KSC-IV Gulde: „Der Großteil der Fans ist super“

KSC Manuel GuldeKarlsruhe (mia). „Es ging nicht um die Fans der Gegentribüne“, wollte KSC-Innenverteidiger Manuel Gulde klarstellen, nachdem er sich nach der Partie des Karlsruher SC gegen den SC Paderborn über Pfiffe der eigenen Anhänger aufgeregt hatte.

 

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Es ging um einen „Teil der Haupttribüne“ des KSC, die nach rund 25 Minuten angefangen hatten Aktionen des KSC mit Buhrufen und Pfiffen zu quittieren, erklärt Gulde.

„Der Großteil der Fans ist super. Und Gegentribüne und Ultras nehme ich sowieso raus. Die hart gesottenen Fans unterstützen uns immer super.“

Vom Inhalt seiner Rede sei er nach wie vor überzeugt, die Wortwahl aber sei unglücklich gewesen. „Hampelmänner war unnötig, dafür entschuldige ich mich auch. Das war über die Stränge geschlagen“, aus ihm herausgeplatzt, zumal es nicht das erste Heimspiel war, an dem die Haupttribünenfans teilweise pfiffen.

Es war kein schönes Spiel, so Gulde, er verstehe daher jeden, der nach der Partie pfeife, aber „während des Spiels, wenn wir verlagern, das sind ganz normale Szenen“. Das könne man nicht verstehen und schade der Mannschaft.

„Wir lagen ja nicht 5:0 zurück, das war mitten im Spiel. Für die Mannschaft ist es keine Hilfe, keine Unterstützung. Wenn sie sich nach dem Spiel ärgern, ist das okay, aber nicht währenddessen.“

Kein fußballerischer Leckerbissen

Auch KSC-Sportdirektor Jens Todt stellte nochmals klar, dass es eine „emotionale Reaktion der Spieler“, die enttäuscht waren über die Pfiffe. „Sie haben sich aus schweren Situationen befreit diese Saison und einiges hinter sich. Das war sicherlich gestern kein fußballerischer Leckerbissen und jeder Zuschauer hat das Recht, seine Meinung zu äußern, das ist kein Problem.“

Es sei normal, dass auch die KSC-Spieler mal emotional reagieren, auch wenn die „Wortwahl zum Teil nicht in Ordnung“ war. „Aber grundsätzlich dürfen auch unsere Spieler emotional sein“, so der KSC-Sportdirektor.

KSC-Etat ist durchschnittlich

Bei einzelnen Fans hatte der KSC sicherlich auch durch die sehr gute Saison 2015/14 eine Erwartungshaltung aufgebaut. „Bei manchen mag das so sein. Aber wir wissen welche Möglichkeiten wir haben und können das einordnen. Für uns ist ein einstelliger Tabellenplatz schon mal eine vernünftige Leistung.“

Immerhin habe der KSC einen „durchschnittlichen Etat“, der für einen Platz „zwischen neun und elf“ in der Zweitligatabelle reiche. „Schneidet die Mannschaft besser ab, dann ist das eine Leistung. Dass wir uns schon zwei Mal aus echt schweren Situationen befreit haben, ist eine Top-Leistung, dafür hat die Mannschaft Respekt verdient. Und wenn mal jemand aus der Enttäuschung so reagiert, ist das kein Problem für uns.“