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Sport aus Karlsruhe und der Umgebung

#BewegtGegenRassismus: Was können Vereine tun?

Karlsruhe (bfv). Momentan laufen die Internationalen Wochen gegen Rassismus. Wir verbreiten mit Sport und Bewegung unsere gemeinsame Botschaft: Wir bewegen uns zusammen – gegen Rassismus und für 100 % Menschenwürde. Zusätzlich gibt es zahlreiche Ansätze für Vereine, sich zu engagieren und zu positionieren.

Am vergangenen Samstag war der Aktionstag #BewegtGegenRassismus, an dem nicht nur die Bundesliga-Vereine ein klares Zeichen gesetzt haben. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB), die DFL Stiftung, die Deutsche Sportjugend im DOSB (dsj), Pink gegen Rassismus und die Stiftung gegen Rassismus geben im Zuge der Internationalen Wochen gegen Rassismus (11.-24.03.2024) Impulse, wie sich auch Amateurvereine positionieren können.

Obwohl wir alle vor allem aus Freude an unserem Lieblingssport an den Wochenenden auf den Fußballplätzen sind, kommt es auch hier, wie in allen Lebensbereichen, immer noch wiederholt zu Diskriminierungsvorfällen. In der Saison 2022/2023 meldeten die Schiris deutschlandweit bei 2679 (0,21 %) der 1.234.154 durch einen abgeschlossenen Online-Spielbericht erfassten Spiele Diskriminierungsvorfälle. Um Vorfälle zu verhindern, sie zu bemerken und einzuschreiten, braucht es die Unterstützung aller Beteiligten – insbesondere der Spieler*innen, Trainer*innen und Vereinsverantwortlichen. Daher hat der DFB auf fussball.de Tipps bei Diskriminierung auf Amateursportplätzen zusammengefasst. Vorbeugend ist z.B. ein verbindliches Vereinsleitbild sinnvoll, das auch offensiv kommuniziert wird. Auf den Seiten des DFB können Vereine Motive herunterladen und Materialien bestellen, um sich öffentlich gegen Rassismus zu positionieren. Sollte es doch einmal zu Vorfällen kommen, auf jeden Fall den Schiri informieren und im Nachgang bei der Anlaufstelle für Gewalt- und Diskriminierungsvorfälle melden.

In Baden bereits viele Unterstützer hat die Initiative „Fußballvereine gegen Rechts“ mit ihrer Aktion „4 Schrauben für Zivilcourage“. Vereine erhalten ein kostenloses Schild mit dem Slogan „Kein Platz für Rassismus und Gewalt“, das sie am Vereinsgelände anbringen können. Weitere Infos und Bestellung unter fussballvereine-gegen-rechts.de (Ansprechpartner Jo Ecker).

Für Vereine, die mehr wollen als rein symbolische Zeichen setzen, gibt es die kostenlosen Angebote von „Zusammenhalt im Sport in Baden-Württemberg“ (ZiS). Das Projekt ZiS – mit dem die drei Fußballverbände in BW kooperieren – unterstützt Sportvereine und -verbände in ihrem Engagement für Toleranz, Vielfalt und Demokratie. Geschulte Coaches führen Beratungsgespräche und Workshops in den Vereinen durch, Themen sind beispielsweise „Zivilcourage im Sportverein“, „Wertebildung im Breitensport“, „Rote Karte gegen Rassismus“ oder „(Rechts-)Extremismus-Prävention im Sport“. Als Ansprechpartner steht Projektleiter Jakob Grasser bei Fragen zur Verfügung: jakob.grasser@wlsb.de.