Zu zehnt „ganz viel Wert“ – KSC-Frauen holen Punkt in Herrenberg

Trainerin Romina Konrad Foto. Tom Kohler

Karlsruhe (mia). Zum Auftakt der Frauen Regionalliga haben die Fußballerinnen des Karlsruher SC beim 1:1 (1:1)-Unentschieden beim VfL Herrenberg einen Punkt geholt. Dabei hatten die KSC-Frauen eine halbe Stunde lang nur noch zu zehnt gekämpft, nachdem Torhüterin Saskia Wagner mit Rot vom Platz gehen musste.

Die ersten 20 Minuten waren etwas zerfahren, erklärt KSC-Trainerin Romina Konrad. Aufsteiger Herrenberg sah sie in deren erstem Regionalligaspiel „ein bisschen übermotiviert und etwas ruppig“. Bald übernahmen die KSC-Fußballerinnen dann die Kontrolle und gingen durch einen schönen Distanzschuss von Noelle Maier (15.) in Führung. „Wir waren die klar bessere Mannschaft. Wir hätten noch einen drauf setzen müssen.“

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Eine Unaufmerksamkeit wird bestraft

Stattdessen waren die Karlsruherinnen ein Mal nicht aufmerksam, was Leonie Kopp (28.) ausnutzte und das 1:1 erzielte. So ging es auch in die pause.

Nach dem Seitenwechsel kam dann der bittere Platzverweis für KSC-Keeperin Wagner. In der 64. Minute kam Wagner bei einem langen Ball aus dem Tor und bekam den Ball an die Hand. Die Schiedsrichterin entschied auf Rot. „Das war sehr konsequent“, bedauerte KSC-Trainerin Konrad.

Weniger konsequent schien die Unparteiische im weiteren Verlauf zu sein. „Es ist immer sehr leicht als Trainer zu sagen, der Schiri hat das Spiel verpfiffen. Aber man muss echt sagen, es war am Ende zehn Minuten vor Schluss noch eine Handsituation, wo es Elfmeter geben muss, wo die Hand zum Ball geht. Das pfeift sie nicht. Vorher gab es ruppiges Verhalten, das nicht geahndet wurde“, ärgert sich Konrad.

Kompliment

Wie ihre KSC-Fußballerinnen reagiert hatten, als sie zu zehnt eine halbe Stunde lang spielen mussten, war top. „Ein großes Kompliment an die Mannschaft. Wir waren zu zehnt besser auf dem Platz als die anderen zu elft. Aber wir haben es leider nicht geschafft, das Tor zu machen.“ Denn der KSC hatte weiter nach vorne gespielt und sich gute Chancen erarbeitet.

„Es wäre verdient gewesen. Aber in Unterzahl das 1:1 heimzufahren ist ganz viel Wert“, lobt die KSC-Trainerin. Nun bereiten sich die Karlsruherinnen auf die zweite Runde im DFB-Pokal gegen Nürnberg am Sonntag vor.