Nach Nervenschlacht gegen Bochum – LIONS mit perfektem Wochenende
Karlsruhe (psk). Badische Basketball-Fans durften sich zwischen Freitag und Sonntag zwar gleich über zwei Heimsiege der PS Karlsruhe LIONS freuen, mussten allerdings beide Male lange zittern, bis sich die Anspannung entlud. Nach dem 91:79 gegen die SBB Baskets Wolmirstedt am 20. Februar, als immerhin schon während der Schlussminuten ein kleines Polster bestand, hielt der Nervenkitzel zwei Tage später, im Duell mit den VfL SparkassenStars Bochum, fast bis zur letzten Sekunde. In einer fast durchweg engen Partie waren es am Ende die gute Rebound-Arbeit sowie die präziseren Abschlüsse von der Dreierlinie, die Karlsruhe am 24. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA den Weg zum 87:83-Sieg ebneten.
Die Partie begann ohne Abtastphase. Beide Mannschaften gaben vom Start weg Vollgas, verlegten aber einen Großteil ihrer ersten Würfe. Dies lag auch an der jeweils gegnerischen Defense, die auf beiden Seiten von Beginn an aufmerksam war. Nachdem sich die LIONS einen kleinen Vorsprung herausgearbeitet hatten, nahmen die Gäste beim 14:8 in Minute sieben erstmals eine Auszeit und waren danach etwas effektiver. Das erste Viertel ging dennoch mit 20:15 an die Hausherren. Der folgende Abschnitt begann mit einem Distanztreffer von David Ejah. Die Mannschaft von Headcoach Demond Greene legte nach und lag in Minute zwölf erstmals zweistellig vorn. Bochum fand im Anschluss gerade rechtzeitig richtig in die Begegnung und war zwischenzeitlich überaus gefährlich mit Würfen von der Dreierlinie. Das Spiel drohte zu kippen. Dies merkten aber auch die 2.322 Zuschauer in der Europahalle und unterstützten ihre Mannschaft lautstark. Die bedankte sich mit großem Einsatz und glich bis zum Gang in die Kabinen aus. Nach der Rückkehr auf den Court beim Stand von 39:39 eröffneten die SparkassenStars die zweite Hälfte stark und angesichts eines Sechs-Punkte-Rückstands nahm Greene bereits nach 80 Sekunden die erste Auszeit im dritten Viertel. In der Zusammenfassung war dieser Abschnitt allerdings ausgeglichen und endete dementsprechend unentschieden. Das Geschehen war nicht durchgehend attraktiv, angesichts des stets engen Spielstands jedoch überaus spannend. Dies sollte sich auch im Schlussviertel nicht ändern, das beim Stand von 62:62 begann. In Minute 32 lagen die Gäste wieder fünf Punkte vorn, bevor die LIONS stark konterten – vor allem in Person von Maurice Pluskota und Tyrese Williams. Während Big Man „Moe“ nach überstandener Verletzung wieder seine bekannten Energizer-Qualitäten unter Beweis stellte, sorgte Aufbauspieler Williams mit drei Distanztreffern binnen 75 Sekunden für Bewegung zugunsten Karlsruhes auf dem Scoreboard. Eng blieb es trotzdem bis zum Schluss. Drei Auszeiten in der letzten Spielminute forderten die Geduld aller Anwesenden heraus, bis der Siegesjubel aufbrandete.
Maurice Pluskota kam mit einer traumhaften Fieldgoal-Quote von 82% und stabilen 79% von der Freiwurflinie auf 29 Punkte und sicherte zudem 12 Rebounds. Tyrese Williams scorte 17-fach, David Ejah kam auf 11 Punkte.
Der Aufwand, den die LIONS am Doppelspieltag betrieben haben, zahlt sich aus. Denn mit nun elf Siegen aus 24 Partien sollte man am Oberrhein mit dem Thema Abstieg nichts mehr zu tun haben. Der Blick geht nun eher nach oben. Zwar steht das Karlsrudel aktuell auf Platz elf, und damit nicht in den Playoff-Rängen. Der Anschluss ist allerdings hergestellt. Die Zufriedenheit mit drei Erfolgen in Serie sollte allerdings nicht verfrüht in Euphorie umschlagen. Nach einem spielfreien Wochenende stehen die LIONS am 6. und am 8. März erneut vor großen Aufgaben. Im Freitagsspiel sind die punktgleichen Nürnberg Falcons BC zu Gast in der Fächerstadt, bevor es am Sonntag zu den Bozic Estriche Knights Kirchheim geht, die in der Tabelle auf Platz fünf rangieren.
