Entscheidung am letzten Spieltag – LIONS lösen Playoff-Ticket
Karlsruhe (psk)Nach einer zunächst durchwachsenen Spielzeit, welche die PS Karlsruhe LIONS zwischenzeitlich fast um den Klassenerhalt in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA bangen ließ, hat sich das Team um Headcoach Demond Greene im Saisonendspurt nicht nur gesteigert, sondern sogar am 2. Mai, im Rahmen des letzten Hauptrunden-Spieltags, mit einem 89:74-Heimsieg gegen die Paderborn Baskets Tabellenplatz acht verteidigt. Damit sind die Badener für die Playoffs qualifiziert und treffen im Viertelfinale auf Tabellenprimus Phoenix Hagen.
Tyrese Williams eröffnete mit dem ersten Angriff des Spiels per Dreier für Karlsruhe die Korbjagd. Der Aufbauspieler war hungrig – er erzielte binnen der ersten sieben Spielminuten außergewöhnliche fünf weitere Distanztreffer. Dank der Punkte von Williams dominierten die LIONS das Auftaktviertel, ruhten sich auf ihrem frühen Polster aber nicht aus, sondern waren auch in der Defense wachsam und zwangen die Baskets zu schwierigen Würfen. Paderborns schwache Trefferquoten erholte sich daraufhin über den gesamten Spielverlauf hinweg nicht mehr richtig. Diesen Umstand versuchten die Ostwestfalen dadurch zu kompensieren, dass sie extrem viele Würfe aus dem Zweierbereich nahmen. Nach einem Zwischenstand von 30:15 nach den ersten zehn Minuten drehten die Baskets den Spieß um, gewannen die Hoheit unter dem offensiven Brett und auch den zweiten Spielabschnitt. Mit 40:39 ging es in die Halbzeitpause. Zurück auf dem Feld eroberten die Gäste erstmals seit der Anfangsphase die Führung, die jedoch nur von kurzer Dauer war. Spielerisch verlor das Duell nun an Klasse, wilde Würfe auf beiden Seiten bestimmten das Geschehen. Die entscheidenden Nadelstiche setzten aber immer wieder die LIONS, die in den Minuten vor der letzten Pause wieder eine zweistellige Führung herstellten und vor Beginn des Schlussabschnitts mit 65:51 vorn lagen. Weit über 2.500 Zuschauer in der Karlsruher Europahalle sahen temporeiche letzte zehn Minuten, in denen die Gäste zwar nochmals alles versuchten, den Hausherren den bis dato wichtigsten Saisonsieg allerdings nicht mehr streitig machen konnten – wichtig deshalb, weil Tabellennachbar Nürnberg im Parallelspiel gegen die SBB Baskets Wolmirstedt erfolgreich war und bei einer LIONS-Niederlage noch an den Badenern vorbeigezogen wäre.
Topscorer war angesichts seines fulminanten Auftritts zu Spielbeginn Tyrese Williams mit 31 Punkten. Zweistellig scorten auch David Ejah (17), Kilian Binapfl (12) und Isaiah Hart (11). Nun geht die Saison für das Karlsrudel in die Verlängerung. Die Herausforderung ist mehr als anspruchsvoll. Denn als Tabellenachter trifft man auf den Sieger der Hauptrunde. Das ist Phoenix Hagen. Der Ruhrgebietsklub, der zu Beginn der Serie – voraussichtlich am 6. Mai – Heimrecht hat, befindet sich klar in der Favoritenrolle. Zuhause hatten die Feuervögel den LIONS am 27. Dezember 2025 mit 89:62 zunächst klar ihre Grenzen aufgezeigt. Im Rückspiel in der Fächerstadt revanchierten sich Greenes Löwen allerdings am 4. April nach einem atemberaubenden Duell mit einem 116:109-Overtime-Sieg. Vor diesem Hintergrund darf mit Spannung auf die Meisterschaftsrunde geblickt werden, die im Best-of-five-Modus ausgetragen wird. Das erste Viertelfinal-Heimspiel für die LIONS steht voraussichtlich am 9. Mai an.
