Ostern in der Europahalle – Karlsruhe fordert den Spitzenreiter heraus
Karlsruhe (psk). Fünf Spieltage vor Abschluss der Hauptrunde in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA ist die optische Tabellensituation der PS Karlsruhe LIONS nicht schlecht. Die Mannschaft aus der Fächerstadt liegt auf Rang neun und damit nur einen Sieg sowie einen Platz hinter den VfL SparkassenStars Bochum, die – Stand jetzt – das letzte verbliebene Playoff-Ticket lösen würden. Doch das LIONS-Restprogramm ist anspruchsvoll, angefangen mit dem bevorstehenden Heimspiel am 4. April. Denn dann wird in Baden kein Geringerer als der Tabellenführer erwartet. Das Team von Phoenix Hagen behauptet seit der Frühphase der Saison souverän Platz eins.
Auf dem Papier sind die „Feuervögel“ am Samstag um 19:30 Uhr in der Europahalle klarer Favorit. Der Ruhrgebietsklub präsentiert sich bereits die gesamte Saison über enorm stabil, hat von den bisherigen 29 Spielen lediglich vier verloren und aus den letzten zehn Begegnungen neun Siege geholt. Hagen macht im Schnitt über 95 Punkte pro Partie und überzeugt zudem mit einer guten Dreierquote. Doch auch in der Defense ist das Team äußerst robust und meist überlegen in der Reboundkontrolle. Die LIONS können in kaum einer Statistik mit dem Tabellenprimus mithalten. Daher ruht die Hoffnung auf der traditionellen Heimstärke Karlsruhes. Vor dem eigenen Publikum agieren die Schützlinge von Headcoach Demond Greene fast immer mutiger und aggressiver als in der Fremde. Es gilt zudem, Fehler zu minimieren, denn diese werden von Hagen meist sofort bestraft. Nicht zuletzt ist eine stark verbesserte Trefferquote im Vergleich zur Niederlage bei den Uni Baskets Münster am vergangenen Wochenende gefragt, um nicht früh den Anschluss auf dem Scoreboard zu verlieren.
Das Hinspiel am 27. Dezember war eine klare Angelegenheit. Zu Hause an der Ruhr dominierte der Tabellenführer und setzte sich klar mit 89:62 durch. Dass es auch anders laufen kann, haben die LIONS im Playoff-Halbfinale 2023/2024 gezeigt. Auch damals war Hagen – mit Heimrecht ausgestattet – im ersten Duell der Serie favorisiert, musste aber gleich eine Niederlage einstecken. Karlsruhe setzte sich letztendlich mit 3:1 Siegen durch und holte sich am Ende gegen die FRAPORT SKYLINERS gar die ProA-Meisterschaft. Im Frühling 2026 sind Ausgangslage und Ansprüche anders. Doch im Basketball ist vieles möglich – vielleicht sogar eine Osterüberraschung am Oberrhein.
