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Basketball

LIONS mit Niederlage in Göttingen – Entscheidung über Playoff-Einzug vertagt

Karlsruhe (psk).  Hochspannung im Saisonendspurt der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA, zumindest bei den PS Karlsruhe LIONS. Nach zuletzt drei knappen Siegen war am 33. und vorletzten Spieltag auch das Duell mit der BG Göttingen lange Zeit sehr eng und hart umkämpft. Zu Gast in Niedersachsen musste LIONS-Headcoach Demond Greene am 25. April erneut auf die verletzten Maurice Pluskota, Julian Albus, Jason George und David Cohn verzichten.

Das verbliebene Karlsruher Rumpfteam lieferte eine starke Leistung ab, bis sich die Hausherren in der Crunchtime einen kleinen, aber entscheidenden Vorsprung herausspielen konnte. Ein spannender und sehenswerter Basketball-Abend endete mit 96:90 für den Tabellendritten, was bedeutet, dass die LIONS als Achter mit nur einem Sieg Vorsprung auf die VfL SparkassenStars Bochum weiter um den Einzug in die Playoffs zittern müssen. Im Heimspiel am 2. Mai gegen die Paderborn Baskets können sich die Badener jedoch aus eigener Kraft eine zeitweise durchwachsene Saison versüßen und sich mit der Qualifikation für die Meisterschaftsrunde beschenken.

Es war ein flotter Beginn in Göttingen, mit Vorteilen für die LIONS, die druckvoll und mit klugen Abschlüssen das erste Viertel bald dominierten. In der fünften Minute beim Stand von 8:17 war bereits die erste Auszeit der Gastgeber fällig, die allerdings keinen Effekt erzielte. Denn kurze Zeit später lagen die Badener schon zweistellig vorn, bauten ihren Vorsprung zeitweise auf 15 Punkte aus und hatten nicht nur die klar besseren Trefferquoten, sondern lagen nach den ersten zehn Minuten auch in fast allen anderen Statistiken vorn. Mit 14:27 ging es in den zweiten Abschnitt, in dem sich ein anderes Bild bot. Die BG hatte weiterhin mit einer schwachen Fieldgoal-Quote zu kämpfen, sicherte sich aber nun durch gute Rebound-Arbeit viele zweite Chancen. Unterstützt vom inzwischen ebenfalls wach gewordenen Heimpublikum steigerten sich die Niedersachsen von Minute zu Minute und hatten kurz vor der Halbzeitpause das Spiel gedreht. Beim Gang in die Kabinen stand es nach zwei sehr unterschiedlichen Spielabschnitten leistungsgerecht 42:42. Die LIONS kehrten sichtbar motiviert auf das Parkett zurück und gingen in Person des späteren Topscorers Isaiah Hart wieder in Front. Beide Teams verlegten sich in der Folge auf Offensiv-Basketball. Karlsruhe kam allerdings besser mit dem rasanten Tempo zurecht und wirkte fokussierter. In Minute 24 – es stand 51:56 – nahmen die Hausherren eine Auszeit, die allerdings nur für eine kurze Verschnaufpause sorgte. Mit Highspeed und einem zwischenzeitlichen Dreier-Regen ging es weiter hin und her. Binnen zweieinhalb Minuten fanden ganze sieben Distanzwürfe ihr Ziel (viermal Karlsruhe, dreimal Göttingen). Mit einem kleinen, aber aus badischer Perspektive keinesfalls beruhigenden LIONS-Vorsprung ging es beim Stand von 68:70 in den Schlussabschnitt. Nun folgten mehrere Führungswechsel, bis sich die Hausherren in der 36. Minute mit sieben Punkten ihren bis dahin höchsten Vorsprung herausgespielt hatten. Die schmale Karlsruher Rotation machte sich mehr und mehr bemerkbar. Greene reagierte mit einer Timeout. Seine Löwen bissen in der Folge nochmals auf die Zähne und setzten den Gegner mit einem Neun-Punkte-Run zum 85:87 unter Druck. Zwei Minuten vor dem Ende war dann aber sämtliche Energie aufgebraucht und die letzten Sequenzen gehörten der BG.

Scoreboard-Leader auf Karlsruher Seite war Isaiah Hart mit 26 Zählern. Zweistellig punkten konnten auch David Ejah (19), Tyrese Williams (16) und Wesley Oba (15). Nun wird die kommende Begegnung zum bisher wichtigsten Spiel der Saison. Bis ins Frühjahr hinein war in der Fächerstadt angesichts schwankender Leistungen kaum an einen Einzug in die Playoffs zu denken gewesen. Am 2. Mai hat Greenes Karlsrudel es nun vor den heimischen Fans in der eigenen Hand.