TV Knielingen steht im Finale – Torpolster aus dem Hinspiel reicht in Viernheim fürs Weiterkommen

Jochen Rabsch (Foto: Andreas Arndt)

Karlsruhe (tvk). Nach einer gefühlten Ewigkeit kann der TVKnielingen wieder einmal den Traum von Meisterschaft und Aufstieg in die Baden-Württemberg-Oberliga träumen. Im Halbfinalrückspiel um die Badische Meisterschaft unterlag die Werling-Sieben zwar mit 24:25 (13:12) in Viernheim, ist aber dennoch weiter, weil das Heimspiel vor einer Woche mit vier Toren gewonnen wurde.

Die Fans in der vollbesetzen Waldsporthalle in Viernheim feuerten beide Mannschaften lautstark an, sodass die typische Handballstimmung endlich wieder zu erleben war. Vom Start weg zeigten beide Teams dann Handballsport hohem Niveau und es wurde schnell klar, dass es sich bei der Halbfinalteilnahme bei beiden Mannschaften nicht um einen Zufall handelte. Allerdings galt das zunächst eher für die Defensivabteilungen. 15 Minuten waren gespielt und es stand „nur“ 5:5. „Wir hatten gleich einen guten Zugriff in der Abwehr. Im Angriff hat es zunächst etwas gehapert, allerdings auf beiden Seiten.“, erklärt TVK-Trainer Jochen Werling. Danach bekam seine Mannschaft etwas die Oberhand. Die Anzeigetafel zeigte die 21. Spielminute als Benny Borrmann zum 9:6 traf. Der Dreitorvorsprung hielt aber nur wenige Minuten. Die Gastgeber erhöhten den Druck, als die Knielinger durch Zeitstrafen in Unterzahl agieren mussten. Zur Pause waren die Karlsruher immerhin noch mit einem Tor vorne (13:12).

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Wie viel Qualität im Kader des TSV Viernheim steckt, zeigte sich überdeutlich nach wenigen Minuten in der zweiten Spielhälfte. Vorne nutzten die Knielinger nicht alle Möglichkeiten und gerieten prompt in Rückstand (14:15 nach 35 Spielminuten). In der Folge glichen die Knielingerzwar jeweils eine Viernheimer Ein-Tor-Führung aus – gerieten aber schnell wieder in Rückstand. Knackpunkt des Spiels hätte der erstmalige Zwei-Tor-Rückstand in der 54. Minute werden können. Knielingen ließ einige freie Würfe liegen, während die Gastgeber beste Chancen hatten auf vier oder fünf Tore weg zu ziehen. „Das war eine etwas haarige Situation, die wir da zu überstehen hatten. Doch die haben wir gut gemeistert und gute Antworten gefunden. Wenn wir da zwei, drei freie Bälle rein machen, gehen wir sogar als Sieger aus der Partie raus.“ Hinzu kam, dass sich Viernheim den einen oder anderen technischen Fehler leistete oder am starken Knielinger Torhüter Pascal Fuchs scheiterte.

Der TVK konnte so die Begegnung in der Folge weiter offen gestalten und 100 Sekunden vor dem Schlusspfiff warf Philipp Schollmeyer den Ball zum 24:24 ins Netz der Gastgeber. Dem TSV Viernheim blieb nur noch der Siegtreffer zehn Sekunden vor dem Ende des Spiels. „Von der ersten Minute an waren wir präsent und hatten wie im Hinspiel gleich einen guten Zugriff in der Abwehr gehabt. Man muss sehen, dass in der Viernheimer Mannschaft sehr, sehr viel Qualität steckt. Wir haben es geschafft das Spiel bis zum Schluss offen zu halten.“, zieht Jochen Werling seine Bilanz des Spiels und erläutert: „In der Summe beider Spiele ist unser Einzug ins Finale mehr als verdient. Ein Kompliment und ein großes Dankeschön gehen an unsere mitgereisten Fans, die uns in Viernheim auch in schwierigen Situationen getragen haben. Das war eine super Atmosphäre, die uns sehr geholfen hat.“

In den beiden Finalspielen bekommt es der TV Knielingen mit dem Perspektivteam des Drittligisten HG Oftersheim/Schwetzingen zu tun, das den TV Hardheim aus dem Wettbewerb stoßen konnte, Gespielt wird an den Wochenenden 30. April/1. Mai und 7./8. Mai mit Hin- und Rückspiel. Jochen Werling positioniert sich im Vorfeld klar: „Die Pause werden wir nutzen, um zu regenerieren und Kraft aufzutanken. Jetzt wollen wir auch den Weg zu Ende gehen, das Finale für uns entscheiden und den Aufstieg klar machen.“

Knielingen: Pascal Fuchs (Tor), Lukas Zanki (Tor), Felix Wald, Benny Borrmann (3), Robin Hörsting (2), Jochen Werling, Philipp Ast (1), Dennis Estedt (4/2), Gerrit Kirsch(3/1), Jochen Rabsch (5), Lukas Metzger (3), Yann Majunke (1), Philipp Schollmeyer (2).