TVK-Sieg auch im zweiten Finalspiel gegen Oftersheim/Schwetzingen – Knielingen gewinnt die Meisterschaft

Benny Borrmann und Philipp Ast (Foto: Andreas Arndt)
Benny Borrmann und Philipp Ast (Foto: Andreas Arndt)

Karlsruhe (tvk). Das Finalrückspiel um die Badische Meisterschaft gewann der TV Knielingen vor großer Kulisse gegen das Perspektivteam der HG Oftersheim/Schwetzingen mit 27:26. Bereits das Hinspiel hatten die Knielinger klar gewonnen und sind somit neuer Titelträger und Aufsteiger in die Baden-Württemberg-Oberliga (BWOL).

Aus dem Hinspiel hätten die Gäste neun Tore aufholen müssen, um eine Chance auf die Meisterschaft zu haben. Dementsprechend engagiert starten sie in die Begegnung. Beim TV Knielingen lief es deutlich holpriger an. „Am Anfang sind wir nicht gut in die Partie gekommen. Vorne haben wir etliche technische Fehler gemacht und viel zu schnell abgeschlossen. Hinten bekommen wir leichte Tore, meist aus der ersten, zweiten Welle.“, erklärt TVK-Trainer Jochen Werling. So war seine Mannschaft schon zu Beginn mit 0:3 im Rückstand. Doch die Männer aus dem Karlsruher Westen ließen sich einmal mehr nicht aus der Ruhe bringen. Knielingen kam zurück in die Begegnung und verkürzte nach dem zwischenzeitlichen 2:6 (9. Spielminute) kontinuierlich. Mit dem Tor zum 7:7 durch Benny Borrmann war der Gleichstand hergestellt und Dennis Estedt verwandelte zur 8:7-Führung. Die Gäste legten aber erneut einen Zahn zu und waren bis zum 11:10 jeweils wieder mit einem Tor vorn. Zu diesem Zeitpunkt hatte TVK-Torhüter Pascal Fuchs bereits zwei Strafwürfe von der Siebenmeterlinie entschärft und etliche freie Würfe pariert. Etwas absetzen konnte sich die Mannschaft um TVK-Trainer Jochen Werling erst in den zweieinhalb Minuten vor der Pause als aus einem 12:12 eine 15:12-Führung wurde.

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Nun machten es die Abwehrreihen den Angreifern deutlich schwerer Tore zu erzielen. Allerdings hatte die zweite Spielhälfte nicht mehr ganz die spielerische Klasse der ersten Halbzeit. „Nach der Pause ist das Spiel etwas vor sich hin geplätschert. Wir haben dann häufiger durch gewechselt und das letzte Feuer hat gefehlt. Das will ich aber nicht kritisieren, weil wir mit der Halbzeitführung von plus drei und den neun Toren Vorsprung aus dem Hinspiel auf der sicheren Seite waren.“, sagt Jochen Werling und erklärt weiter: „Am Ende wollten wir natürlich das letzte Saisonspiel auch gewinnen, was wir geschafft haben.“ Bis auf den 22:23-Zwischenstand war der TVK meist mit ein bis vier Toren vorne (21:17, 44. Min.).

Den Siegtreffer zum 27:26-Endstand warf Robin Hörsting 24 Sekunden vor der Schlusssirene. Danach brachen in der Reinhold-Crocoll-Halle alle Dämme und überschäumende Begeisterung der TVK-Anhänger schlug den jubelnden und überglücklichen Knielinger Spielern entgegen. Als im Anschluss Jochen Rabsch den Meisterwimpel des Badischen Handball-Verbands überreicht bekam, war der Jubel in der Halle grenzenlos.

TVK-Handballabteilungsleiter Sven Palec sagte zum Gewinn der Meisterschaft: „Als Abteilungsleiter bin ich natürlich stolz auf diese Leistung. Aber nicht nur auf die Mannschaft, sondern auch auf alle im Hintergrund. Nur so konnten wir diesen schönen Tag gestalten.  Abenteuer BWOL, wir kommen. Erinnerungen an die Regionalliga kommen nach 24 Jahren wieder auf. Viele Höhen und Tiefen haben die Jungs mit mannschaftlicher Geschlossenheit und überdimensionalem Einsatz gemeistert. Auch Spiele mit nur zehn Aktiven auf dem Spielberichtsbogen mussten gespielt werden. Heute genießen und ab morgen an die kommenden Aufgaben in der BWOL denken. Wir machen das Beste daraus.“

„Die Mannschaft hat in den Playoff-Spielen überragende Leistungen gezeigt. Das ist ein toller Erfolg für uns alle. Der ganze Verein ist überglücklich. Es ist immerhin zwei Jahrzehnte her, dass wir zuletzt Badischer Meister bei den Männern waren.“, erklärt TVK-Sprecher Thomas Holstein, nicht ohne Stolz auf die Leistung des TVK-Teams.

Knielingen: Pascal Fuchs (Tor), Lukas Zanki (Tor), Felix Wald (3), Benny Borrmann (5), Robin Hörsting (3), Jochen Werling, Philipp Ast (7), Dennis Estedt (2), Gerrit Kirsch (1), Jochen Rabsch (2), Lukas Metzger (1), Yann Majunke (2), Philipp Schollmeyer (1).