abseits-ka

Sport aus Karlsruhe und der Umgebung

Basketball

Hochspannung mit Happy End – LIONS zum dritten Mal in Folge knapp vorn

Karlsruhe (psk). Ein lange nicht für möglich gehaltener Saisonendspurt hat die PS Karlsruhe LIONS in die obere Tabellenhälfte der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA geführt, wo sie sich inzwischen festgesetzt haben. Aktuellstes Erfolgserlebnis: Der 86:83-Heimsieg geben die Eisbären Bremerhaven am 18. April, dem 32. Spieltag.

2.711 Zuschauer in der Karlsruher Europahalle sahen ein durchweg intensives Duell, das bereits in der Anfangsphase hart umkämpft war. Zunächst konnte sich keiner der Kontrahenten einen klaren Vorteil erarbeiten und mit 22:25 ging es in die erste Pause. Abschnitt zwei begann mit einem Distanztreffer von Kilian Binapfl zum Ausgleich. Die starke Dreierquote von um die 50% bis zur Halbzeit sorgte dafür, dass die LIONS nicht nur mit dem Tabellenvierten mithalten konnten, sondern auch immer wieder in Front gingen. Die Eisbären, in der laufenden Saison spielstark und stabil, leisteten sich auffällig viele Turnover, was die Hausherren für sich zu nutzen wussten. Doch dann begann der Offensiv-Motor der LIONS zu stottern und vom Neun-Punkte-Vorsprung zwei Minuten vor der Halbzeitpause waren beim Gang in die Kabinen lediglich zwei übriggeblieben. Eine Warnung für das Team von Headcoach Demond Greene, dass die Eisbären jederzeit zurückschlagen können, wenn man ihnen die Möglichkeit gibt. Nach dem Seitenwechsel ging es beim Stand von 44:42 weiter und es genügten wenige, aber dafür haarsträubende LIONS-Fehler, um das Spiel zu drehen. Bereits 70 Sekunden nach Wiederbeginn hatte Greene angesichts des 46:50 erneuten Gesprächsbedarf und holte seine Schützlinge in eine frühe Timeout. Mit viel Einsatz kämpfte sich Karlsruhe daraufhin zurück und auch wenn die Dreierquote gegenüber der ersten leicht Hälfte abfiel – die LIONS nahmen zahlreiche Würfe und scorten häufig genug, um zwischenzeitlich heißlaufende Eisbären in Schach zu halten. Die Begegnung blieb allerdings eng und der Spielstand von 71:67 zu Beginn des Schlussabschnitts ließ einige Spannung erwarten. So kam es auch und es wurde spannender, als sich das die allermeisten Zuschauer in der Europahalle wünschten. Versenkte Tyrese Williams noch in der 32. Minute einen wertvollen Dreier zum 76:67, war an eine Vorentscheidung längst nicht zu denken. Im Gegenteil: Nun waren es die LIONS, bei denen etwas die Konzentration abhandenkam. Als die Gäste Punkt um Punkt heranrückten, kam auch noch Nervosität hinzu. Die äußerte sich in einigen ungenutzten Freiwürfen. Zu Karlsruhes Glück ließ auch Bremerhaven die eine oder andere Chance liegen, so dass die Badener nach einem sehenswerten Duell zweier ebenbürtiger Gegner das bessere Ende für sich behielten.

Topscorer für Karlsruhe war Kilian Binapfl mit 24 Punkten und einer Fieldgoal-Quote von 100%. Gabriel Kuku scorte 18-fach – Saisonbestwert für den Shooting Guard. Isaiah Hart kam auf 15, David Ejah auf 14 Punkte.

Nun benötigen die LIONS aus den verbliebenen zwei Hauptrunden-Spielen lediglich einen Sieg, um sich sicher für die Playoffs zu qualifizieren. Dennoch ist die Aufgabe anspruchsvoll. Am 25. April geht es ins südliche Niedersachsen, zum Tabellendritten BG Göttingen, bevor am 2. Mai die auswärtsstarken Paderborn Baskets zu Gast in der Fächerstadt sind.