BADEN VOLLEYS lassen wichtigen Heimsieg liegen

Karlsruhe (JM). Die BADEN VOLLEYS SSC Karlsruhe mussten sich in einem intensiven Fünf-Satz-Spiel gegen die Cerebricks Volley Goats Mitteldeutschland knapp geschlagen geben (25:23, 21:25, 25:22, 21:25, 13:15). In einer über weite Strecken ausgeglichenen Partie wechselten sich starke Phasen beider Teams ab. Am Ende waren es einige Eigenfehler zu viel in der entscheidenden Phase, die Karlsruhe um einen wichtigen Heimsieg brachten. So treten die B ADEN VOLLEYS im Kampf um die Playoffs auf der Stelle – während die Volley Goats im Kampf um den Klassenerhalt Morgenluft wittern können.
Trainer Guido Görtzen gab Zuspieler Denir Hadzic erneut die Möglichkeit, sich von Beginn an zu zeigen, während Irizarry zunächst auf der Bank Platz nahm. Auch Nimo Benne auf Außen sowie Alexander Benz auf der Diagonalposition rückten wieder in die Startformation. Karlsruhe startete sehr aufmerksam in die Partie – vor allem die Block-Abwehr um Libero Jackson Holland agierte von Beginn an wach und hatte früh Zugriff auf das Spiel. Die BADEN VOLLEYS setzten sich zur Satzmitte leicht ab (12:8), ehe die Gäste aus Bitterfeld-Wolfen mit druckvollen Aufschlägen zurückkamen und ausglichen (16:16). Es entwickelte sich ein intensiver Schlagabtausch, in dem vor allem Nimo Benne in kritischen Situationen immer wieder die richtigen Lösungen fand. Den knappen Zwei-Punkte-Vorsprung nahmen die Karlsruher mit in die Crunchtime und sicherten sich den ersten Satz denkbar knapp (25:23).
Der zweite Durchgang begann deutlich aggressiver aus Sicht der Gäste. Vor allem mit ihrer starken Blockarbeit bereiteten sie den Gastgebern zunehmend Probleme (5:3). Auch in der Abwehr sammelten die Gäste nun viele Bälle ein und nutzten diese konsequent – zur Satzmitte hatte sich ein Vier-Punkte-Vorsprung aufgebaut (12:8). Zur Crunchtime kontrollierten die Gäste das Geschehen weitgehend, sodass Görtzen mit Wechseln reagierte: Pöhnitsch kam auf Außen, Irizarry übernahm die Zuspielposition und John Obi wurde auf Diagonal eingewechselt. Zwar kämpften sich die BADEN VOLLEYS noch einmal auf zwei Punkte heran, am Ende ging der Satz jedoch verdient an Bitterfeld-Wolfen (25:21).
Zum dritten Satz blieben Obi und Irizarry auf dem Feld – Karlsruhe fand nun deutlich besser zurück zu seiner anfänglichen Stabilität (8:6). Die cerebricks VOLLEY GOATS Mitteldeutschland hielt jedoch Ball für Ball dagegen, beide Teams agierten mit starken Side-Out-Quoten und lieferten sich erneut ein Duell auf Augenhöhe. Richtung Crunchtime erspielten sich die BADEN VOLLEYS einen kleinen Vorteil (19:17), begünstigt durch einige Eigenfehler der Gäste. Zusätzlich sorgte das Comeback von Mittelblocker Lennart Heckel für einen emotionalen Moment. Eine starke Aufschlagsserie von Nimo Benne stellte die Weichen, ehe erneut ein Eigenfehler der Gäste Karlsruhe den Satzgewinn und die erneute Satzführung bescherte (25:22).
Das nun deutlich stabiler wirkende Karlsruher Team blieb auch im vierten Durchgang unverändert auf dem Feld. Mitteldeutschland hielt weiter gut dagegen, es entwickelte sich erneut ein intensiver Schlagabtausch (10:10). Die Gäste erhöhten im weiteren Verlauf den Druck, vor allem im Aufschlag, und gingen mit einer knappen Führung in Richtung Crunchtime (17:15). In dieser Phase griff der Block der Gäste mehrfach zu, während bei den Badenern die Körpersprache etwas nachließ. Das Spiel der BADEN VOLLEYS verlor an Struktur, Bitterfeld-Wolfen nutzte dies konsequent und glich mit einem 25:21 nach Sätzen aus.
Auch der entscheidende fünfte Satz bot das gewohnte Bild: Beide Teams marschierten zunächst im Gleichschritt (5:5), ehe zwei Eigenfehler auf Karlsruher Seite den Gästen einen knappen Vorteil beim Seitenwechsel verschafften (8:7). Karlsruhe, nun wieder mit Obi und Hadzic auf dem Feld, kämpfte sich noch einmal heran und hielt die Entscheidung offen. Nach starken Abwehraktionen unterliefen den BADEN VOLLEYS jedoch unnötige Eigenfehler, die Bitterfeld-Wolfen in eine entscheidende Vorteilsposition brachten – und diese nutzten die Gäste schließlich zum 15:13-Satzerfolg.
Eine bittere und aus Karlsruher Sicht etwas enttäuschende Niederlage, vor allem mit Blick auf den Kampf um die Playoff-Plätze, die nach diesem Abend weiter in die Ferne gerückt sind. Dennoch gilt es für die BADEN VOLLEYS, den Blick nach vorne zu richten: Bereits am kommenden Freitag, 30.01.26 (19:30 Uhr), wartet mit dem Auswärtsspiel gegen Haching der nächste direkte Tabellennachbar.
