SV Germania setzt sich Rückkampf gegen Mainz durch

Weingarten (ps). Mit einer bärenstarken Leistung sichert sich der SV Germania Weingarten vor heimischer Kulisse durch einen deutlichen 17:8-Sieg im Rückkampf der Vorschlussrunde den Einzug in das Finale. Bereits zur Pause führten die Germanen nach einem grandiosen TÜ-Sieg von „Johnny“ Panait mit 4:12 ehe Jan Rotter in Halbzeit zwei mit der gelungenen Revanche gegen Hannes Wagner vorzeitig den Deckel drauf machte. Nun wartet wie bereits in den beiden Vorjahren der ASV Nendingen in den Entscheidungskämpfen um den Meistertitel.

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Einen Auftakt nach Maß feierte Thomas Rönningen gegen Magomed Salavatov. Mit sehenswerten Würfen erreichte er bereits nach knapp zwei Minuten einen Sieg durch technische Überlegenheit. Magomedgaji Nurov musste im Rückkampf eine Klasse aufrutschen und im Schwergewicht auf die Matte. Dort hatte er den Auftrag, gegen den dritten der WM 2015, Geno Petriashvili, zu bestehen und möglichst wenig Punkte an das gegnerische Konto abzugeben. Tapfer stellte er sich seinem georgischen Widersache und wurde nach der 3:0-Niederlage von den Zuschauern entsprechend gewürdigt. Wie auch Vladimir Egorov im Hinkampf benötigte Vasyl Shuptar einige Zeit, um gegen den umbequem ringenden Ilir Sefaj in die Begegnung zu kommen. Der in die 61kg-Klasse hochgezogene Albaner mit N6-Status hielt lange gegen den Ukrainer im Germanen-Dress dagegen. 30 Sekunden vor Schluss sicherte sich Shuptar durch eine 4er-Wertung mit anschließender Beinschraube dann aber doch den Sieg durch TÜ. Im Halbschwergewicht führte Ramsin Azizsir zur Pause noch 4:0, musste dann im zweiten Durchgang allerdings eine 4er- Wertung gegen sich einstecken. Leider wurde die im weiteren Kampfverlauf vom Mattenleiter angezeigte Passivität gegen den Mainzer Daigoro Timoncini vom Kampfgericht überstimmt, wodurch dieser den knappen 1:0-Sieg über die Zeit retten konnte. Einen überragenden Schlusspunkt in Halbzeit eins setzte „Johnny“ Panait, der in seinem Kampf gegen Wladimir Behrenhardt einmal mehr sein Kämpferherz zeigte und nach einem Sieg durch technische

Überlegenheit vom Publikum im Weingartener Eventzelt frenetisch gefeiert wurde. Die Germanen gingen somit mit einem komfortablen 12:4 in die Pause.

In der Gewichtsklasse bis 86 kg Freistil gab es eine Wiederholung des Kampfes zwischen William Harth und seinem ehemaligen Trainer David Bidschinaschwili. Wie auch in der letzten Begegnung tat sich Harth schwer zu punkten, sicherte dem Weingartener Konto aber erneut einen Mannschaftspunkt. Einen Freistilkampf der Extraklasse sahen die Zuschauer im anschließenden Duell bis 66 kg. Auch hier gab es eine Neuauflage zwischen Anatoli Guidea und George Bucur. Kurz vor der Revanche für die knappe 1:0-Niederlage stand der Germane, der den Rückstand immer wieder aufholen konnte, am Ende aber durch die höhere Wertung Bucurs mit 6:6 erneut knapp das Nachsehen hatte. Zum richtigen Zeitpunkt platzte dann der Knoten bei Neuzugang Jan Rotter. Gegen den Weltmeister der Junioren, Hannes Wagner, zeigte der gebürtige Triberger sein ganzes Können und stand sogar kurz vor einem Schultersieg. Am Ende sicherte er mit einem 7:1- Sieg nicht nur zwei Punkte für das Weingartener Punktekonto, sondern brachte die Germanen damit auch uneinholbar in Führung. In den letzten beiden Kämpfen in der Gewichtsklasse bis 75 kg musste sich zunächst der „Commander“ Adam Juretzko gegen den starken Balint Korpasi mit 3:0 geschlagen geben. Trotz geklärter Sachlage sahen die Zuschauer in Weingarten im letzten Kampf des Abends nochmals einen echten Leckerbissen. Der auf Revanche für die knappe Hinkampfniederlage brennende Georg Harth ging gegen den Spitzenringer Kiril Terziev in die Offensive und bestätigte seine Topform mit einem sehenswerten 9:5-Sieg, der zum 17:8-Endstand führte und die Stimmung im Zelt endgültig zum Überkochen brachte.

Im zweiten Halbfinale setzte sich der ASV Nendingen nach dem deutlichen 6:20-Auswärtssieg gegen den KSV Ispringen auch vor heimischer Kulisse mit 11:9 durch und ist am kommenden Samstag Gastgeber beim ersten Finalkampf um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft. Am 30. Januar empfängt dann der SV Germania Weingarten den schwäbischen Kontrahenten im Eventzelt zum alles entscheidenden Duell.