des Postlers wendeten das Blatt. Obwohl sich Jarvis weiterhin tapfer wehrte und vor allem mit seiner harten Vorhand punkten konnte, fand er schließlich im ausgepufften Post-Spitzenspieler seinen Meister.
Die Hoffnungen der ASC-Fans ruhten nun auf Hiroto Shinozuka im Duell mit dem ehemaligen Europameister Marcos Freitas. Nachdem der stark auftrumpfende Portugiese den Auftaktsatz knapp für sich entschieden hatte, dominierte er in den folgenden Sätzen jeweils die ersten zwei Drittel. Zwar konnte Hiroto durch einen Kraftakt den 2. Satz noch drehen, doch in den abschließenden beiden Sätzen gelang ihm dieses Kunststück dann nicht mehr ganz, so dass die Gäste mit 2:1 in Führung gingen.
Für den nicht mehr spielfähigen Tiago Apolonia schickte nun Kilian Ort Tobias Hippler gegen Steffen Mengel ins Rennen. Dieser bot dem Post-Spitzenspieler, der stets gegen den ASC zur Höchstform aufläuft, in den ersten beiden Sätzen Paroli und konnte den 2. Durchgang für sich verbuchen. Dann jedoch setzte sich die Spielübersicht und Cleverness von Mengel immer mehr durch, was seinem Verein den am Ende verdienten Sieg brachte.
Durch diese Niederlage rutschte der ASC mit nunmehr 8:16 Punkten weiter in der Tabelle ab und belegt aktuell den vorletzten Tabellenplatz.
