0:3 beim Aufsteiger: BADEN VOLLEYS bleibt in der Crunchtime ohne Fortune

Ludwigsburg (JM). Die BADEN VOLLEYS SSC Karlsruhe mussten sich im wichtigen Auswärtsspiel beim Aufsteiger aus Ludwigsburg mit 0:3 geschlagen geben (21:25, 22:25, 23:25). In allen drei Sätzen bewegten sich die Karlsruher über weite Strecken auf Augenhöhe, konnten die entscheidenden Phasen jedoch nicht konsequent genug für sich nutzen. Ludwigsburg zeigte sich in den Crunchtime-Momenten abgeklärter und sicherte sich verdient drei wichtige Punkte im Kampf um die Playoff-Plätze.
Die Partie begann zunächst zerfahren und von Nervosität geprägt. Auf beiden Seiten schlichen sich frühe Eigenfehler ein, sodass sich kein Team sofort absetzen konnte. Erst als die Gastgeber um Außenangreifer Bonin das Tempo erhöhten und Mittelblocker Jan Huber, späterer MVP, mehrfach Zugriff im Block fand, erspielte sich Ludwigsburg zur Satzmitte ein erstes kleines Polster (15:12). Eine starke Aufschlagsserie von Zuspieler Saarinen baute den Vorsprung weiter aus (21:16). Zwar kamen die BADEN VOLLEYS mit Assen von Corey Mayotte und einzelnen Blockpunkten noch einmal heran, am Ende brachten die Gastgeber den ersten Durchgang aber souverän ins Ziel (25:21).
Zum zweiten Satz brachte Trainer Guido Görtzen Nimo Benne für Alexander Benz ins Spiel. Auch hier benötigten die Karlsruher zunächst ein paar Ballwechsel, um ihren Rhythmus zu finden, präsentierten sich dann jedoch deutlich stabiler. Vor allem im Aufschlag und in der Annahme erhöhte Karlsruhe den Druck und arbeitete sich zur Satzmitte erstmals in Führung (16:14). Diese konnte jedoch nicht gehalten werden: Ein Annahmefehler und ein Ludwigsburger Block kippten das Momentum erneut. Die Gastgeber übernahmen wieder die Kontrolle und gingen mit einem knappen Vorsprung in die Crunchtime (20:18). Erneut waren es Eigenfehler auf Karlsruher Seite, die ein Comeback verhinderten – Ludwigsburg nutzte dies konsequent und entschied auch den zweiten Satz für sich (25:22).
Nach der Satzpause entwickelte sich erneut ein ausgeglichener Durchgang. Karlsruhe hielt gut dagegen, offenbarte jedoch wieder Unsicherheiten in der Annahme, die Ludwigsburg mit druckvollen Aufschlägen zu nutzen wusste. Die BADEN VOLLEYS antworteten mit starken eigenen Services und schafften zur Satzmitte den Ausgleich (12:12). Ludwigsburg setzte sich in der Folge erneut leicht ab und schien beim Stand von 21:16 bereits auf der Siegerstraße. Doch plötzlich zeigten auch die Gastgeber Nerven, leisteten sich ungewohnte Eigenfehler und wackelten in der Annahme – selbst Libero Jeffrey Klok wirkte in dieser Phase nicht mehr so stabil. Karlsruhe kam noch einmal gefährlich nahe, doch Ludwigsburg behielt die Ruhe und verwandelte den zweiten Matchball zum 25:23.
Für die BADEN VOLLEYS bleibt keine lange Zeit zum Grübeln. Bereits am kommenden Sonntag, 25.01.26 (17 Uhr), wartet in der heimischen Lina-Radke-Halle das nächste richtungsweisende Spiel im Kampf um die Playoffs, wenn das Team aus Mitteldeutschland zu Gast ist. Punkte gegen die Volley Goats, die aktuell auf dem Abstiegsplatz stehen, würden zumindest den Blick nach unten in Karlsruhe deutlich entspannen. Tickets für das Match gibt es hier.
