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Fußball

Knapp 40 gute Minuten reichen nicht

Foto: ASV

Durlach (asv). Knapp 40 Minuten hat der ASV an diesem Sonntag als Gast des FC Ersingen einigermaßen guten Fußball gespielt, nämlich in der zweiten Halbzeit, als die Durlacher ihren 0:3-Pausenrückstand auf 2:3 verkürzten.

Doch die risikoreiche Aufholjagd gelang nicht und so musste man mit einer schmerzhaften 2:6(0:3)-Niederlage nach Hause fahren. Im Grunde genommen war das Spiel schon nach 37 Minuten verloren. Da hatten die Gastgeber durch Tim Bischoff, Kevin Geiger und Dennis Bechtold-Herzog ihre Farben schon mit 3:0 in Führung geschossen, jeweils unbedrängt allein vor dem bemitleidenswerten ASV-Torhüter Bruno Grässner Herranz.

„Schuld an der ganzen Torflut, die fatal an die Vorrunde der vergangenen Saison erinnerte, war das Abwehrverhalten auf den Außenpositionen, wo Dominik Haramustek rechts und Raúl Amaro links nicht im Ansatz zur Normalform fanden und entweder bei Ballbesitz unnötig in die Zweikämpfe gingen (Haramustek) oder – Amaro im Verbund mit Blagoj Angelov – den freien Raum deckten, der bekanntlich keine Tore schießt, und den Gegnern alle Freiheiten dieser Welt ließen“, so der Bericht des ASV Durlach.

Zu Recht wurden die beiden schon in der 37. Minute durch ihre Auswechslung erlöst. In der zweiten Halbzeit konnte schon in der 54. Minute Marco Varivoda nach einer Ecke auf 1:3 verkürzen und in der 70. Minute setzte sich Valentino Vujinovic gegen vier Gegner durch und traf per Traumtor in den Winkel. Danach roch es einige Male nach Ausgleich und die Durlacher forderten in einer 50:50-Situation einen Handelfmeter. Mit zunehmender Spielzeit öffneten die Durlacher die Abwehr immer mehr, erzwangen zahllose Eckbälle – und wurden in der 82. Minute durch den kurz zuvor eingewechselten Philipp Gellert zum 2:4 ausgekontert.

Danach ging nichts mehr und der ASV kassierte durch Joel Damm (85.) und Jonas Striegel (90.) noch zwei weitere Kontertore. Natürlich ist die Niederlage zu hoch ausgefallen, ist letztlich aber die Quittung für die nicht einmal kreisligareife Defensivleistung. In der nächsten spielfreien Woche besteht für einzelne Spieler erheblicher Anlass zur Selbstkritik. Das Positive: Die Mannschaft hatte immerhin 40 Minuten den Gegner im Griff und es ist auch klar, welche Fehler man abstellen muss, um gegen Stupferich am 11. Oktober kein Debakel zu erfahren.