TVK macht zu viele Fehler und verliert – Knielinger kämpfen und werden trotz Niederlage gefeiert

TVK macht zu viele Fehler und verliert – Knielinger kämpfen und werden trotz Niederlage gefeiert Foto: Andreas Arndt

Karlsruhe (tvk). Im letzten Spiel des Jahres unterlag der TV Knielingen in eigener Halle dem Tabellenzweiten VfL Waiblingen klar mit 29:37 (10:21). Dabei konnten die Hausherren nur in der zweiten Spielhälfte überzeugen und scheiterten letztlich an vielen technischen Fehlern vor der Pause.

TVK-Trainer Jochen Werling wurde bereits sehr früh zu einer Auszeit gezwungen, weil seine Männer mit einem Fehlstart ins Spiel gingen. Mehrere Wurfversuche landeten nicht im Tor des VfL Waiblingen, zudem verloren die Knielinger oft den Ball durch technische Fehler. So war man schnell mit 0:5 in Rückstand. Fast neun Minuten brauchten die TVK-Angreifer zum ersten eigenen Torerfolg. Da versenkte Till Eißler aus der Nahdistanz den Ball am starken Gästetorhüter vorbei. Auch in der Folge begleitete die Knielinger der Fehlerteufel. Immer wieder kam es zu unnötigen Ballverlusten, die vom mit hoher Geschwindigkeit agierenden Favoriten gnadenlos ausgenutzt wurden.

Die Waiblinger nutzten einen 4:0-Lauf um von 5:8 auf 5:12 weg zu ziehen. Dabei spielten sie ihre mannschaftliche und individuelle Klasse an diesem Tag voll aus und waren bereits nach 23. Spielminuten deutliche vorne (7:15). Das Bild änderte sich bis zur Pause nicht mehr und die Knielinger durften sich über den zweistelligen Rückstand (10:21) nicht beschweren. In der Abwehr bekam man kaum Zugriff und die Fehler im Angriffsspiel waren nicht zu kompensieren. Die Begegnung in der vollbesetzten Reinhold-Crocoll-Halle war eigentlich durch.

In der zweiten Spielhälfte machten die Knielinger zwar viel weniger technische Fehler, die Hypothek aus der ersten Halbzeit war aber dann doch zu groß. „Wir haben unseren Fans einen großen Kampf versprochen und das haben wir über die ganzen 60 Minuten gemacht.“, erklärt Jochen Werling, der es auch mit dem siebten Feldspieler im Angriff versuchte. Aber auch diese taktische Maßnahme fruchtete nicht, im Gegensatz zur Vorwoche in Weilstetten. Einmal kamen die Knielinger noch auf sechs Tore heran (22:28). Ein Waiblinger 4:0-Lauf rückte die Verhältnisse wieder zu Recht (22:32).

Einer besseren Torausbeute in der zweiten Halbzeit und den Paraden von Pascal Fuchs war es dann geschuldet, dass die Niederlage des TVK am Ende noch in erträglichen Bahnen verlief. Der VfL Waiblingen brachte über 50 Minuten eine bärenstarke Leistung auf die Spielfläche, was die Möglichkeiten auf zwei Punkte für den TVK dann doch stark einschränkte. Die Fans in der vollen, aufgrund von Energiesparmaßnahmen der Stadt Karlsruhe recht kalten Reinhold-Crocoll-Halle, feierten jedenfalls nach dem Schlusspfiff ein tolles Handballspiel und sorgten auf ihre Weise für Wärme. Den Statistikern unter ihnen ist dann auch aufgefallen, dass der TVK die zweite Halbzeit mit 19:16 für sich entscheiden konnte. Am verdienten Auswärtssieg des VfL Waiblingen änderte diese Tatsache naturgemäß nichts.

TVK-Trainer Jochen Werling zollte Anerkennung: „Waiblingen hat ein sehr gutes Spiel gemacht und verdient gewonnen. Wer sich, wie wir, 15 Minuten eine sportliche Auszeit nimmt, hat gegen einen Favoriten keine Chance auf Punkte. Schade. Wir wollten unserem tollen Handballjahr die Krone aufsetzen. Das ist uns nicht gelungen. Dennoch sind wir mit zehn Punkten nach 15 Spieltagen in der BWOL im Soll. Das haben uns viele vor der Saison nicht zugetraut. Mit dem was wir bisher geleistet haben, können wir zuversichtlich ins neue Jahr gehen.“

Aufgrund der großen Anzahl von Mannschaften in der Baden-Württemberg-Oberliga (BWOL) ist die Vorrunde noch nicht ganz absolviert. Am Samstag, 7. Januar, fahren die Knielinger zum bisher unter seinen Möglichkeiten geblieben Drittligaabsteiger TVG Großsachen. Zum letzten Vorrundenspiel kommt dann am Samstag, 14. Januar, die TSG Söflingen in den Karlsruher Westen (20 Uhr, Reinhold-Crocoll-Halle).

TV Knielingen: Pascal Fuchs (1, Tor), Lukas Zanki (Tor), Malte Röpcke (Tor), Benny Borrmann (3), Mehmet Süngü (8/2), Philipp Ast, Dennis Estedt (2), Tim Kusterer, Kornej Tjart, Jochen Rasch (3), Lukas Metzger, Till Eißler (7), Louis Hohler (1), Yann Majunke (3), Niklas Kary (1), Felix Erdmann.