Bittere Pille für den Neuling in der Tischtennis-Bundesliga

ASV Grünwettersbach Joao Geraldo
ASV Grünwettersbach Joao Geraldo

Karlsruhe (ps). Gegen die etablierte Mannschaft aus dem Westerwald, die Nr. 2 der ewigen Bundesligatabelle, musste der Neuling erneut Lehrgeld bezahlen und unterlag am Ende deutlich mit 0:3. Zwar konnte der ASV über weite Strecken der Partie gut mithalten, sobald jedoch die Entscheidung nahte, agierten die Gäste einfach sicherer und konstanter und hatten so regelmäßig die Nase vorn. (ASV Grünwettersbach – TTC Zugbrücke Grenzau          0:3)

Bereits das erste Spiel sollte richtungsweisend für diesen Tischtennisnachmittag werden. Da standen sich mit Joao Geraldo und Masaki Yoshida zwei ebenbürtige Kontrahenten gegenüber, die schnelles, kompromissloses Angriffsspiel bevorzugten, so dass es vor den 350 Zuschauern zu wenig langen Ballwechseln kam. Im Entscheidungssatz konnte Joao dann zwar zwei Matchbälle abwehren, um am Ende dann doch mit 9:11, 11:9, 8:11, 11:8 und 10:12 den kürzeren zu ziehen. Wer weiß, wie die Begegnung weiter verlaufen wäre, hätte Joao seine Farben in Front gebracht.

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So aber liefen die Einheimischen von Beginn an einem Rückstand hinterher. Alvaro Robles war als Nächster gegen den kroatischen Serienmeister Andrej Gacina an der Reihe. Nachdem er in den beiden ersten Sätzen mit 7:11 und 6:11 unterlegen war, schien Alvaro in Durchgang 3 die Wende zu gelingen, doch genau dann spielte Andrej Gacina sein bestes Tischtennis und holte auch diesen Satz mit 10:12.

Nicht besser erging es nach der Pause Jan Zibrat, der für den zuletzt enttäuschenden Sam Walker ins Team gerückt war. Nachdem er zunächst gegen Liang Qiu chancenlos war, kämpfte er sich ins Match und führte im 2. Satz schon mit 10:5 und im 3. Satz mit 6:8, machte dann aber jeweils keinen Punkt mehr, so dass der am Ende klare und unter dem Strich auch verdiente Sieg an die Gäste ging.

Das junge ASV-Team musste also erneut Lehrgeld zahlen und bekam die rauhe Luft in der TTBL wieder deutlich zu spüren, auch wenn gute Ansätze zweifellos vorhanden sind.

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Zu Gast bei den starken Ochsen

Mi. 14.10., 19 Uhr: TTF Liebherr Ochsenhausen – ASV Grünwettersbach

Zu ungewohnter Zeit, bereits am Mittwoch um 19 Uhr bestreitet der ASV sein nächstes Spiel in der TTBL. Die Reise geht nach Oberschwaben, wo die derzeit einzigen TTBL-Vertreter Baden-Württembergs in Biberach aufeinander treffen.

Dabei gehen die gastgebenden Tischtennisfreunde als klarer Favorit in die Partie, haben sie doch mit dem Franzosen Simon Gauzy, dem Engländer Liam Pitchford, dem Brasilianer Hugo Calderano und dem Polen Jakub Dyjas, in der vergangenen Saison noch in Diensten des TTC Passau, junge, äußerst talentierte Nationalspieler in ihren Reihen, die in der Weltrangliste deutlich besser platziert sind, als ihre Kontrahenten vom ASV. Simon Gauzy etwa scheiterte bei der Europameisterschaft mit seinem Nationalteam erst im Halbfinale gegen Deutschland und holte dabei den Ehrenpunkt für seine Mannschaft.

Für die Spieler des ASV ist das Baden-Württemberg-Derby fast ein Heimspiel, da Joao Geraldo, Alvaro Robles und Sam Walker der Ochsenhäuser Trainingsgruppe angehören und somit ihre Rivalen sowie das Umfeld aus vielen gemeinsamen Trainingseinheiten genau kennen. Natürlich will sich keiner der Spieler in diesem ungewöhnlichen Aufeinandertreffen eine Blöße geben, so dass mit einem kampfbetonten Match zu rechnen ist.

Ob der ASV gegen die klar favorisierten Tischtennisfreunde etwas bewegen kann, bleibt abzuwarten. Immerhin hat der Außenseiter nichts zu verlieren und kann befreit aufspielen.

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Als Favorit zu den Bayern!

Sa. 17.10., 18 Uhr: FC Bayern München – ASV Grünwettersbach 2

Spiel paradox: Während wohl jeder Fußballer mit großem Respekt zum Gastspiel bei den Bayern antritt, gehen unsere Jungs als aktueller Tabellenführer der 3. Bundesliga in München als Favorit an den Start. Denn im Gegensatz zu ihren Fußball spielenden Vereinskollegen führen die Bayern im Tischtennis ein eher bescheidenes Dasein und liegen momentan mit 2:4 Punkten auf Rang 7 der Tabelle.

Der ASV zeigte sich zuletzt in guter Verfassung. Florian Bluhm zeigte am vergangenen Wochenende beim Deutschen Ranglistenfinale in Chemnitz, wo er bis ins Achtelfinale vorstieß, dass er seine Verletzung überwunden hat und auch seine Mitstreiter Geir Erlandsen, Marlon Spieß und Sanmay Paranjape stellten sich zuletzt in guter Verfassung vor.

So ist man frohen Mutes auch bei den Bayern ungeschlagen zu bleiben die Spitzenposition verteidigen zu können.