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Viertelfinal-Hinspiel der Motoball-Bundesliga

Quelle: motoball.de Symbolbild

Mit mehr Spannung als erwartet startete die Motoball-Bundesliga am Wochenende in die Playoffs. Besonders Südprimus MSC Puma Kuppenheim hatte beim Nordvierten MSF Tornado Kierspe durchaus Mühe, während Nordmeister MSC Seelze sogar ganz ohne Punkte auskommen musste.

Von Wesley Baankreis

Es war die Überraschung des Wochenendes, als die MSF Tornado Kierspe am Samstagnachmittag nach zwölf Minuten durch einen Treffer von Mario Kumpf (12.) vor eigenem Publikum gegen den haushohen Favoriten aus Kuppenheim in Führung ging. Zwar setzte sich der MSC Puma am Ende dennoch mit 6:1 (3:1) durch und hat die erwartet gute Ausgangslage für das Rückspiel in einer Woche.

Hochzufrieden waren die Kiersper dennoch. „Das war ein richtig gutes Spiel der Jungs. Wir haben unseren Heimvorteil am Anfang sehr gut genutzt und es Kuppenheim schwer gemacht“, sagte Tornado-Sportleiter Wladimir Eler nach der Partie. Dabei spielte den Hausherren auch in die Karten, dass die Gäste einige Zeit brauchten, um sich auf dem unliebsamen Ascheplatz zurechtzufinden. So hielt die Kiersper Führung bis ins zweite Viertel hinein. Erst da fand der MSC Puma, der weiter auf Jannis Schmitt (verletzt) sowie auf Max Schmitt (verhindert) verzichten musste, besser in die Partie. Die Folge war dann, dass die Gäste durch Tore von Julian Bitterwolf (28.) und Timm Anselm (30.) sowie einen Elfmeter von Dominik Mückenhausen (34.) die Partie zum 1:3-Pausenstand drehten. Aber auch nach dem Seitenwechsel hielten die Tornados trotz des Rückstandes gut mit, sodass der Favorit weiter Mühe hatte. Am Ende waren es weitere Treffer von Bitterwolf (48.) sowie Anselm (51./77.), die für die Entscheidung sorgten.

Ähnlich ging es ein paar hundert Kilometer weiter östlich zu. Hier bot der 1. MBC 70/90 Halle dem MSC Ubstadt-Weiher lange Paroli. Auch ging der Nordligist in Führung, nachdem Enrico Wochatz (17.) einen Freistoß direkt verwandelte. Nach dem Ausgleich von Marco Weis (21.) brachte Enrico Wochatz (24.) sein Team mit dem zweiten Treffer noch einmal in Führung. Erneut war es jedoch Weis (38.), der kurz vor der Halbzeit mit seinem zweiten Treffer wieder den Ausgleich besorgte.

„Die erste Halbzeit war nicht gut. Uns liegen so weite Fahrten einfach nicht. Da hat es einige Zeit gebraucht, bis wir ins Spiel gefunden haben, und Halle hat das gut gemacht“, sagte Dominik Hassis, sportlicher Leiter der Ubstädter, nach der Partie. Mit Beginn des dritten Viertels war die Eingewöhnungszeit dann beim MSC aber auch vorbei. Ein Doppelpack von Weis (41./52.) brachte die Ubstädter beim 2:4 erstmals in Führung. Im Schlussviertel waren es dann zwei Treffer von Hassis (64./80.) sowie ein Tor von Colin Gebel (75.), die die Entscheidung brachten. Ganz kampflos gab sich Halle jedoch nicht. Enrico Wochatz (67.) mit seinem dritten Treffer des Tages sowie Benjamin Walther (73.) trafen zum 4:7 (2:2)-Endstand.

Viele Tore bekamen auch die Zuschauer in Durmersheim zu sehen. Und am Ende durfte der gastgebende MSC Comet beim 8:3 (3:2)-Heimsieg gegen den MSC Jarmen nicht nur den Playoff-Sieg bejubeln, sondern auch eine gute Ausgangslage für das Rückspiel. Der Grundstein für den Erfolg der Gastgeber war eine starke Offensive, die nach der Abtastphase zu Beginn der Partie mit dem 1:0 von Dennis Ring (12.) den Torreigen eröffnete. Zwei Treffer von Norman Brunner (21./36., Foulelfmeter) bedeuteten dann die Pausenführung, auch wenn Jarmen durch Max Heise (34.) und Hardy Kick (36.) noch Anschluss hielt. Als Kick (52.) dann seinen zweiten Treffer erzielte, war die Partie kurzzeitig sogar ausgeglichen. Das Duo Norman Brunner (58.) und Dennis Ring (60.) sorgte aber noch vor Ende des Viertels wieder für die Führung. Im Schlussabschnitt übernahm Durmersheim dann vollends das Kommando. Zwei Tore von Kevin Tritsch (66./80.) sowie der dritte Treffer des Tages von Ring (67.) machten den Kantersieg perfekt.

Ebenfalls Grund, vor heimischem Publikum zu jubeln, hatte der MSC Taifun Mörsch. Beim 6:3 (3:0)-Heimsieg gelang dem Rekordmeister gegen den amtierenden Nordchampion MSC Seelze eine echte Überraschung. Dabei nutzten die Mörscher ihren Vorteil des eigenen Platzes gekonnt aus. Zwei Treffer von Brian Weiß (8./21.) sowie der einmal erfolgreiche Marcel Batrenik (25.) bescherten dem Südvierten eine überraschend klare 3:0-Pausenführung, auch weil die Gäste aus Niedersachsen Mühe hatten, in die Partie zu finden. Dies änderte sich nach dem Seitenwechsel. Mit einem Doppelpack brachte Tobias Hahnenberg (41./46.), bester Torschütze der gesamten Motoball-Bundesliga, den MSC Seelze auf 3:2 heran. Allzu lange hielt die Spannung jedoch nicht. Batreniks zweiter Treffer (49.) sowie Lucca Fuchs (62.) stellten den alten Abstand wieder her. Am Ende blieb es bei drei Toren Abstand, da die Gastgeber auf den Treffer von Vygandas Zilius (70.) mit einem weiteren Tor von Batrenik (71.) noch einmal antworteten.