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1O. PUMA NITRO Lange Laufnacht Karlsruhe – Jubiläumsauflage mit Teilnehmerrekord

Foto: @capturedby_mirko Mirko Blättler

Karlsruhe (pm). Am 30. Mai 2026 findet im Karlsruher Carl-Kaufmann-Stadion nun bereits zum zehnten Mal die PUMA NITRO Lange Laufnacht statt, ein hochkarätiges Event der internationalen Bahnleichtathletik, das zu einem frühen Saisonzeitpunkt für viele Läuferinnen und Läufer zu einem fest eingeplanten Termin auf dem Weg in den Wettkampfsommer geworden ist. Gleichzeitig bietet das Meeting für Fans die Möglichkeit, Leichtathletik der Spitzenklasse in toller Atmosphäre hautnah mitzuerleben. Dass dies so ist, bei neuerlichem Teilnehmer*innenrekord hat nicht zuletzt mit der exzellenten Arbeit des Karlsruher Organisationsteams zu tun. Läuferinnen und Läufer können sich auf ausnahmslos professionell gepacte Rennen bei fantastischer Stimmung verlassen, Zuschauerinnen und Zuschauer auf ein Programm
der Extraklasse, bei dem der Sport selbstverständlich im Mittelpunkt steht und doch auch Zeit und Muße bleibt, bei gutem Essen und kühlen Getränken mit Freunden und Familie in und um das Stadion Zeit zu verbringen.

Was die PUMA NITRO Lange Laufnacht trotz überschaubarem Budget gegenüber anderen, und zum Teil besser geförderten Meetings auszeichnet, ist die bewusste Verknüpfung von Spitzensport und Nachwuchsförderung. Das Wettkampfprogramm beginnt traditionell am frühen Nachmittag mit den 800m-Läufen in den Altersklassen der U18 und U20, die es ambitionierten Jugendlichen erlaubt, selbst ins Wettkampfgeschehen einzugreifen und Normen bzw. Bestzeiten zu jagen. Darüber hinaus bietet die Laufnacht zwischen Nachwuchs-und Hauptprogramm einen 1.000m Einlagelauf, bei dem die Kinder der Region vor großer Kulisse zeigen dürfen, was in ihnen steckt – ein Highlight nicht nur für die kleinen Läufer*innen, sondern auch für die Mamas, Papas und Großeltern im Publikum.

Blickt man auf die vorliegenden Meldezeiten, so verspricht die Jubiläumsauflage der Laufnacht eine ganze Reihe spitzensportlicher Highlights. Die 800m-Läufe zählen sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern zweifelsohne dazu. Bei den 800m im Hauptprogramm der Frauen sind allein sechs Läuferinnen mit Zeiten jenseits der 2:02 Minuten Marke vertreten. Dass die 2 Minuten-Barriere unterboten wird, liegt somit auf jeden Fall im Bereich des Möglichen. Alex O’Neill (Irland) dürfte mit ihren 2:00:18 als mögliche Favoritin ins Rennen gehen. Bei den Männern ist das Hauptfeld sogar noch spektakulärer besetzt, konnten die Athletenscouts im Orgateam doch sage und schreibe elf Läufer mit Zeiten schneller als 1:45 min verpflichten, darunter der U23 Läufer Jakob Dudycha (CZE).

Ganz besonderes Augenmerk dürfte allerdings auf dem Superstar der bisherigen Leichtathletik-Saison liegen, Cameron Myers aus Australien. Der noch nicht einmal zwanzigjährige Athlet reist zwar mit einer PB von ‚nur‘ 1:47 min an, hat jedoch in einem spektakulären Sololauf über die 1.500m im Rahmen der Australischen Meisterschaften in Sydney dieses Jahr bereits die 3:30min-Schallmauer durchbrochen. Für ihn gilt es, in Karlsruhe über die für ihn ungewohnte kürzere Mitteldistanz noch einmal Tempo in die Beine zu bekommen, bevor es zu einigen europäischen Diamond- League Meetings geht. Konkurrenz bekommt er dabei von keinem geringeren als dem Deutschen Meister Alexander Stepanov, der mit der schnellsten Meldezeit nach Karlsruhe kommt. Auch Marc Tortell steigt mit dem Rennen über 800m in die Saison ein.

Ähnlich vielversprechend sind die 1.500m Läufe im Hauptprogramm. Bei den Männern konnte der Doppeleuropameister und Rekordhalter über die fünf und zehn Kilometer auf der Straße, Dominic Lobalu (SUI), verpflichtet werden, der sich mit 12 Athleten messen wird, die allesamt Meldezeiten von jenseits der 3:36 min-Marke besitzen. Bei den Frauen werden sich unter anderem Verena Meisl und Vera Petrykowkski der Konkurrenz stellen. Beide haben bereits Bestzeiten von unter 4:10 min erzielt. Erwähnt sein sollen auch die Läufe über die 3.000m Hindernis, bei denen die Meldezeiten im Männerhauptlauf auf Ergebnisse von deutlich unter 8:20 min hindeuten. Mit dabei sind die beiden Deutschen, Velten Schneider und Robin Müller, die mit Zeiten von 8:18 min und 8:26 min respektive nicht unbeachtliche Rollen im Rennverlauf spielen könnten.

Über 5.000m reist Elena Burkhardt mit der besten Meldezeit bei den Frauen an (14:56 min), dicht gefolgt von Lisa Merkel, die mittlerweile die Farben der LAV Tübingen vertritt. Bei den Männern ist der schnellste deutsche Vertreter ‚Local Hero‘ Markus Görger, der eine Vorleistung von 13:34 min mitbringt. Jona Bodirsky, Kurt Lauer und Running Gags-Mitglied Nick Jäger sind weitere bekannte Namen im 5.000m-Hauptfeld
der Männer.

Die Laufnacht bietet aber auch immer wieder die Gelegenheit für ein Stelldichein regionaler oder lokaler Athleten und Athletinnen, die entweder selbst die LG Region Karlsruhe vertreten, mal das Trikot der LGR trugen oder aus anderen Gründen einen engen Bezug zum Karlsruher Meeting haben. Und auch für Trainer*innen und Betreuer*innen ist das Meeting seit Jahren eine Möglichkeit im hektischen Leichtathletikgeschehen, alte Bekannte und Kollegen*innen zu treffen, zu fachsimpeln und neue und alte Gesichter der Bahnleichtathletik zu verfolgen. Sollte der Wettergott die Lange Laufnacht wie sonst eigentlich immer wohlwollend begleiten, steht einem Leichtathletik-Abend der allerersten Gütekategorie nichts im Wege. Tickets für Erwachsene sind für 10 Euro (ermäßigt 5 Euro) erhältlich.

Zudem wird es wieder einen über YouTube verfügbaren Livestream der gesamten Veranstaltung geben. Mit Robert Baumann, Collin Haug und in der Late-Night-Show für die 5.000m Rennen mit Christoph Kessler übernehmen bekannte Gesichter der Szene die Kommentatoren-Rolle. Über den Nachmittag und Abend verteilt kommen sie auch mit hochkarätigen Gästen ins Gespräch, sodass sich die Zuschauer auf spannende Einblicke vom Event freuen können.