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55 Minuten sehr nah an zwei Punkten – Starke Knielinger Leistung bleibt in Neuenbürg unbelohnt

Louis Hohler (Foto: Andreas Arndt)

Karlsruhe (tvk). Mit einer am Ende sehr unglücklichen 31:35-Niederlage kehrte der TV Knielingen aus Neuenbürg zurück. Zur Halbzeit hatten beide Mannschaften noch gleich viele Tore erzielt (16:16). Insgesamt lieferten die Männer von Trainer Jochen Werling eine starke Leistung ab und untermauerten den Eindruck der letzten Woche, dass der TVK endgültig in der Oberliga angekommen ist.

Scheinbar kann der TV Knielingen auch mit den ambitionierten Teams der Baden-Württemberg-Oberliga mithalten. Nach dem Heimsieg gegen Weinsberg agierten die Knielinger auch beim klaren Favoriten HC Neuenbürg vom Start weg auf hohem Niveau mit viel Engagement.

Bis zur 55. voll dabei

„Bis zur 55. Minute waren wir voll dabei und hatten den Gegner da wo wir ihn haben wollten.“, sagt TVK-Trainer Jochen Werling. Die Knielinger kamen gut in die Partie und führten nach fünf Spielminuten mit 3:0. Der Abstand hatte auch mit dem 4:1 für den TVK Bestand. Erst danach stellten sich die klar favorisierten Hausherren, vor nicht ganz voll besetzten Zuschauertribünen in der Neuenbürger Stadthalle, besser auf die Gäste ein. Erstmals gerieten die Fächerstädter, die ohne den formstarken Benny Borrmann antreten mussten,  beim 6:7 in der zwölften Spielminute in Rückstand. Auch ein Vier-Tor-Abstand (9:13) warf die Knielinger nicht aus der Bahn. Jochen Werling nahm die Auszeit und mit neuen Anweisungen legten seine Männer wieder zu. Kurz vor der Pause war der Gleichstand beim 15:15 hergestellt (29.). In der restlichen Spielzeit der ersten Halbzeit warfen beide Teams noch je ein Tor und es ging mit einem leistungsgerechten Zwischenstand von 16:16 in die Pause.

TVK blieb dran

Auch in der zweiten Spielhälfte gingen beide Mannschaften engagiert zur Sache und mit zunehmender Spielzeit sahen die Zuschauer ein Spiel auf Biegen und Brechen. Wieder waren es die Knielinger, die besser ins Spiel fanden. Über 18:16, 19:17 und 20:18 (34.) legten die Knielinger zwei Tore vor. Die Begegnung blieb extrem spannend und in der Folge gerieten die Männer vom Rhein mit 20:21 in Rückstand. Doch der TVK blieb dran und schaffte den Gleichstand mit dem Tor zum 25:25. Nun waren es die Knielinger, die sich einen Zwei-Tor-Vorsprung erkämpften (27:25). Ein entscheidender Vorsprung gelang nicht. Mit dem 29:28 für Neuenbürg wechselte erneut die Führung in diesem Spiel. Die Spielzeit 54:46 stand auf der Anzeigetafel als TVK-Rechtsaußen Louis Hohler, mit sechs Toren erfolgreichster Knielinger Torschütze, zum 30:30 traf.

Die Schlussminuten waren von viel Hektik geprägt, von der sich augenscheinlich auch die beiden Unparteiischen anstecken ließen. Bei deren agieren sahen sich die Knielinger im Nachteil. Eine Zeitstrafe für die Knielinger Bank sorgte in dieser Spielphase für eine Neuenbürger Überzahl. Diese wussten HCN-Aktiven geschickt zu nutzen und legten auf 35:30 vor. Mit dem Schlusspfiff verkürzte Lukas Metzger zwar nochmals, aber die Knielinger Niederlage war amtlich.

Hohe individuelle Klasse

TVK-Trainer Jochen Werling bilanzierte nach der Begegnung: „Wenn man 31 Tore wirft, geht man davon aus, dass man als Sieger aus der Halle geht. Aber Neuenbürg hat eine sehr hohe individuelle Klasse, was sich auch heute wieder gezeigt hat. In der Abwehr haben wir nicht ganz das umsetzen können, was wir uns vorgenommen haben. Zur Wahrheit gehört aber auch dazu, dass wir in den letzten zehn-zwölf Minuten kaum noch einen Pfiff für uns hatten. Etliche Entscheidungen sind leider gegen uns gelaufen. Aber davon dürfen wir uns nicht aus der Fassung bringen lassen und müssen uns  den Kredit bei den Schiedsrichtern ein Stückweit erspielen. In den letzten zehn Minuten haben wir uns auch nicht clever genug angestellt.“

Trotz der Niederlage ist Jochen Werling mit seiner Mannschaft nicht unzufrieden: „Wenn jemand vor dem Spiel gesagt hätte, dass wir bis zum Ende dabei bleiben und um die zwei Punkte tatsächlich mitspielen, hätte jeder von uns das unterschrieben. Im Nachgang ist es aber schon total ärgerlich, dass es am Ende nicht gereicht hat. Wir haben eine sehr gute Leistung gezeigt. Mit dem Kader, den wir zur Verfügung hatten, haben wir das sehr sehr gut gemacht und im Angriff immer wieder Lösungen gefunden. Die Jungs können wirklich stolz auf die gezeigte Leistung sein. Darauf gilt es aufzubauen und im nächsten Heimspiel zu punkten.“

Am nächsten Samstag kommt die Reserve des Bundesligisten TVB Stuttgart, der in der BWOL als TV Bittenfeld 2 firmiert, in die Reinhold-Crocoll-Halle nach Knielingen (20 Uhr).

TV Knielingen: Pascal Fuchs (1, Tor), Lukas Zanki (Tor), Mehmet Süngü (5), Philipp Ast (1), Dennis Estedt (4/3), Tim Kusterer, Kornej Tjart (1), Jochen Rabsch (3), Lukas Metzger (5), Till Eißler (1), Louis Hohler (6), Yann Majunke (4).