Trainer Jochen Werling sieht eine gute Leistung seiner Mannschaft – TVK legt vier Tore fürs Rückspiel vor

Pascal Fuchs (Foto: Andreas Arndt)
Pascal Fuchs (Foto: Andreas Arndt)

Karlsruhe (tvk). Im ersten Halbfinalspiel um die Badische Meisterschaft setzte sich der TV Knielingen gegen den TSV Viernheim mit 24:20 (13:10) durch. Die zahlreichen Zuschauer sahen in der Knielinger Reinhold-Crocoll-Halle ein temporeiches und ebenso hochklassiges Spiel. Die überragende Stimmung in der endlich einmal wieder vollbesetzten Halle, machte die Veranstaltung für alle Beteiligten komplett.

TVK-Trainer Jochen Werling lobte nach der Begegnung seine Mannschaft: „Wir haben das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Das war eine gute Leistung und ich werde jetzt nicht das Haar in der Suppe suchen. Gegen diesen starken Gegner nur 20 Gegentore zu bekommen ist schon sehr gut.“ Seine Knielinger hatten den besseren Start ins Spiel und führten schnell mit 3:0. Das erste Gegentor kassierte der erneut stark haltende  Knielinger Torhüter Pascal Fuchs erst nach sechs Spielminuten. Das beeindruckte die TVK-Angreifer nicht sonderlich. Mit dem 6:1 war der Vorsprung auf fünf Treffer angewachsen (9.). Die Knielinger dominierten zunächst klar bis zum 8:2 als das Gästetrainerteam ihrer Mannschaft eine Auszeit verordneten.

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Die Viernheimer änderten die taktische Abwehrausrichtung, was den Knielingern das Torwerfen nun erheblich erschwerte. In der 19. Spielminute war der schöne Vorsprung des TVK fast dahin, als die Südhessen zum 9:7 trafen. Zwei Knielinger Treffer sorgten dann wieder für einen Vier-Tor-Vorsprung (11:7). In die Pause ging man mit dem 13:10-Zwischenstand. Insgesamt hatten die zahlreichen Handballfans in der Halle ein sehr hohes Tempo beider Mannschaften gesehen. Nicht wenige Tore fielen in der ersten Welle beim Gegenstoß nach Ballverlusten des Gegners oder Gegentreffern mit schnellem Anspiel.

Was sich bereits vor der Halbzeitpause angedeutet hatte, war im zweiten Spielabschnitt noch viel deutlicher zu sehen. Die Abwehrreihen samt Torhüter ließen nicht mehr viel zu und zeitweise fielen minutenlang keine Tore. Doch zunächst hatten wieder die Knielinger den besseren Start. Mit dem 17:10 nach 36 Spielminuten entwickelte sich der TVK-Vorsprung fast komfortabel. In der Halle war kaum noch jemand, der noch mit einem Viernheimer Erfolg in Knielingen rechnete.

Daran ändere sich auch nach einer weiteren TSV-Auszeit nicht viel. Mit zunehmender Spielzeit wurden erfolgreiche Torwürfe seltener. Mit dem 23:16 nach 45 Spielminuten, steuerte der TVK auf einen klaren Sieg sowie ein dickes Polster fürs Rückspiel in einer Woche zu. Nun wechselten die Viernheimer den Torhüter und der vernagelte buchstäblich seinen Kasten in der Schlussviertelstunde. Den Knielinger Angreifern gelang nur noch ein einziges Tor durch Dennis Estedt zum 24:19. Ihren 20. Treffer markierten die Gäste dann neun Minuten vor dem Schlusspfiff. Danach machen die Abwehrreihen buchstäblich alles dicht und die Torhüter auf beiden Seiten liefen zur Hochform auf, inklusive zwei gehaltener Strafwürfe von der Siebenmeterlinie.  

Am Ende konnten beide Mannschaften durchaus zufrieden sein. Die Knielinger hatten sich ein Torpolster erarbeiten können und die Viernheimer waren in Karlsruhe erwartungsgemäß nicht unter die Räder gekommen. So bleibt es im Rückspiel spannend und alles ist noch möglich. „Viernheim hat mit den besten Kader der Badenliga. Das hat man heute gesehen. Wir werden im Rückspiel wieder alles in die Waagschale werfen müssen und dann wird man sehen, was am Ende dabei herauskommt.“, verspricht Jochen Werling für das Spiel am Samstag in Südhessen.

Knielingen: Pascal Fuchs (Tor), Lukas Zanki (Tor), Felix Wald, Benny Borrmann (1), Robin Hörsting (5), Jochen Werling, Philipp Ast (1), Dennis Estedt (4/1), Jens Kusterer, Gerrit Kirsch, Jochen Rabsch (5), Lukas Metzger (5), Philipp Schollmeyer (3).