Spielerisch nicht auf der Höhe – LIONS verpassen wichtigen Sieg
Karlsruhe (psk). Mit einem Erfolg gegen den BBC Bayreuth hätten sich die PS Karlsruhe LIONS am 27. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA mitten ins Rennen um die Playoff-Plätze eingemischt. Stattdessen leuchtete am Abend des 14. März ein ernüchternder Endstand von 72:78 auf der Anzeigetafel in der Karlsruher Europahalle. Den Badenern war es nicht gelungen, ihre Heimstärke auszuspielen. Schlimmer noch: Gegen allenfalls mäßig starke Franken fand die Mannschaft von Headcoach Demond Greene nie richtig zu sich und agierte alles andere als aus einem Guss. Trotzdem wäre gegen Bayreuth mehr drin gewesen, aber schwache Trefferquoten aus dem Feld verhinderten fast über die gesamte Spielzeit hinweg, dass das Karlsrudel den Gegner ernsthaft unter Druck setzen konnte.
Schon der Beginn vor 2.671 Zuschauern war wenig verheißungsvoll. Denn es dauerte einige Angriffe und verlegte Abschlüsse bis zum ersten LIONS-Korb nach knapp drei Minuten. Beide Teams fanden nur schwer in den Rhythmus. Zur Mitte des ersten Viertels lagen die Hausherren erstmals in Front und führten kurz darauf sogar mit 11:7. Vier punktlose Minuten für Karlsruhe und ein 12:0-Run Bayreuths später stand es zur ersten Pause 11:19. Auch im folgenden Abschnitt ging es aufseiten der LIONS zunächst zäh weiter, bis nach ein paar Minuten zumindest kurzzeitig etwas Stabilität im Karlsruher Spiel Einzug nahm. Es blieb allerdings dabei: Die Badener trafen zu selten und lagen daher, obwohl sie deutlich mehr Würfe als die Gäste nahmen, zur Halbzeit mit 33:40 hinten. An individuellem Einsatz fehlte es nicht. Insbesondere Kilian Binapfl stach heraus und hielt die Hausherren mit 17 Punkten in Hälfte eins im Spiel. Aber der Ball lief nie richtig gut und vieles blieb Stückwerk. Schon bald nach dem Seitenwechsel führte der BBC erstmals zweistellig und zwang damit Greene bereits 80 Sekunden nach Wiederbeginn in eine Auszeit. In Minute 23 dann ging ein kollektives Aufatmen durch die Ränge, als Isaiah Hart nach zuvor weit über zehn Fehlversuchen seines Teams den ersten Dreier verwandelte. Die LIONS blieben jedoch weiterhin unterhalb ihres eigentlichen Potenzials. So hatte die Gästeführung weiter Bestand. Zur letzten Pause stand es 50:61 und kurz darauf gerieten die Gastgeber gar 15 Punkte ins Hintertreffen. Zwei Distanztreffer binnen 20 Sekunden öffneten unerwartet nochmals die Tür für eine kaum mehr erwartete Wende. Die Europahalle war da, lautstark, konnte der Mannschaft aber keinen entscheidenden Push mehr mitgeben. Die Begegnung erlebte zwar eine Crunchtime. Maximale Spannung kam jedoch nicht mehr auf, da die Karlsruher Aktionen in den Schlusssequenzen wie schon zuvor nicht zwingend genug waren.
Kilian Binapfl führte das Scoreboard aufseiten der Hausherren mit 23 Zählern an. Isaiah Hart kam auf 19 Punkte, David Ejah auf deren 17. Mit weiterhin zwölf Siegen auf dem Konto wird es für die LIONS schwierig, noch in den Kampf um die Playoffs einzugreifen, zumal das Restprogramm anspruchsvoll ist. Zwar warten als nächstes mit den Bayer Giants Leverkusen und den Uni Baskets Münster zwei Teams aus dem Tabellenkeller. Doch diese treten beide zuhause an und die LIONS haben in der Fremde keine gute Bilanz vorzuweisen. Das nächste Heimspiel steigt am 4. April – gegen Tabellenführer Phoenix Hagen. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob Karlsruhe doch noch ein Ticket für die Meisterschaftsrunde lösen kann.
