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LIONS geben Sieg aus der Hand – Knights im Endspurt knapp vorn

Foto: Lastriasi Lastriasi auf Pixabay

Karlsruhe (psk). Nach zuletzt drei Erfolgen in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA mussten die PS Karlsruhe LIONS am 23. Dezember eine knappe, aber angesichts der zwischenzeitlich komfortablen Führung umso schmerzlichere Niederlage bei den Bozic Estriche Knights Kirchheim hinnehmen. Die Partie des 13. Spieltags fand nicht in der Sporthalle Stadtmitte statt, wo die Schwaben sonst ihre Gegner empfangen, sondern im knapp 20 Kilometer entfernten Göppingen. Die dortige EWS-Arena fasst mehr Zuschauer. Diejenigen, die gekommen waren, sahen einen zeitweise zähen, aber intensiven Schlagabtausch mit einer dramatischen Schlussphase. Kurz vor Ablauf der Zeit schoben sich die Knights, nachdem sie lange zurückgelegen hatten, knapp nach vorn. Endstand: 77:74

Das Publikum sah einen recht nervösen Start auf beiden Seiten. Garai Zeeb eröffnete in der zweiten Minute die Punktejagd mit einem Distanztreffer für die LIONS, die Knights antworteten im direkten Gegenzug ebenfalls mit drei Punkten. Dann aber gelang lange Zeit keiner der beiden Mannschaften ein erfolgreicher Abschluss, so dass man von einem ausgeglichenen Auftakt ohne größere Highlights sprechen konnte. Nach exakt fünf Minuten erzielte Bakary Dibba für Karlsruhe das 5:8. In der Folge kam etwas mehr Schwung in die Partie, den die Hausherren besser nutzen konnten und sich mit einem Neun-Punkte-Run nach vorn schoben. Angesichts des Zwischenstands von 16:13 nach dem ersten Spielabschnitt bestand aber auf Karlsruher Seite noch kein Grund zur Beunruhigung.

Kurz nach Wiederbeginn fiel der Ausgleich und wenig später lagen die LIONS erstmals seit längerem in Front. Das lag auch an der konsequenten und aggressiven Defense der Badener, die es den Gastgebern schwer machten, in gute Wurfpositionen und zu erfolgreichen Abschlüssen zu kommen. Das Duell war hart umkämpft und stand damit in der Tradition der bisherigen elf Aufeinandertreffen der beiden Kontrahenten in der ProA. Die Führung wechselte nun hin und her. Auffällig zu diesem Zeitpunkt: Die sehr gute Dreierquote von über 50 % der LIONS, die dafür im Zwei-Punkte-Bereich so gut wie nichts trafen. Insgesamt war Karlsruhe im zweiten Viertel allerdings die effektivere Mannschaft und nutzte das Momentum, um sich kurz vor der Halbzeitpause auf neun Punkte abzusetzen. Bis zur Spielmitte gelang es Kirchheim noch, auf 34:40 zu verkürzen. Den gelungeneren Start in die zweite Hälfte hatten allerdings wieder die LIONS. Weiterhin war es kein Highscoring-Game, das seine Reize stattdessen aus den vielen intensiven Spielsituationen zog.

Nach knapp 23 Minuten hatte Karlsruhe allerdings einen zweistelligen Vorsprung herausgespielt. Die Knights bekamen in dieser Phase zunehmend Schwierigkeiten, mit dem Druck umzugehen und scheiterten häufig an der cleveren LIONS-Defense. Zwar gelangen den Schwaben gute Stopps, aus denen sie aber nur selten Kapital schlagen konnten. Trotzdem: Von einer Vorentscheidung war man in Göppingen noch weit entfernt. Und tatsächlich: In einem zunehmend zähen Ringen gelang es Kirchheim, sich kurz vor der letzten Pause wieder spürbar heranzuschieben. Mit 53:58 ging es in den Schlussabschnitt, der weiterhin kampfbetont und von vielen foulbedingten Unterbrechungen geprägt war. In der 33. Minute gelang es den Gastgebern, sich mittels zweier Dreier binnen 30 Sekunden in Schlagdistanz zu bringen. Die LIONS hielten zwar weiterhin die Führung, wirkten jedoch nun längst nicht mehr so souverän, wie noch in den vorhergehenden Vierteln. Die Crunchtime begann mit dem Kirchheimer Treffer zum 70:71 zu Beginn der 39. Minute.

So erlebten die Badener ein ähnliches Drama wie am vergangenen Wochenende beim denkbar knappen Sieg gegen den BBC Bayreuth – allerdings mit umgekehrtem Ausgang. 50 Sekunden vor Ablauf der Uhr kam es zum Führungswechsel, den Zeeb allerdings 20 Sekunden vor der Schlusssirene mit zwei erfolgreichen Freiwürfen konterte. Mit dem nächsten Angriff stellte Michael Flowers durch einem weiten Dreier für die Knights den 77:74-Endstand her. Die verbliebenen 1,9 Sekunden reichten den LIONS nicht mehr für einen erneuten Gegenschlag.

Topscorer für Karlsruhe war Garai Zeeb mit 25 Punkten, gefolgt von Bakary Dibba mit 21 Zählern und Dennis Tunstall, der mit elf Punkten und zehn Rebounds ein Double Double erzielte. Bereits am zweiten Weihnachtstag wird in der ProA wieder gespielt. Dann muss Karlsruhe erneut auswärts ran. Um 19:30 Uhr ist Tipoff in der Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens. Dort trifft das Team auf die ART Giants Düsseldorf.