103:84-Erfolg gegen Schlusslicht Heidelberg/Kirchheim

Elnis Prasovic beim Zug zum Korb, Credit: KIT SC GEQUOS/Denny Möller
Elnis
Prasovic beim Zug zum Korb, Credit: KIT SC GEQUOS/Denny Möller

Karlsruhe (ps). Drei Viertel lang taten sich die KIT SC GEQUOS gegen den Tabellenletzten der Regionalliga Südwest extrem schwer. Im Schlussabschnitt schalteten sie zur rechten Zeit einen Gang hoch. Nach 40 Minuten gegen eine kämpferische SG Heidelberg/Kirchheim leuchtete ein deutliches 103:84 von der Anzeigetafel. Richtig überzeugend war die Vorstellung der Gastgeber allerdings erst in den letzten zehn Minuten. Davor lieferte vor allem die Offensivarbeit einige Höhepunkte. „Mit der Defensive können wir über weite Strecken nicht zufrieden sein. Wir haben pro Halbzeit über 40 Punkte zugelassen, das ist einfach zuviel“, sagt GEQUOS-Headcoach Jaivon Harris.

Zu Beginn sah es nach einer klaren Sache für die GEQUOS aus. Sie legten einen Blitzstart hin, führten nach zwei Dreiern von Fabian Ristau und einem Fastbreak von Luka Drezga nach 52 Sekunden mit 8:0. Heidelberg/Kirchheim kam mental wohl erst nach dieser knappen Minute auf dem Karlsruher Court an, war dann aber auf Augenhöhe. Beide Teams hatten große Probleme, die Angriffsbemühungen des jeweils anderen zu stoppen. Die SG kam über 5:11 bis zur Mitte des Viertels auf 10:13 heran. Die Antwort der GEQUOS war ein 7:2-Lauf zum 20:12. Alex Rüeck besorgte aus der Distanz wenig später den ersten zweistelligen Vorsprung der Hausherren (24:14). Bis zur ersten Viertelpause hieß es 26:19.

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Elnis Prasovic eröffnete den zweiten Abschnitt mit einem Dreier – dann meldeten sich erstmal die Gäste zu Wort: Routinier Martin Rittinger läutete aus der Distanz die Aufholjagd ein. Und er schloss sie selbst nach 13 Minuten mit seinem Korb zum 31:31 ab. Drezgas trockene Antwort ebenfalls per Dreier brachte die Hausherren zwar wieder in Front. Sie brauchten aber einige Zeit, um sich den mühsam erspielten Vorsprung wiederzuholen. In der Schlussminute bauten Drezga und der starke Prasovic auf 49:39 aus. Dann verkürzten Carsten Fuchs und Oliver Sommer zum 43:49 Pausenstand. Durch die gute Mischung aus Dreiern, Tempo und das Ausspielen der Größenvorteile am Brett hatten die GEQUOS den Gästen das Leben schwer gemacht. Die ihrerseits wühlten sich immer wieder durch die teils löchrige Verteidigung der Karlsruher. So gelang es den GEQUOS nicht, ihre gute Offensivleistung durch einen höheren Vorsprung zu vergolden.

In die zweiten 20 Minuten startete die SG Heidelberg/Kirchheim deutlich wacher. Tobias Datz, Rittinger, Johannes Götz und Oliver Sommer – plötzlich führten die Gäste nach kaum zwei Spielminuten zum ersten Mal (51:52). Mit seinem dritten Dreier drehte Ristau die Partie sofort wieder. Doch die SG hatte nun Mut geschöpft. In den nächsten Minuten wechselte die Führung vier Mal, drei Mal stand es unentschieden. Erst ein Korbleger von Rüeck zum 66:63 drei Minuten vor Viertelende läutete einen Zwischenspurt der Hausherren ein – der bestand vor allem aus Verbesserungen in der Defensivarbeit. Bis zur Schlusssirene ließen die GEQUOS nur noch drei Punkte zu und bauten so ihren Vorsprung auf 73:66 aus.

Im letzten Abschnitt waren die Karlsruher dann defensiv endlich auf Betriebstemperatur. Nach einem Korbleger von Vrsaljko und einem Tip-In von Niels Liebchen führten sie schnell wieder zweistellig. Ein Dreier von Franjo Bubalo brachte den bis dahin höchsten Vorsprung der Partie (80:66). Heidelberg/Kirchheim kämpfte aufopferungsvoll, fand gegen die bessere Defensive der Gastgeber nun aber seltener die richtigen Mittel. Dreier von Bubalo und Rüeck zum 90:72 markierten so fünf Minuten vor Ende mehr als die Vorentscheidung. In der Schlussphase tauschten beide Teams noch einige Punkte aus. Simon Schmitz erzielte von der Freiwurflinie den 100. Zähler für die GEQUOS, Ristau setzte mit einem Dreier den Schlusspunkt.

„Wir haben gewonnen, haben im Angriff viele gute Dinge gemacht. Ganz zufrieden bin ich trotzdem nicht“, sagt GEQUOS-Headcoach Jaivon Harris. „Wir haben vor dem Spiel und auch in der Halbzeit über die Defensivarbeit gesprochen. Da müssen wir besser auftreten. Dennoch haben wir im Großen und Ganzen umgesetzt was wir wollten.“ Die Schlüssel zum Sieg – sie lassen sich teilweise in den Zahlen ablesen: Die GEQUOS haben ihre Größenvorteile in ein Reboundplus (40:28) umgemünzt und überzeugende 55,9 Prozent ihrer Würfe verwandelt, darunter bärenstarke elf von 21 Dreierversuchen.

Durch den Erfolg sind die GEQUOS vorerst auf Rang sechs nach vorne gerückt – zwei Siege hinter dem Dritten Schwenningen. Ein ganz anderes Spiel dürfte sie am kommenden Sonntag erwarten. Gegen Tabellennachbar SV 03 Tübingen II ist traditionell eher mit einem defensiv geprägten Spiel zu rechnen. „Darauf müssen wir auch in den Köpfen bereit sein und über 40 Minuten hart dafür arbeiten“, sagt Harris.

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Punkte GEQUOS: Prasovic 21 / 9 Reb, Vrsaljko 19 / 9 Reb, Bubalo 17 / 9 As, Drezga 16, Ristau 14 / 4 Dreier, Rüeck 8, Schmitz 6, Liebchen 2