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Sport aus Karlsruhe und der Umgebung

Letztes Trainingslager vor nationaler Qualifikation erfolgreich absolviert

Lena Röhlings, Katinka Hofmann, Sarah Brüßler und Enja Rößeling sicherten dem Deutschen Kanu-Verband bei der WM in Duisburg vier Quotenplätze für Paris. Im April werden die vier als Gegnerinnen um ein Olympiaticket ebenfalls auf der Wedau am Start stehen. Bildquelle ©Tirolf | Rheinbrüder Karlsruhe

Karlsruhe (MaT). In Sabaudia, 90 Kilometer südöstlich von Rom am Mittelmeer gelegen, holte sich das Kajak-Damen-Nationalteam des Deutschen Kanu-Verbands unter der Leitung von Damenbundestrainer Ralf Straub den letzten Schliff. Intensiv haben die Olympia-Aspirantinnen mit dem Karlsruher Trio Sarah Brüßler, Katinka Hofmann und Gesine Ragwitz für die bevorstehende nationale Qualifikation trainiert. Straub betont bei Abreise die Erfolge des Trainingslagers und lobte die hervorragenden Bedingungen, die es ermöglichten, den Trainingsplan effektiv umzusetzen.

Trotz kleinerer Rückschläge zeigte sich Straub optimistisch: „Sarah ist vier Tage später angereist, aufgrund einer Erkältung. Aber sie ist wieder fit und bereit für die Herausforderungen.“ Weniger Glück hatte Enja Rößeling (Essen), die zwar mit dem Team anreiste, aber das Trainingslager bereits nach drei Tagen ohne trainieren zu können, verlassen musste.

Die Zusammenarbeit und der Zusammenhalt innerhalb der Gruppe bewertet Straub positiv. „Die gesamte Gruppe ist stärker als im letzten Jahr und innerhalb enger zusammengerückt.“ Dies spiegelt sich auch in den Trainingsergebnissen wider, wie die engen Messbootfahrten zeigten, in denen der Abstand von der Siegerin zur Letzten gerade mal bei vier Sekunden lag. Das macht den Kampf um die begehrten Olympiatickets noch spannender. Lediglich drei Athletinnen haben die Nase vorn. Doch hinter Jule Hake (Lünen), Pauline Jagsch (Berlin) und Paulina Paszek (Hannover) bleibt der Wettbewerb um die restlichen Plätze äußerst eng. Unter elf hochtalentierten Sportlerinnen wie Sarah Brüßler, Katinka Hofmann, Gesine Ragwitz, Lena Röhlings (Berlin), Enja Rößeling, Caroline Arft (beide Essen), Josefine Landt (Magdeburg), Melanie Gebhardt (Leipzig), Katharina Diederichs (Potsdam), Estella Damm (Dresden) oder auch die junge Chelsea-Lynn Roussieka (Rheintreue Düsseldorf) wird hart um die Nominierung gekämpft.

Als Bundestrainer ist es eine gute Lage, dass sich alle Athletinnen weiterentwickelt haben und die Abstände geringer werden, aber als Heimtrainer sieht Straub, dass es bei den zwei Qualifikationsregatten Anfang und Mitte April in Duisburg wahrscheinlich auch auf die Tagesform und das Quäntchen Glück ankommen wird. Im Karlsruher Vergleich sieht er vielleicht einen kleinen Vorteil gerade bei Sarah Brüßler, weiß aber auch, dass sich Katinka Hofmann bei einem Wettkampf immer nochmals steigert und bei Gesine Ragwitz erkennt Straub eine positive Entwicklung, die sie über die Wintermonate genommen hat.

„Ich denke, unsere Sportlerinnen sind alle gut vorbereitet. Jetzt gilt es, gesund zu bleiben und Ruhe zu bewahren.“, beschreibt Bundesstützpunktleiter Detlef Hofmann die Lage, die er selbst zu gut kennt. „Am liebsten wäre es mir natürlich, dass sich unsere Sportlerinnen alle gegen den Rest durchsetzen, und die Hoffnung stirbt bekanntlich ja zuletzt.“, so Hofmann weiter.

Am 05. April fallen die Startschüsse in Duisburg, und der Kampf um die Olympiatickets ist eröffnet. Beim ersten Wettkampfwochenende auf der Wedau werden die Damen über 250 Meter und zweimal über die 500 Meter Distanz antreten. Zwei Wochen später werden die Athletinnen erneut zweimal über die olympische Distanz von 500 Meter gegeneinander antreten. Danach nominiert der DKV sein vorläufiges Nationalteam.