Revanche für die Hinspielniederlage – LIONS jubeln gegen Koblenz

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Karslruhe (psk). Vor gerade einmal vier Wochen mussten die PS Karlsruhe LIONS bei den EPG Baskets Koblenz mit hängenden Köpfen die Heimreise antreten. Am 13. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA hatte die Mannschaft von Headcoach Demond Greene zu Gast am Deutschen Eck einen schwachen Auftritt hingelegt.
Die Hausherren behielten dort mit 88:82 die Oberhand. Am 16. Januar eröffneten die beiden Teams im Freitagsspiel die Rückrunde und zunächst zeigte sich das Karlsrudel erneut nicht von seiner besten Seite, arbeitete sich aber im weiteren Verlauf immer besser in das ruppige und teils fahrige Duell hinein. 2.287 Zuschauer sahen eine Begegnung, die weniger mit spielerischem Glanz, dafür aber mit ihrer rohen Intensität überzeugte. Der Schlagabtausch endete mit 78:71.
Der jüngste im Team eröffnete die Korbjagd in der Europahalle. Pavle Pisic, 20-jähriger Point Guard, setzte bereits nach zehn Sekunden zu einem Distanzwurf an – und traf. Die darauffolgenden Sequenzen gehörten aber ganz klar den Gästen, die sich geschickt bewegten und schon bald vorn lagen. Die LIONS hingegen fanden überhaupt keinen Rhythmus und sammelten Fouls statt Punkte. Nachdem die Hausherren in der 4. Minute endlich wieder gescort hatten, kam auch insgesamt mehr Dynamik ins Spiel, das aber weit davon entfernt war, hochklassig zu sein. Nach sechs Minuten reichte es Greene. Seine Schützlinge hatten sich bereits vier Turnover geleistet und lagen 7:15 zurück. Timeout LIONS. Viel besser wurde es danach nicht. Tyrese Williams hielt die Badener mit drei Dreiern binnen 45 Sekunden im Spiel, sonst wäre der Rückstand nach zehn Minuten deutlicher gewesen als das 20:26, mit dem es in den zweiten Abschnitt ging. In diesen startete Karlsruhe stark und übernahm mit einem Acht-Punkte-Run sogar kurzzeitig die Führung, bevor das Momentum wieder in die andere Richtung kippte. Aber die Hausherren schafften es im Vergleich zur Anfangsphase nun, eigene Akzente zu setzen und waren sicherer in der Ballbehandlung. Währenddessen kristallisierte sich heraus, dass sich die Partie über den Kampf entscheiden würde. Auf dem Court ging es zunehmend hart und hitzig zur Sache. Knapp zwei Minuten vor der Halbzeitpause stellte Maurice Pluskota per Distanztreffer auf eine Sechs-Punkte-Führung für die LIONS – die bis dahin höchste. Diese vertändelte man dann aber fast bis zur Spielmitte und nahm nur einen hauchdünnen Vorsprung mit in die Kabine. Beim Stand von 40:39 ging es weiter, zunächst eng, mit leichten Vorteilen für die Gastgeber, die nun ihre Defense deutlich besser im Griff hatten und mit schnellem Umschaltspiel überzeugten. Zur Mitte des dritten Viertels schien es, als könne sich Karlsruhe langsam absetzen. Brandon Porter markierte mit einem Versuch für drei Punkte die 51:43-Führung, auf die Koblenz sofort mit einer Auszeit reagierte und gerade einmal eine Spielminute später auf zwei Zähler reduziert hatte. Mit einem Buzzerbeater brachte Wesley Oba sein Team vor den abschließenden zehn Minuten mit 62:57 nach vorn. Im Schlussabschnitt investierten beide Kontrahenten nochmals viel. Die Baskets versuchten alles, aber Karlsruhe behielt die Nerven, agierte als Einheit und verteidigte mit kontrolliertem Spielaufbau sowie wichtigen Stops in der Defense seinen Vorsprung, auch wenn die Gäste noch einmal kurz davor waren, auf Schlagdistanz zu kommen.
Mit Abstand auffälligster Akteur auf dem Court war Maurice Pluskota, der in der Vorwoche mit Magen-Darm-Infekt hatte passen müssen und immer noch geschwächt in die Partie gegangen war. Publikumsliebling „Moe“ gelang ein Double Double mit 24 Punkten und 10 Rebounds. Tyrese Williams kam auf 14 Zähler, Wesley Oba scorte elffach. Die LIONS haben nicht nur das Spiel, sondern aufgrund der sieben Punkte Differenz auch den direkten Vergleich mit den Baskets für sich entschieden, was unter Umständen noch Auswirkungen im Rennen um die Playoff-Plätze haben könnte. Fürs Erste freuen sich Greenes Schützlinge aber über den achten Saisonsieg und verringern den Rückstand auf den begehrten achten Tabellenplatz. Am kommenden Wochenende wartet ein weiteres Freitagsspiel auf Karlsruhe, erneut daheim. Der Gegner: Die GIESSEN 46ers.
