ASV vergibt reihenweise Großchancen
Foto: ASV Durlach
Durlach (asv). Der Tabellenführer ist enteilt, denn der ASV Durlach hat die große Chance vergeben, im heimischen Turmbergstadion der SG Stupferich die erste Saisonniederlage beizubringen. 0:2 (0:1) hieß es am Ende des Spiels, bei dem der ASV die spielerisch gefälligere, die SG Stupferich aber die effektivere Mannschaft war, die, wenn sie ihre Effektivität beibehält, das Zeug dazu hat, in die Verbandsliga durchzumarschieren, so der Spielbericht des ASV Durlach.
Die Begegnung begannen beide Mannschaften vorsichtig aus der Defensive heraus. Ein erster Torschuss des ASV durch Slaven Jurisa in der 15. Minute zischte am linken Eck vorbei. Anders die Stupfericher. Als in der 18. Minute unweit der Strafraumgrenze Tiago Lemos ein Foul an Robin Schnürer unterlief, versenkte Marvin Gondorf den fälligen Freistoß im Tordreieck zur Gästeführung.
Es sollte der einzige Schuss aufs ASV-Tor in der ersten Halbzeit bleiben. Der ASV erarbeitete sich in der Folgezeit Chance um Chance. In der 38. Minute hätte Slaven Jurisa mit einem Kopfball nach Flanke von links aus vier Metern den Ausgleich machen müssen, platzierte den Ball aber genau dahin, wo Stupferichs Torwart Daniel Tomic stand. Nur zwei Minuten später schoss Paul Barisch mit der nächsten Hundertprozentigen knapp am freien linken Eck vorbei und scheiterte wenig später mit einem Drehschuss. Niemand hätte sich beklagen können, wenn der ASV zur Pause in Führung gelegen hätte. Nach dem Wechsel ging es ähnlich weiter: 50. Minute Schuss Slaven Jurisa, 51. Minute Schuss Paul Barisch. Unterbrochen wurde das Chancenfestival nur durch einen Schrägschuss des eingewechselten Paul Weiß (64.), den Bruno Grässner Herranz parierte.
Zwei weitere dicke Torchancen des ASV ließen nicht lange auf sich warten: Der eingewechselte Mike Eberhart setzte einen Heber knapp am verlassenen Stupfericher Tor vorbei (76.) und schließlich fischte Daniel Tomic einen Freistoß von Slaven Jurisa in der Schlussphase aus dem Lattenkreuz. Der ASV hätte fünf, sechs Tore schießen können, drei gewiss schießen müssen und kassierte in der Nachspielzeit noch einen Konter durch den eingewechselten Marvin Saatzer zum 0:2. Ein äußerst schmeichelhafter Sieg für die Gäste, dessen Ergebnis den Spielverlauf nicht wiedergibt, aber nach der alten Fußballweisheit steigt gerade derjenige auf, der solche Spiele gewinnt. Auf den ASV wartet nun die Auswärtsaufgabe in Forchheim, das nach einem Trainerwechsel neuen Elan auf den Platz bringt.
